DVD Kaufvideo

66/67 - Fairplay war gestern

Explosives Milieudrama um eine Clique Fans von Eintracht Braunschweig.


66/67 - Fairplay war gestern

Kaufvideo

Erhältlich seit:
28.09.2010

Drama

Deutschland 2009
Laufzeit: 110 Min.
FSK: ab 16

Fabian Hinrichs
Christoph Bach
Melika Foroutan

Regie: Carsten Ludwig, ...
Ascot Elite Home Entertainment

Videoplayer wird geladen ...

Filmbewertung


(1 Bewertungen)
Die Ausstattung

Die Technik

Haben Sie den Film schon gesehen?

Jetzt bewerten!


 
66/67 - Fairplay war gestern

1966/67 ist die Saison, in der Eintracht Braunschweig Deutscher Meister wurde. Diese Zahl tragen sechs Freunde und Hardcore-Fans als Branding auf der Brust. Während ihr Verein in der dritten Liga um Abstieg und sportliche Zukunft kämpft, wollen sich die sechs Querköpfe erst gar nicht den Fragen der Zukunft stellen. Beruf und Freundin ist ihnen nicht so wichtig wie eine zünftige Randale. Florian etwa, hat zwar ein Diplom, will aber nicht das Jobangebot seines Vaters annehmen und wirft seine Freundin raus.

Explosives Milieudrama um eine Clique Fußballfans, die sich mit kompromissloser Aggressivität der Realität verweigert und damit viele Chancen verspielt. Carsten Ludwig und Jan-Christoph Glaser ("1. Mai", "Detroit") breiten deren Alltag in ihrer szenekundigen Regiearbeit zurückgenommen und ohne jede Sensationsgier aus. Stark ist auch ihr junges Ensemble, angeführt von Fabian Hinrichs als Florian, oder Christoph Bach, der bereits in "Detroit" des Regieduos spielte.

66/67 - Fairplay war gestern

Explosives Milieudrama um eine Clique Fußball-Fans, die sich mit kompromissloser Aggressivität der Realität verweigert und damit viele Chancen verspielt.

1966/67 ist die Saison, in der Eintracht Braunschweig Deutscher Meister wurde. Diese Zahl tragen sechs Freunde als Branding auf der Brust, was nicht nur unbedingte Loyalität bedeutet, sondern auch große Leidensfähigkeit - denn der Verein kämpft in der dritten Liga um Abstieg und sportliche Zukunft. Die eigene Zukunft verbaut sich das junge Sextett gewaltbereiter Ultras aber selbst, weil sie sich in einen Männer-Mikrokosmos aufhalten, in dem Frauen, Wirklichkeit und Verantwortung keinen Platz finden: Ein Trupp cooler, erwachsener Loser, die ihr Leben nicht geregelt kriegen, weshalb sie zu tickenden Zeitbomben werden. Das gibt dem packenden, ungemein authentischen Drama einen verstörenden Drall.

Deutsche Nachwuchstalente zeigen eindrucksvoll, was sie können, besonders der sehr präsente Fabian Hinrichs ("Sophie Scholl") als Anführer Florian, der ein Diplom in der Tasche hat, sich aber seiner Zukunft partout nicht stellen will. Statt für seinen Vater nach China zu gehen, verweigert er sich und wirft seine Freundin Özlem (Melika Foroutan) raus. Mit seinen Kumpels, darunter der homosexuelle Otto (Christoph Bach, "Dutschke") und Sicherheitsbeamter Henning (Maxim Mehmet), geht er keiner Fan-Randale aus dem Weg, zündet Wolfsburger Kutten an und prügelt auf Unbeteiligte ein. Endstation Fankurve.

Ärger machen gehört zum postpubertären Lifestyle des Sextetts, dessen beruflichen Alltag und brutale Freizeitgestaltung Carsten Ludwig und Jan-Christoph Glaser bei ihrer szenekundigen Regiearbeit zurückgenommen und ohne jede Sensationsgier ausbreiten. Sie schneiden dicke Scheiben aus dem echten Leben heraus und wo Ken Loach ein Märchen erfindet ("Looking for Eric"), kennt Ludwigs von eigener Braunschweig-Anhängerschaft geprägtes Skript ein vitales Drama um Männer, die nicht erwachsen werden wollen. Gewalt und Grenzüberschreitungen sind fester Teil ihres Handelns, gebrochene Knochen, Vorstrafen und Stadionverbote stolze Trophäen. Im Verlauf des sensationell dialogstarken Psychogramms über lockere Typen, deren Lebensplanung und freundschaftliche Bande verlustig gehen, bleibt die Frage, was eigentlich daran so verkehrt ist, können sich die Figuren doch auch mit Regression durchs Leben mogeln. tk.

Darsteller:  Fabian Hinrichs   als Florian
  Christoph Bach   als Otto
  Melika Foroutan   als Özlem
  Maxim Mehmet   als Henning/Malte
  Christian Ahlers   als Christian
  Fahri Yardim   als Tamer
  Aurel Manthei   als Mischa
  Victoria Deutschmann   als Mareille
  Marc Zwinz   als Zwinso
  Bernhard Schütz   als Bernhard/Vater
  Burak Yigit   als Sinan
  Dogan Akgün   als Vater Achmed
  Godehard Giese   als Tüp
  Tillmann van Hees   als T-Rex
  Stefan Lindstedt   als Stadionsprecher
 
Regie:  Carsten Ludwig  
  Jan-Christoph Glaser  
Buch:  Carsten Ludwig  
  Jan-Christoph Glaser  
Musik:  Dirk Dresselhaus  
Kamera:  Ngo The Chau  
Produzent:  Alexander Bickenbach  
  Manuel Bickenbach  
  Jon Handschin  
 

66/67 - Fairplay war gestern in der Fotoshow

 

Fassungen

 

facebook

 

Features

 

Weitere Videos

Hoch Runter
 

Star

Fabian Hinrichs

Deutscher Schauspieler. Er verkörpert häufig unberechenbare Einzelgänger, schräge Typen und Personen mit latenter Gewaltbereitschaft und...

 

Star

Christoph Bach

Seinen ersten Fernsehauftritt hatte Christoph Bach 1998 in der MTV-Comedy "Auftrag Moabit". Seitdem hat er sich in diversen viel beachteten...