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8 Frauen

Herrlich bonbonfarbenes Musical, in dem acht Frauen in einem eingeschneiten Haus als Mörder des Hausherren in Frage kommen.


8 Frauen

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Erhältlich seit:
03.04.2009

Originaltitel: 8 femmes

Komödie/ Musical

Frankreich 2002
Laufzeit: 106 Min.
FSK: ab 12

Catherine Deneuve
Isabelle Huppert
Emmanuelle Béart

Regie: François Ozon
Universum Film

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Ein Mord und acht potenzielle Täterinnen: Catherine Deneuve und Co. lassen's in dieser Krimi-Komödie krachen.

Jede der drei könnte die Mörderin sein

Jede der drei könnte die Mörderin sein

Verloren im Schnee tiefster Provinz ein Haus, das entfernt an "Psycho" erinnert. Draußen weit und breit Ödnis, drinnen Zeter und Mordio und Mord. Frankreichs Top-Schauspielerinnen geben sich ein Stelldichein. Schon Namen wie Catherine Deneuve, Fanny Ardant, Isabelle Huppert oder Emmanuelle Béart zergehen auf der Zunge.

Während die Damen - von der trinkfesten Großmama über die elegante Hausherrin und deren Töchter bis zur liebestollen Schwägerin und den Dienstbotinnen - sich wie Panther umkreisen und Bösartigkeiten an den Kopf werfen, liegt der Pater Familias dahingemeuchelt im Kämmerlein.

Wer war's? Das Oktett taumelt von einem hysterischen Anfall in den nächsten. Genüsslich werden die dunklen Flecken auf der weißen Weste des Lebens ans Tageslicht gezerrt - peinliche Affären, lesbische Beziehungen, knallharte Erpressungen, hinterhältige Intrigen.

Die wilden Weibsbilder kennen kein Pardon, toppen sich in Heimtücke und falscher Herzlichkeit. Wehe wenn sie losgelassen. Bei diesem perfiden Kabinettstückchen von François Ozon würde sogar Agatha Christie vor Neid erblassen.

8 Frauen

Es gibt nichts, was François Ozon gegenwärtig nicht kann. Nur ein Jahr nach seinem schneidend scharfen Drama "Unter dem Sand" legt das französische Wunderkind ein wunderbar leichtes Musical in der Tradition von Jacques Demy vor, das er als leicht überkandideltes Boulevard-Theaterstück inszenierte. Agatha Christie lässt ebenso grüßen wie Douglas Sirk, wenn Ozon im bonbonfarbenen Defilé der weiblichen französischen Superstars genau ihnen lustvoll und gut gelaunt ein Denkmal setzt, das es in sich hat. Fazit des mit immer unglaublicheren Handlungswendungen aufwartenden Whodunnits: Acht Frauenzimmer treiben auch den stärksten Mann unweigerlich in den Tod.

Deneuve! Ardant! Huppert! Béart! Ledoyen! Darrieux! Schwerste Geschütze fährt Ozon auf in seinem keck mit Klischees und dollen Einfällen spielenden Familiendrama, das mit seinen supersatten Farben und der betont antiseptischen Artifizialität einer Studiohallenproduktion auf eine längst ausgestorbene Variante des Starkinos verweist, wie es in den fünfziger Jahren gepflegt wurde. Nach einer kurzen Kamerafahrt durch eine verschneite Landschaft darf noch ein kleines Rehkitz ins Innere eines Landsitzes blinzeln, als wäre es geblendet vom Aufmarsch der Megastars. Dann geht es schon hinein ins Innere. Der Ton ist etabliert, die Bühne ist bereitet. Vorhang auf, jetzt übernehmen die Damen das Steuer: Die mondäne Matriarchin hat ihre im Internat studierende Tochter am Bahnhof abgeholt und zurück ins Herrenhaus geholt, wo ihre Großmama, ihre unternehmungslustige kleinere Schwester und ihre Tante, das zickige, biestige, verklemmte Mauerblümchen Augustine, auf sie warten. Dazu gesellen sich eine Mamsell mit Geheimnis und ein neues, durchtriebenes Zimmermädchen, sowie wenig später die verruchte Schwester des Hausherren, dessen ermordete Leiche Startschuss für einen hinreißenden Reigen gibt: Eine der acht Frauen muss die Täterin sein. Von der Außenwelt abgeschnitten, wollen sie selbst den Fall aufklären. Während jede der Damen die Gelegenheit erhält, solo einen Chanson vorzutragen, fördern die Recherchen auch allerhand weitere Geheimnisse ans Tageslicht: In bester "Mord im Orient-Express"-Manier haben alle Beteiligten Leichen im Kleiderschrank. Lesbische Beziehungen, Affären, Erpressungen, Betrug, Verrat, Mord, Geständnisse und mühsam unterdrückte Emotionen und Bedürfnisse, die mit Macht nach Außen drängen, lassen die Handlung im Minutentakt in immer neue und noch groteskere Richtungen steuern. Höhepunkt ist natürlich der Catfight der Grandes Dames Deneuve und Ardant, der in einem der unglaublichsten Küsse der Filmgeschichte mündet. Aber auch Hupperts Wandlung vom Mauerblümchen zum Ultravamp ist eine unvergessliche Perle, wie überhaupt alle Damen des Ensembles mit ihren archetypischen, wie der Film selbst leicht überzogenen Rollen glänzen dürfen. Traumhaft sicher werden sie von Ozon bis zur abschließenden gemeinsamen Verbeugung vor dem Publikum durch ein regelrechtes Minenfeld der Begehrlichkeiten gesteuert, in dem der Regisseur auch sexual politics oder Disfunktionalität nicht ausklammert und einen reizvollen modernen Kontrapunkt zur altmodischen Plüschigkeit der Inszenierung setzt. Wer einen Bären will in Berlin, der muss erst einmal an diesen acht Frauen vorbei - wie der einzige Mann im bösen Spiel beweist, womöglich ein Ding der Unmöglichkeit. ts.

8 Frauen

Frankreich in den 50ern: In einer verschneiten Villa trifft sich eine Großfamilie, um die Weihnachtstage miteinander zu verbringen. Doch anstatt der trauten Bescherung findet man das Familienoberhaupt ermordet unter dem Weihnachtsbaum. Die Mörderin kann sich nur unter den 8 Frauen befinden, die dem Mann am nächsten standen... 8 Frauen, jede ist verdächtig, jede hat ein Motiv, jede birgt ein Geheimnis. Sie sind schön, temperamentvoll, intelligent, sinnlich und gefährlich. Eine von ihnen ist schuldig, aber welche ist es?

Quelle: Universum Film

- Audiokommentar des Regisseurs und der Schauspielerinnen
- Making Of
- Trailer

Quelle: Universum Film

Darsteller:  Catherine Deneuve   als Gaby
  Isabelle Huppert   als Augustine
  Emmanuelle Béart   als Louise
  Fanny Ardant   als Pierrette
  Virginie Ledoyen   als Suzon
  Danielle Darrieux   als Mamy
  Ludivine Sagnier   als Catherine
  Firmine Richard   als Madame Chanel
  Dominique Lamure   als Ehemann Marcel
 
Regie:  François Ozon  
Buch:  François Ozon  
  Marina de Van  
Musik:  Krishna Levy  
Kamera:  Jeanne Lapoirie  
Produzent:  Olivier Delbosc  
  Marc Missonnier  
 

8 Frauen in der Fotoshow

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Features

 

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Catherine Deneuve

Die schönste Frau Frankreichs, die Sphinx mit der Aura der Unnahbarkeit - mit dem makellosen Äußeren, mit dem Flair der Verruchtheit...

 

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Isabelle Huppert

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