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8 Mile

Der erste Filmauftritt von Hip-Hop-Megastar Eminem: Ein weißer Rapper muss sich in Detroit gegen seine schwarze Konkurrenz behaupten.


8 Mile (Rolling Stone Music Movies Collection)

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Erhältlich seit:
18.09.2009

Drama

USA 2002
Laufzeit: 106 Min.
FSK: ab 12

Eminem
Kim Basinger
Mekhi Phifer

Regie: Curtis Hanson
STUDIOCANAL Home Entertainment Germany

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Kann er oder kann er nicht... schauspielern? In seiner ersten Kinorolle gewinnt Eminem haushoch als HipHopper.

Eminem beweist als Nachwuchs-Rapper Jimmy schauspielerische Qualität (Foto: UIP) Großansicht

Eminem beweist als Nachwuchs-Rapper Jimmy schauspielerische Qualität (Foto: UIP)

Er ist großartig: als Selbstdarsteller, HipHopper und Provokateur. Jetzt hat Eminem auch noch das Kino erobert und nicht wenige seiner Kritiker haben gehofft, dass sich das berüchtigte Großmaul damit übernehmen würde.

Sie werden enttäuscht sein: In "8 Mile", soviel ist sicher, hat Eminem den Auftritt seines Lebens. Entscheidend dabei ist alleine die erschütternde Glaubwürdigkeit, die natürliche Präsenz, mit der er in diesem Film den Musiker Jimmy Smith Jr. verkörpert.

Der rappt sich Mitte der 90er Jahre in der heruntergekommenen Industriemetropole Detroit bei HipHop-Wettbewerben in kleinen Clubs von ganz unten nach oben.

Jimmy hat Probleme mit seiner Mutter (Foto: UIP) Großansicht

Jimmy hat Probleme mit seiner Mutter (Foto: UIP)

Fast wie im richtigen Leben

Eine Geschichte, die Parallelen aufweist mit dem Anfang des märchenhaften Aufstiegs des im Trailer Park aufgewachsenen Marshall Mathers alias Eminem.

Oscar-Preisträger Curtis Hanson ("L.A. Confidential") ist ein bewegendes, bildgewaltiges Epos über den amerikanischen Traum gelungen, das den hohen Erwartungen in jeder Hinsicht gerecht wird - auch bei den mit Kim Basinger und Brittany Murphy perfekt besetzten Nebenrollen.

Ein Film über die Wurzeln und die explosive Kraft des HipHop - so faszinierend, dass er in den USA auch weit über den Eminem-Fankreis hinaus mit Begeisterung aufgenommen wurde. Und das völlig zu Recht.

8 Mile (Rolling Stone Music Movies Collection)

Rapstar Eminem stiehlt allen die Show! Mit seinem Filmdebüt in dem semiautobiografischen Underdog-Drama bricht der kontroverse Rapper, dem oft Frauenfeindlichkeit und Homophobie in seinen Liedertexten vorgeworfen werden, etliche Rekorde. So verbucht er mit 51,2 Mio. Dollar den bislang besten Start für einen Musikstar und das zweitbeste Ergebnis eines Films mit R-Rating überhaupt. Gleichzeitg befindet sich der Soundtrack an der Spitze der Charts - ein Doppelerfolg, den zuletzt Kollegin J.Lo verbuchen konnte.

Dabei hatte Eminem starke Hilfe im Rücken: Im Musikbereich ist Überproduzent Dr. Dre sein Mentor, und sein unbestreitbares schauspielerisches Talent wird jetzt vom renommierten Regisseur Curtis Hanson ("L.A. Confidential", "Die Wonder Boys") zu Tage gefördert. Dank seiner versierten Inszenierung wird dieser inspirationsreichen "Rocky"-meets-Rapper-Story ein immenses Crossover-Appeal verliehen. Auch hinter den Kulissen findet sich mit Produzent Brian Grazer ("A Beautiful Mind") ein kommerzielles Schwergewicht im Dienst der für 41 Mio. Dollar realisierten Produktion. Weniger erfolgsverwöhnt war bislang hingegen Drehbuchautor Scott Silver, der mit "The Mod Squad" einen Flop hinter sich hat. Doch gerade weil er erklärtermaßen wieder etwas gut zu machen hatte, wurde er von den Filmemachern engagiert. Bezeichnenderweise zieht sich das Motiv, sich entgegen aller Hindernisse zu beweisen, als roter Faden durch die Story. Lose auf Eminems Leben basierend, ist Protagonist Jimmy "Rabbit" Smith ein weißer Rapper, der von ganz unten kommt und es in einer von Afroamerikanern dominierten Branche schaffen will. Angeknüpft wird im Jahr 1995 mit einem "Rap-Gefecht" in einem Underground-Club in Detroit. Rabbit hat jedoch so großes Lampenfieber, dass er sich übergibt und ihm buchstäblich die Worte im Hals stecken bleiben. Seine multikulturelle Clique von guten Freunden, allen voran Rapbattle-MC Future (Mekhi Phifer aus "O") glauben dennoch fest an ihn. Rabbits Selbstbewusstsein wird einer schweren Prüfung unterzogen. Da er sich von seiner Freundin getrennt hat, muss er wieder zu seiner alkoholabhängigen Mutter (Kim Basinger, Welten entfernt von ihrer Rolle in "L.A. Confidental") in den Trailerpark ziehen, die zu allem Überfluss auch noch mit einem ehemaligen Mitschüler von ihm angebandelt hat - eine Schmach, die von Rabbit und Future in einer hinreißend witzigen Rapimprovisation zu "Sweet Home Alabama" verarbeitet wird. Als Lichtblick in seinem trostlosen Leben mit Fließbandjob, heruntergekommenen Domizil, miserablem Familienleben und Handgreiflichkeiten mit der rivalisierenden Gruppe von priviligierten schwarzen Rappern, erweist sich seine Spontanbeziehung zu der eigenwilligen Alex (Brittany Murphy aus "Sag kein Wort"). Auch sie glaubt fest an sein Talent, und dieser Glaube und seine Wut über ihre Untreue lassen ihn beim finalen Showdown schließlich seine eigene Stimme finden und entgegen aller Erwartungen den regierenden Rapchampion entthronen.

Hanson arbeitet bei der Inszenierung der Rap-Gefechte stark mit Boxring-Symbolik. Ein berühmtes Zitat vom berüchtigten "Großmaul" Muhammad Ali wird zudem eingeflochten, eine Art Hommage an den Urvater des Raps. Mit Ali hat Eminem zumindest zweierlei gemein: ein Flair für Worte als Waffen und Charisma. In den Rapszenen ist er absolut in seinem Element, aber er zeigt auch eine sympathische Verletzlichkeit und Einfühlsamkeit, wobei die ihn umgebende, exzellente Darstellerriege hilfreich war. Hanson lotet die Trostlosigkeit (sämtliche Locations sind verwahrlost und rufen mit ihren braunen Farbtönen Assoziationen mit einer Kloake wach) mit der richtigen Dosis Humor aus. Damit wird das Abrutschen in melodramatische Gefilde stets clever umschifft, und trotz einer im Prinzip formelhaften Aufstiegsstory gelingt es dem Regisseur, auf Klischees zu verzichten. Der Titel "8 Mile" bezieht sich zwar auf die geographische sowie symbolische Grenze zwischen dem weißen und schwarzen Getto in Detroit, dennoch sind die Animositäten im Film weniger auf Rassen-, denn auf Klassenkonflikten aufgebaut. ara.

8 Mile (Rolling Stone Music Movies Collection)

"8 Mile" zeigt eine Woche aus dem Leben einer Gruppe junger Menschen in der Vorstadthölle Detroits - und ihre Versuche, daraus zu entkommen. Für Jimmy "Rabbit" Smith Jr. ist Hip Hop die einzige Möglichkeit, aus seinem tristen Leben zwischen Langeweile und Gewalt auszubrechen. Er weiß, dass seine Texte das Zeug dazu haben - wenn er es schafft, seine Wut für seine Musik zu nutzen und sich der Herausforderung zu stellen.

Quelle: Studiocanal

Making of, "Battle Rhyme for Reel Time" Aufnahmen von einem Freestyle Battle, Musik von "8 Mile", DVD-Rom-Part, Musikvideo "Superman", Kino-Trailer, Trailer
Making of, "Battle Rhyme for Reel Time" Aufnahmen von einem Freestyle Battle, Musik von "8 Mile", DVD-Rom-Part, Musikvideo "Superman", Kino-Trailer, Trailer

Quelle: Studiocanal

Darsteller:  Eminem   als Jimmy
  Kim Basinger   als Stephanie
  Mekhi Phifer   als Future
  Brittany Murphy   als Alex
  Evan Jones   als Cheddar Bob
  Omar Benson Miller   als Sol George
  De'Angelo Wilson   als DJ Iz
  Eugene Byrd   als Wink
  Taryn Manning   als Janeane
  Michael Shannon   als Greg Buehl
  Chloe Greenfield   als Lily
  Anthony Mackie   als Papa Doc
 
Regie:  Curtis Hanson  
Buch:  Scott Silver  
Musik:  Dr. Dre  
  Eminem  
  Jay-Z  
  Kid Rock  
  Xzibit  
Kamera:  Rodrigo Prieto  
Produzent:  Brian Grazer  
  Curtis Hanson  
  Jimmy Iovine  

Sieben Jahre für "Prinz der Raubkopierer"

Johnny Ray Gasca, in den USA als "Prinz der Raubkopierer" zu einem gewissen Ruhm gelangt, wurde von einem kalifornischen Bezirksgericht zu sieben Jahren Haft verurteilt.

Abgefilmt: "Die Wutprobe" war einer der Filme, die von Johnny Ray Gasca illegal verbreitet wurden Großansicht

Abgefilmt: "Die Wutprobe" war einer der Filme, die von Johnny Ray Gasca illegal verbreitet wurden

Johnny Ray Gasca, in den USA als "Prinz der Raubkopierer" zu einem Gewissen Ruhm gelangt, wurde vom Bezirksgericht Los Angeles zu sieben Jahren Haft verurteilt. Wie die "L.A. Times" berichtet, habe die Staatsanwaltschaft zehn Jahre gefordert, die Klägerseite zeigte sich mit dem Urteil jedoch zufrieden. Die Verurteilung Gascas zu einer langjährigen Haftstrafe gilt als Meilenstein im Kampf der Filmstudios gegen Piraterie, handele es sich doch um die erste Person, die in den USA wegen Abfilmens in Kinos vor Gericht gestellt wurde. Die "L.A. Times" bezeichnet Gasca denn auch als "Antipiraterie-Posterboy der Industrie".

Gasca wurde zuvor für schuldig befunden, in den Jahren 2002 und 2003 die Filme "Die Wutprobe", "The Core - Der innere Kern" und "8 Mile" im Kino abgefilmt und anschließend einen florierenden Handel mit den Raubkopien aufgezogen zu haben. Tagebucheintragungen förderten zutage, dass Gasca bis zu 4500 Dollar in der Woche mit dem Verkauf der Raubkopien verdient hatte. Das Gericht befand den mittlerweile 36-Jährigen auch der Verschwörung, Nutzung falscher Identitäten, Zeugenbeeinflussung und Flucht für schuldig. Gasca hatte Anfang 2004 in Anwesenheit seines Anwalts erfolgreich einen Fluchtversuch gestartet und konnte erst über ein Jahr später wieder gefasst werden.

 

8 Mile (Rolling Stone Music Movies Collection) in der Fotoshow

 

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