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7 Zwerge - Der Wald ist nicht genug

Zweiter Comedy-Streich um die sieben Zwerge, die dem Schneewittchen das durchtriebene Rumpelstilzchen vom Hals schaffen sollen.


7 Zwerge - Der Wald ist nicht genug

Leihvideo

Erhältlich seit:
29.03.2007

Komödie

Deutschland 2006
Laufzeit: 91 Min.
FSK: o.A. (ohne Altersbeschränkung)

Otto Waalkes
Martin Schneider
Ralf Schmitz

Regie: Sven Unterwaldt jr.
Universal Pictures Germany

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Zweiter Comedy-Streich um die sieben Zwerge, die dem Schneewittchen das durchtriebene Rumpelstilzchen vom Hals schaffen sollen.

Die 7 Zwerge sind wieder vereint (Foto: UIP) Großansicht

Die 7 Zwerge sind wieder vereint (Foto: UIP)

Nach dem Umzug der bösen Hexe (Nina Hagen) ins Knusperhaus kann Schneewittchen (Cosma Shiva Hagen) endlich in Frieden regieren und einem kleinen Thronfolger das Leben schenken. Weil jedoch das Rumpelstilzchen (Axel Neumann) die Adoption des Kleinen androht, sollen die sieben Zwerge den Namen des nervtötenden Unholds erraten und dem Spuk damit ein Ende bereiten.

Leider ist die Männer-WG inzwischen in alle Winde zerstreut und nicht so schnell zur Stelle. Doch der kleine Bubi (Otto Waalkes) macht es sich zur Aufgabe, die glorreichen Sieben wieder zu vereinen.

Schneewittchen würde den kleinen Thronfolger gerne behalten (Foto: UIP) Großansicht

Schneewittchen würde den kleinen Thronfolger gerne behalten (Foto: UIP)

Das richtige Rezept

Never change a winning concept: Nachdem "7 Zwerge - Männer allein im Wald" 2004 überraschend fast sieben Millionen Comedyfans in den deutschen Kinos begeistern konnte, haben Otto Waalkes, Regisseur Sven Unterwaldt und Autor Bernd Eilert nicht nur die Startruppe aus Teil eins erneut versammelt, sondern setzen auch auf die bewährte Humorrezeptur.

Beim fröhlichen Zelebrieren von Gags rund um die Märchenwelt der Gebrüder Grimm ist auch wieder hinlänglich Raum für zahlreiche Gastauftritte großer Stars und kleiner Sternchen.

7 Zwerge - Der Wald ist nicht genug

Mit der Fortsetzung seines Comedy-Hits von 2004 setzt Sven Unterwaldt jetzt noch einen drauf und präsentiert noch mehr Märchen, noch mehr Filmzitate, noch mehr Komiker und noch mehr Gags.

Knapp sieben Millionen Zuschauer können nicht irren. Sven Unterwaldts Ensemble-Komödie "7 Zwerge - Männer allein im Wald" war einer der erfolgreichsten Filme des Jahres 2004 und wurde mit dem Deutschen Comedy Preis für die beste Kinokomödie ausgezeichnet. Kein Wunder, dass dieser Erfolg nach einer Fortsetzung schrie. Deshalb geht es nach seinem persiflierenden Ausflug in die Welt der Nibelungen mit "Siegfried", der 1,3 Millionen Besucher zog, wieder märchenhaft komisch zu bei Unterwaldt und seinem Team, das mit dem des Originals nahezu deckungsgleich ist. Auf erzählerischer Ebene hat man eine Art Fortsetzung des Schneewittchen-Märchens erfunden: Die eitle Königin (Nina Hagen) wurde von ihrem Thron gestoßen, im Palast residiert jetzt Schneewittchen (Cosma Shiva Hagen), die sich allein um ihren Sohn kümmern muss, weil sich der Hofnarr und Kindsvater (Atze Schröder) längst aus dem Staub gemacht hat. Als sei das nicht schon genug, fällt sie noch einer Intrige des ergrauten Haushofmeisters Spliss (Hans Werner Olm) zum Opfer, der im Tausch gegen ein paar blonde Locken ihr Kind an Rumpelstilzchen (Axel Neumann) verschachert hat. Jetzt ist es ausgerechnet an Bubi (Otto Waalkes), die anderen sechs Zwerge zusammen zu trommeln, um das Leben des Thronfolgers zu schützen. Dabei betreten sie durch Rüdiger Hoffmanns Spiegel auch eine ihnen fremde Welt, die aber ebenso wenig verraten werden soll wie die mannigfaltigen Auftritte von Gaststars, darunter auch Branchen-Größe Christoph Ott, der in einer Szene an Helge Schneiders Fischbude mit Ketchup bespritzt wird und sich darüber - allerdings mit synchronisierter Stimme - bitterlich beschwert. Kommen wir aber nun zu den Dingen, über die geschrieben werden darf: Unterwaldt hat für seine Fortsetzung also die monothematische Schneewittchen-Story verlassen und streckt diese mit Exkursen zu Rumpelstilzchen, Hänsel und Gretel, aber auch Pinocchio, den Olli Dittrich mit immer länger werdender Nase und einer schönen Wortspiel-Einlage gibt. Gleichzeitig frönt der Comedy-Regisseur, der sein Timing unter anderem beim Inszenieren von zwei Staffeln von "Alles Atze" verfeinerte, seiner Passion für das Kino an sich, was sich ja schon beim Untertitel durch die Verballhornung des James-Bond-Hits "Die Welt ist nicht genug" niederschlägt. Aber auch "Der Schuh des Manitu" - Sky Du Mont variiert seinen Zeitlupen-Auftritt als schwarzgekleideter Banditen-Boss (wiederum Bully Herbigs Hommage an Sergio Leone) - und "Harry Potter" - die Zwerge versuchen am Bahnhof auf Gleis 7 3/4 zuzusteigen -werden eifrig zitiert. Apropos Bahnhof. Unterwaldt, inzwischen auch als Werbeclip-Regisseur für "Kinder-Überraschung" aktiv, versteht es, Reklame für sich zu verwenden und verfremdet Oliver Pochers Media Markt-Slogan in "Lasst Euch nicht verarschen, vor allem nicht beim Gleis".

Es versteht sich von selbst, dass angesichts der Fülle von einzelnen, zum Teil durchaus originellen Ideen der Plot und andere Handlungsstränge dabei sträflich vernachlässigt werden. Doch der Zuschauer kommt gar nicht dazu, über dieses Manko nachzudenken, denn schon präsentiert Unterwaldt den nächsten Gag, zum Beispiel auch auf musikalischer Ebene, wenn er etwa den Hit des Originals "Hey Zwerge, hey Zwerge ho" noch einmal aufwärmt oder den Village People-Klassiker "Go West" und "Only You" von den Flying Pickets in zwei sehenswerten Passagen gagtechnisch aufbereitet. Und was beim letzten Mal schon funktionierte, das nimmt man gerne wieder. So hat das überlange Pferd ausgedient und wird durch ein siebensitziges Tandem ersetzt, während die Zipfelmützen je nach Gemütszustand des Trägers entweder schlapp und schlaff nach unten hängen oder steil und steif in die Höhe ragen. Alles in allem ist hier ganze Comedy-Arbeit geleistet worden, und das auch handwerklich auf bemerkenswert hohem Niveau. Echte Kinobilder für ein Kinopublikum, das diese "7 Zwerge" zweifellos zu einem weiteren Box-Office-Hit machen wird. lasso.

Darsteller:  Otto Waalkes   als Bubi
  Martin Schneider   als Speedy
  Ralf Schmitz   als Sunny
  Mirco Nontschew   als Tschakko
  Boris Aljinovic   als Cloudy
  Gustav Peter Wöhler   als Cookie
  Norbert Heisterkamp   als Ralfie
  Cosma Shiva Hagen   als Schneewittchen
  Nina Hagen   als Hexe
  Heinz Hoenig   als Brumboss
  Hans Werner Olm   als Spliss
  Christian Tramitz   als Jäger
  Rüdiger Hoffmann   als Spieglein an der Wand
  Axel Neumann   als Rumpelstilzchen
  Helge Schneider   als Der Weiße Helge
 
Regie:  Sven Unterwaldt jr.  
Buch:  Sven Unterwaldt jr.  
  Otto Waalkes  
  Bernd Eilert  
Musik:  Joja Wendt  
Kamera:  Peter von Haller  
Produzent:  Otto Waalkes  
  Bernd Eilert  
  Douglas Welbat  

Amis lieben "Borat"

Gleich am Startwochenende sicherte sich der naiv-dreiste TV-Reporter "Borat" Platz eins in den US-amerikanischen Kinocharts.

Hat gut lachen: Sacha Baron Cohen als TV-Reporter "Borat" (Foto: Kurt Krieger) Großansicht

Hat gut lachen: Sacha Baron Cohen als TV-Reporter "Borat" (Foto: Kurt Krieger)

Im Rennen um die Spitzenposition in den US-Kinocharts zog "Borat" alias Sacha Baron Cohen am Startwochenende souverän an Tim Allen als "Santa Clause 3" vorbei. Während die Satire um den schnauzbärtigen Kasachen 26,4 Millionen Dollar einspielte, fiel der dritte Aufguss der Weihnachtskomödie mit nur 20 Millionen Dollar Einspielergebnis hinter "Borat" zurück.

Das Ergebnis überrascht umso mehr, als Borat in nur 837 Kinosälen in Amerika gezeigt wurde, wohingegen "Santa Clause 3" in viermal mehr Kinos zu sehen war. Viele Kinobetreiber hatten sich nach der heftigen öffentlichen Kritik an der umstrittenen Satire dazu entschlossen, den Film nicht zu zeigen. Nach dem überwältigenden Startwochenende soll "Borat" nun aber doch in 2500 Kinos laufen.

Zwergenaufstand gegen "Borat"

In Deutschland konnten die "7 Zwerge" ihre Spitzenposition am Wochenende verteidigen. Aber auch bei uns lachen die Kinozuschauer über "Borat": Mit rund 300.000 Besuchern am Startwochenende sicherte sich Sacha Baron Cohen einen respektablen zweiten Platz.

Während sich der Satiriker noch über den Erfolg seiner Kunstfigur Borat freut, arbeitet er bereits an einem neuen Projekt. Cohen, der als dümmlicher Gangsta-Rapper Ali G bekannt wurde, möchte als Nächstes in der Rolle des "Bruno" über die Leinwand schweben. Der schwule österreichische Modejournalist ist den Fans seiner "Da Ali G. Show" bereits aus einigen TV-Sketchen bestens bekannt. Die Dreharbeiten sollen nächsten Sommer beginnen.

 

7 Zwerge - Der Wald ist nicht genug in der Fotoshow

 

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