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4 Tage im Mai

Bewegendes Antikriegsdrama an der deutschen Ostseeküste mit von Achim von Borries genau gezeichneten Figuren.


4 Tage im Mai

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Erhältlich seit:
13.04.2012

Drama/ Kriegsfilm

Deutschland/Russland/Ukraine 2011
FSK: ab 12

Pavel Wenzel
Alexei Guskow
Ivan Shvedoff

Regie: Achim von Borries
Warner Home Video Germany

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4 Tage im Mai

An der idyllischen deutschen Ostseeküste kommt es kurz vor Ende des Zweiten Weltkriegs zum letzten Kampf und zu neuen Allianzen.

Der Zweite Weltkrieg, nicht mehr der monströse Aufmarsch auf dem Schlachtfeld, sondern als Schicksal für den Einzelnen in der Zivilbevölkerung: Wie schon Chris Kraus' "Poll" konzentriert sich Achim von Borries ("Was nützt die Liebe in Gedanken") auf das Individuum im Strom geschichtlicher Ereignisse.

Vier Tage vor Ende des Zweiten Weltkriegs besetzt ein sowjetischer Hauptmann mit seinem kleinen Spähtrupp ein Kinderheim am Meer, die Männer sind ausgelaugt wie auch die Soldaten der Wehrmacht am Strand, die nicht mehr kämpfen, sondern nur noch nach Dänemark übersetzen und sich den Engländern ergeben wollen. Die "Russen" arrangieren sich mit der Leiterin des Hauses, nur der 13jährige Peter (eine wahre Entdeckung Pawel Wenzel), der sich mit Uniformjacke, Mütze und Gewehr eines toten Wehrmachtssoldaten noch für die verlorene Sache einsetzt, glaubt weiterhin an den Endsieg. Für die Russen ist er nur ein Kind. Genau das will er aber nicht sein.

Die Figuren sind mit großer Genauigkeit gezeichnet, der Kommandant, der seinen Sohn an der Front verlor und in dem vaterlosen Jungen einen Ersatz sieht, die resolute Heimleiterin, die von der Revolution aus St. Petersburg vertrieben wurde, das schöne Kindermädchen, das Peter "beschützt" und dabei eifersüchtig ihre keimende Schwärmerei für einen musikalischen Funker betrachtet, der kriegsmüde deutsche Oberstleutnant. Wenn es nach der Kapitulation zu einer überraschenden Allianz kommt gegen den wirklichen Feind, verläuft die Grenze nicht mehr zwischen Russen und Deutschen, sondern zwischen Gut und Böse.

Mag die Fraternisierung auf verschiedenen Ebenen vielleicht in sehr mildem Licht erscheinen, verliert von Borries in diesem bewegenden Drama nie den Fokus aus dem Auge - den Wahnsinn eines jeden Krieges, der Menschen zu Marionetten macht. Wenn der Zuschauer - wie der junge Peter - begreift, dass es im Krieg keine Helden, sondern nur Opfer gibt, ist mehr als eine Schlacht gewonnen. mk.

Darsteller:  Pavel Wenzel   als Peter
  Alexei Guskow   als Hauptmann
  Ivan Shvedoff   als Soldat
  Andrej Merzlikin   als Soldat
  Sergei Legostaev   als Soldat
  Maxim Kovalevski   als Dolmetscher
  Grigori Dobrigin   als Funker
  Angelina Häntsch   als Anna
  Gertrud Roll   als Baronin Maria von Lewennov
  Petra Kelling   als Köchin Luise
  Merab Ninidze   als Major
  Alexander Held   als Oberstleutnant
  Martin Brambach   als Oberleutnant
  Veit Stübner   als Kapitän
  Sylke Langenbeck   als Kindermädchen
  Julius Nitschkoff   als junger Soldat
 
Regie:  Achim von Borries  
Buch:  Achim von Borries  
Musik:  Thomas Feiner  
  Ingo Ludwig Frenzel  
Kamera:  Bernd Fischer  
Produzent:  Stefan Arndt  
 

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