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Kaufvideo
Erhältlich seit:
01.02.2009
Deutschland 2000
Laufzeit: 93 Min.
FSK: ab 16
Amanda Plummer
Sean Pertwee
Nick Brimble
Regie: Sebastian Niemann
KNM Home Entertainment

Nein, man sollte besser nicht in den Keller gehen in diesem atmosphärisch extrem dichten Horrorfilm, der den auch hierzulande allmählich abflauenden Trend zum Grusel noch einmal einen kräftigen Adrenalinstoß versetzen dürfte. Eine Art "Shining" in einem englischen Landhaus hat der junge deutsche Regisseur Sebastian Niemann mit seiner internationalen Besetzung gedreht, gespickt mit Zitaten und deftigen Schockeffekten. Den Film nicht als slicke Genre-Dreingabe zu vermarkten, sondern als soliden Horrortrip, dürfte dem Verleih nicht allzu schwer fallen.
Schon im Prolog findet der Film seinen beunruhigenden Tonfall, wenn Polizisten in einem düsteren Haus im Moor die Tür aufbrechen und den katatonisch in einer Ecke hockenden Mieter neben der schon sieben Tage alten Leiche seiner Frau finden. 23 Jahre später zieht das junge Ehepaar Shaw in die ominöse Villa, und die beiden hätten sich keinen schlechteren Ort aussuchen können, um über den Unfalltod ihres kleines Sohnes (die Flashback-Szene, in der der Junge mit dem Frühstücksmüsli eine Wespe verschluckt, vibriert buchstäblich vor realem Horror) hinwegzukommen. Ellen (Amanda Plummer) beginnt das Haus zu renovieren, während Martin (Sean Pertwee), ein Autor von Bestseller-Gruselromanen, versucht, die Konzentration für sein nächstes Buch zu finden. An Inspiration mangelt es in dem düsteren Gebäude wahrlich nicht, denn schon bald setzen merkwürdige Geschehnisse ein. Ellen findet im täglichen Rhythmus den Hinweis, sie habe nur noch sieben Tage zu leben: am beschlagenen Badspiegel ("7"), auf einem Verkehrsschild ("6"), bei einer Radiosendung ("5") etc. Beide schieben das zunächst auf die psychischen Folgen des gemeinsamen traumatischen Schocks, doch je mehr Ellen von ihren Halluzinationen gequält wird, desto verschlossener und abweisender wird Martin. Ellen, nicht gewillt, das hilflos leidende Opfer zu spielen, beginnt nachzuforschen und erfährt von den widerwilligen Dorfbewohnern, dass in dem Haus in regelmäßigen Abständen furchtbare Verbrechen geschahen, die bis ins Mittelalter zurückgehen.
Bis jedoch das Grauen sein Haupt aus dem von Martin versperrten Keller erhebt, hat Gerhard Schirlos beeindruckende Kamera genügend Zeit und Raum, um durch das perfekt auf Haunted House gestylte Gemäuer zu springen, schleichen und lauern und eine gespenstische Atmosphäre zu verbreiten. Ellens Countdown neigt sich dem Ende zu, die Grenze zwischen Alptraum und Realität verschwimmt immer mehr, ehe Martin schließlich im Wahnsinn Befreiung findet und - "Heeere's Seany!" - in den Werkzeugkasten greift. Vom mysteriös geschlachteten Familienhund bis zum unheimlichen Archivar im Irrenhaus lässt Niemann keine Gelegenheit aus, seine Vertrautheit mit dem Genre effektiv zu demonstrieren. "Poltergeist", "Tanz der Teufel" und "Geisterstadt der Zombies" sind nur einige der großen Vorbilder, die der junge Filmemacher hier wirkungsvoll zitiert. Auch wenn die Schockeffekte und Spannungselemente gelegentlich ein wenig unpointiert wirken und die Story im Nachhinein einer tiefgehenden Prüfung nachgibt wie der Boden, aus dem das computergenerierte Morphosemonster zuletzt aufsteigt (bei allem Einfallsreichtum des Bösen bleibt der wahre Grund des ganzen Spuks letztlich ungeklärt) - langweilig ist "7 Days to Live" keine Sekunde. Niemann hält den Spannungsbogen konstant im roten Bereich, tatkräftig unterstützt von seinen Hauptdarstellern Amanda Plummer ("Pulp Fiction") und Sean Pertwee ("Event Horizon"), die ein dynamisches, lebendiges Paar abgeben und mit großem Engagement in Schlamm, Blut und allgemeinem Entsetzen plantschen. evo.
| Darsteller: | Amanda Plummer | als Ellen Shaw | |
|---|---|---|---|
| Sean Pertwee | als Martin Shaw | ||
| Nick Brimble | als Carl Farrell | ||
| Amanda Walker | als Elisabeth Farrell | ||
| Sean Chapman | als Paul | ||
| Gina Bellman | als Claudia | ||
| Eddie Cooper | als Thomas Shaw | ||
| Chris Barnes | als Frank Kosinski | ||
| Jean Marlow | |||
| John Michael Higgins | |||
| Chris Barlow | |||
| Regie: | Sebastian Niemann | ||
| Buch: | Dirk Ahner | ||
| Musik: | Egon Riedel | ||
| Kamera: | Gerhard Schirlo | ||
| Produzent: | Christian Becker | ||
| Thomas Häberle | |||
7 Days to Live in der Fotoshow
Features
Der Titel enthält folgende Features
Sprachen: Deutsch, Englisch
Tonformat: Dolby Digital 5.1
Untertitel: Deutsch
Bildformat: 1:1,85/16:9
Extras: Eine geschnittene Szene, Special Effects-Doku, Doku zu den Musikaufnahmen, Filmografien, Hinter den Kulissen, Storyboardgalerie, Audiokommentar, Kurzfilm "Verfolger"
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