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7 Zwerge - Männer allein im Wald

Komödie um die mit bekannten Comedians besetzte berühmte "Männer-WG", sehr frei nach den Brüdern Grimm.


7 Zwerge - Männer allein im Wald (Zipfel-Edition, 2 DVDs)

Kaufvideo

Erhältlich seit:
07.05.2005

Komödie

Deutschland 2004
Laufzeit: 91 Min.
FSK: o.A. (ohne Altersbeschränkung)

Otto Waalkes
Mirco Nontschew
Boris Aljinovic

Regie: Sven Unterwaldt jr.
Universal Pictures Germany

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Deutschlands Comedy-Elite garantiert unter der Regie von Sven Unterwaldt für coolen Wind im Märchenwald.

Idyllisch war das Männerleben, bis Schneewittchen kam (Foto: UIP) Großansicht

Idyllisch war das Männerleben, bis Schneewittchen kam (Foto: UIP)

Wehe, wenn sie auf das Publikum losgelassen, die deutschen TV-Komiker. Dann schütteln sie gerne sensationelle Millionenerfolge wie "(T)Raumschiff Surprise - Periode 1" oder "Der Wixxer" aus dem Ärmel. Solche Erfolge sind für Otto Waalkes seit "Otto - Der Film" nichts Neues.

Neu ist, dass er diesmal Kollegen zusammen trommelte, die bereit waren, sich eine Zipfelmütze aufzusetzen, um mit ihm die berühmteste Wohngemeinschaft der Märchenwelt zu verkörpern: 7 Zwerge - Männer allein im Wald.

Das frauenlose Ideal besteht eben so lange, bis die erste auftaucht: Schneewittchen (Cosma Shiva Hagen) sucht im Zwergenhaus Zuflucht vor der eitlen Königin (Nina Hagen).

Der Grund allen Übels: Schneewittchen (Foto: UIP) Großansicht

Der Grund allen Übels: Schneewittchen (Foto: UIP)

Background der Zwergen-Männer

"7 Zwerge - Männer allein im Wald" beweist: Auch Märchen können cool sein. Und sorgt dafür, dass die vielen Fragen, die von den Brüdern Grimm sträflich offen gelassen wurden, endlich die Antworten bekommen, die sie verdienen.

Wer mehr wissen möchte über die Vergangenheit der 7 Zwerge und wie es ihnen gelingt, Schneewittchen endlich zu einem neuen Märchenprinzen und einem alten Vater zu verhelfen, für den gibt es nur einen Weg: Über die sieben Berge und den Film ansehen!

7 Zwerge - Männer allein im Wald (Zipfel-Edition, 2 DVDs)

Bis "Bully" Manitu beschwor, war Otto der Größte. Nein, nicht Otto "Rehakles" Rehagel, Meistertrainer in griechischen Diensten, sonder Otto "der Außerfriesische", Otto, der Blödelbarde aus dem hohen Norden, der mit seinen Spielfilmen regelmäßig ein Millionenpublikum beglückte. So brachte es beispielsweise "Otto - Der Film" 1985 auf knapp neun Millionen Besucher. Wurden solche Zahlen später auch nicht mehr erreicht, blieb Otto dennoch ein Publikumsmagnet. Seinen bislang letzten Kinoauftritt, "Otto - Der Katastrofenfilm", beklatschten 2000 immer noch mehr als eine Million Fans. Und die werden sich seine aktuelle Märcheninterpretation wohl nicht entgehen lassen.

Als einer der sieben Zwerge lebt Bubi alias Otto unter Oberzwerg Brummboss friedlich hinter den sieben Bergen. Jenseits der Steinbrücke, tief im so genannten Unterwaldt - Sven Unterwaldt zeichnet als Regisseur sowie, neben Otto Waalkes und Bernd Eilert, als Koautor verantwortlich -, frei von dominanter, besserwisserischer Frauengesellschaft, lassen's die Herren unter ihren kleidsamen Zipfelmützen ruhig angehen. Gegessen wird vegetarisch, den wenigen Befehlen des Chefs - gegen sein Image besetzt: Heinz Hoenig - Folge geleistet und im übrigen Fünf gerade sein gelassen. Bis eines Tages das schöne Schneewittchen an die Tür der Männer-WG klopft und Unterschlupf begehrt. Da ist es plötzlich vorbei mit dem "Frauen - nein danke!". Da richten sich die Zipfelmützen steif, pardon steil auf - außer beim Brummboss (das Alter vielleicht?) -, da ist plötzlich allgemeiner Waschtag angesagt und jeder der Herren versucht sich ins rechte Licht zu setzen. Die Hütte wird aufgemöbelt, Schneewittchens Hälfte in schickem Rosa gestrichen. Gemütlich soll sie's haben, diese edle Maid, die zur Freude aller - mit Ausnahme des Kochzwergs Cookie - endlich den Speiseplan mit deftig-knackigen Bratwürstchen (Deutschländer oder Brutzler?) aufwertet. Doch die Idylle währt nur kurz. Dann ist das Schneewittchen wieder weg, entführt von der bösen Königin, die es nicht dulden kann, nicht die Schönste im Land zu sein.

Otto trifft die Gebrüder Grimm - und sorgt für jede Menge Waalk'sches Chaos. Da reimt sich Flokati auf Party, dienen leichte Schläge auf den Hinterkopf als Motivationsschub und darf auch so manch grobe Zote nicht fehlen. Otto hat pausiert, Luft geholt, Deutschlands Comedy-Elite um sich versammelt und "Bully" Herbig auf seine Facon Kontra gegeben. Wie bei "(T)Raumschiff Surprise: Periode 1" oder "Der Wixxer" ist auch bei dieser, nicht nur für deutsche Verhältnisse aufwändigen Studioproduktion die Story ein bloßer Leitfaden, eine Richtschnur für eine Abfolge, eine Aneinanderreihung von Gags. Die zünden verschieden gut und verschieden laut, zielen auf ein möglichst breites Publikum. Während die Kleinen über simplen Slapstick, die Tölpelhaftigkeit der Zwerge lachen können, darf sich die Harald-Schmidt-Gemeinde über einen Kurzauftritt ihres Meisters freuen und dessen Ex-Kapellmeister Helmut Zerlett hoch oben auf den Burgzinnen in die Tasten des Keyboards greifen. Gleichzeitig reißt Atze Schröder als Hofnarr Witze über Schwarzhaarige statt Blondinen, spielt Helge "Doc" Schneider mit Schalk in den Augen das Orakel - "Herr der Ringe" lässt grüßen - und liefern sich die Hagens, Mama Nina und Töchterchen Cosma Shiva, einen schrillen, ungleichen Zickenkampf.

Das Spiel mit Klischees, die Variation des Altbekannten, das ist Ottos Spezialität. Darauf setzt er in "7 Zwerge - Männer allein im Wald", wie auch auf Nonsens, Kalauer und Wortverdreher, das "Zitieren" von Blockbustern. Comedy pur wird hier geboten und jedem Zuschauer sein ganz persönlicher Liebling. Ein simples Rezept. Altbekannt - vielleicht. Aber auch überaus erfolgsversprechend.geh.

7 Zwerge - Männer allein im Wald (Zipfel-Edition, 2 DVDs)

Da lebten sieben Zwerge fröhlich in einem finsteren Wald frei von jenem Wesen, die einem bekanntlich jeden Spaß verderben können: Frauen. Bis zu dem Tag, an dem Schneewittchen kommt, und aus der Männerselbsthilfegruppe eine Frauenbefreiungstruppe wird, als die Prinzessin von der bösen Königin entführt wird ...

Quelle: Universal Pictures

Darsteller:  Otto Waalkes   als Bubi
  Mirco Nontschew   als Tschakko
  Boris Aljinovic   als Cloudy
  Markus Majowski   als Cookie
  Heinz Hoenig   als Brummboss
  Martin Schneider   als Speedy
  Ralf Schmitz   als Sunny
  Cosma Shiva Hagen   als Schneewittchen
  Nina Hagen   als Böse Königin
  Hans Werner Olm   als Spliss
  Atze Schröder   als Hofnarr
  Christian Tramitz   als Jäger
  Rüdiger Hoffmann   als Spiegel
  Otto Waalkes   als Bubis Mutter
  Otto Waalkes   als Bubis Vater
  Markus Majowski   als Cookis Mutter
  Norbert Heisterkamp   als 8. Zwerg
  Mavie Hörbiger   als Rotkäppchen
  Helge Schneider   als Der weisse Helge
  Hilmi Sözer   als Torwächter
  Harald Schmidt   als Besucher
  Tom Gerhardt   als 1. Wache
  Antonio Monfort   als Neger
  Otto Waalkes   als Fanfarenbläser
  Horst Tomayer   als Fanfarenbläser 2
  Okko Bekker   als Fanfarenbläser 3
  Till Hoheneder   als 2. Wache
  Katharina Beissel   als Frau Dr. Billerbeck
  Helmut Zerlett   als Dirigent
  Douglas Welbat   als Vollstrecker
  Markus Hoffmann   als Schwule Wache
  Lena Amende   als Speedys Freundin
  Doris Hasslinger   als Alter Dame
  Isolde Gündisch   als Zofe
  Corinne Courlet   als Zofe
  Aranka Kosowksi   als Zofe
  Andrea Furrer   als Zofe
  Nadine Langholz   als Zofe
  Holger Franke   als Wache
  Heike Rosenbaum   als Zofe
  Anne Hild   als Magd
  Swantje Raettig   als Magd
  Holger Franken   als Wache
  Jan Drobeck   als Wache
  Rafael Kozyra   als Wache
  Nikolas Abs   als Wache
  Olaf Jacobs   als Wache
  Roger Gracher   als Wache
  Ansgar Döhmen   als Lakai
  Tomek Grochoki   als Wache
  Fabian Sack   als Wache
  Christoph Burgstedt   als Lakai
  Florian Poetsch   als Lakai
  Philippe Siepen   als Lakai
 
Regie:  Sven Unterwaldt jr.  
Buch:  Otto Waalkes  
  Bernd Eilert  
  Sven Unterwaldt jr.  
Musik:  Joja Wendt  
Kamera:  Jo Heim  
Produzent:  Otto Waalkes  
  Bernd Eilert  
  Douglas Welbat  

Kleine Männer ganz groß

Komödien made in Germany sind "in". Das beweist im Augenblick auf eindrucksvolle Weise der Kinohit "7 Zwerge".

Wenn das kein Grund zum Feiern ist: Otto präsentiert stolz den Goldenen Bogey (Foto: EMV) Großansicht

Wenn das kein Grund zum Feiern ist: Otto präsentiert stolz den Goldenen Bogey (Foto: EMV)

Was kommt dabei heraus, wenn Deutschlands liebster Blödelbarde eine ganze Horde nicht minder talentierter Spaßmacher um sich schart? Im Fall von "7 Zwerge - Männer allein im Wald" ein sensationeller Kinoerfolg. Innerhalb von nur zehn Tagen konnte das "etwas andere" Märchen bereits sagenhafte drei Millionen Kinobesucher verzeichen. Für dieses Ergebnis wurden die Macher am Sonntag gleich doppelt geehrt.

Die Fachzeitschrift "Blickpunkt: Film" verlieh den begehrten Goldenen Bogey, eine Auszeichnung für herausragende Besucherzahlen. Zusätzlich wurde von Andreas Kramer, dem Geschäftsführer des Hauptverbands Deutscher Filmtheater, die Goldene Leinwand überreicht.

Ja ist denn heut' schon Weihnachten?

Die leicht verfrühte Bescherung kam indes selbst für die Zwerge so überraschend, dass es nicht alle in die Ostfriesen-Metropole Emden zur feierlichen Verleihung schafften. Naturgemäß hatte es Zwerg Bubi alias Otto Waalkes nicht allzu weit in seine Heimatstadt und konnte als erster erscheinen, auch Ralf Schmitz und Norbert Heisterkamp fanden rechtzeitig den Weg. Letzterer hatte auch noch Regisseur Sven Unterwaldt im Schlepptau, der sich diese Ehrung selbstverständlich nicht entgehen lassen durfte.

Zwerg Speedy hingegen machte seinem Namen wieder einmal alle Ehre: Martin Schneider traf als Letzter ein, aber auch für ihn fand sich noch ein Plätzchen. Der Rest der Truppe war leider verhindert, doch vielleicht gibt es ja bald wieder Grund zu feiern: Ein Ende des Besucheransturms ist jedenfalls noch lange nicht abzusehen.

 

7 Zwerge - Männer allein im Wald (Zipfel-Edition, 2 DVDs) in der Fotoshow

 

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