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8MM - Acht Millimeter

Düsterer Thriller um das Tabuthema Snuff-Movie und die Abgründe der menschlichen Seele mit Nicolas Cage.


8MM - Acht Millimeter

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Erhältlich seit:
02.11.1999

Originaltitel: 8MM

Drama/ Thriller

USA 1998
Laufzeit: 118 Min.
FSK: nicht unter 18

Nicolas Cage
Joaquin Phoenix
James Gandolfini

Regie: Joel Schumacher
Sony Pictures Home Entertainment (SPHE)

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8MM - Acht Millimeter

Ein 8-Millimeter-Pornofilm zeigt die Ermordung eines jungen Mädchens. Mrs. Christian, die das Video im Nachlaß ihres Mannes gefunden hat, beauftragt den Privatdetektiv Tom Welles, herauszufinden, ob die Szene gestellt oder real ist. Welles läßt sich von dem Sexshop-Verkäufer Max in die Hardcore-Szene von L.A. einführen, doch die Recherche verläuft ergebnislos. Eher durch Zufall kommt er dem Porno-Produzenten Eddie Poole auf die Spur, in dessen Filmen ein Darsteller mitwirkt, der auch in dem gesuchten Video zu sehen ist...

Joel Schumacher ("Falling Down") gelang ein eiskalter, verstörender Thriller über eines der letztes Tabus unserer Gesellschaft: Mord als sexuelles Stimulans. Die durchdachte, reife und spannende Story stammt aus der Feder von "Sieben"-Drehbuchautor Andrew Kevin Walker, der hier ebensowenig Kompromisse macht wie bei dem Brad-Pitt-Hit. Ihre Entsprechung auf optischer Ebene findet die düstere Geschichte in fiebrigen, dunklen Bildern und einer apokalyptischen Ausstattung, die ihresgleichen sucht. Nicolas Cage und Joaquin Phoenix ("To Die For") brillieren in den Hauptrollen dieses aufregenden Schockers.

8MM - Acht Millimeter

Sechs Jahre nach "Falling Down" wagt Batman- und Grisham-Spezialist Joel Schumacher mit einem infernalischen Update von Paul Schraders "Hardcore" erneut einen Blick in die Abgründe der menschlichen Seele und auf die Kehrseite des amerikanischen Traumes. Unverkennbar stammt der Stoff aus der Feder von "Sieben"-Autor Andrew Kevin Walker, der die kompromißlos-deprimierende Thriller-Geschichte um die Ursprünge eines Snuff-Filmes (Gewaltpornographie, in der tatsächlich ein Mensch vor laufender Kamera getötet wird) einmal mehr mit katholischem Themenkatalog und religiöser Symbolik versah und Nicolas Cage die Bühne bereitet für die unter die Haut gehende Darstellung eines gefallenen Engels.

In "Hardcore" begab sich George C. Scott als konservativer Geschäftsmann in den Sumpf der kalifornischen Pornoszene, nachdem er seine vermißte Tochter als Akteurin in einem Pornofilm entdeckt hatte. Schumacher und Walker variieren das Thema, ersetzen die Kritik an der Kommerzialisierung des Sex mit einer Sinnsuche nach der Antriebsfeder für Lust an Gewalt und Mord, bereichern sie um reißerische Thrillerelemente und schicken Nicolas Cage als rechtschaffenen Privatdetektiv und Familienvater geradewegs ins Fegefeuer: Von der Witwe eines Millionärs angeheuert, die im Nachlaß ihres Mannes das Unikat eines Super-8-Filmes entdeckt, auf dem zu sehen ist, wie ein Mädchen von einem Mann in einer Ledermaske buchstäblich abgeschlachtet wird, soll dieser Tom Welles nun herausfinden, ob der Film authentisch ist und wer das Mädchen war. Die Ermittlungen führen in die superextreme Hardcore-Szene der Metropolen, in der jede Perversion bedient wird, wenn der Preis stimmt - eine Vorhölle, in der abartige Typen wie der schmierige Produzent Poole (James Gandolfini) und der bizarre Schock-Künstler Dino Velvet (Peter Stormare als diabolische Inkarnation von New Yorker Undergroundfilmern wie Nick Zedd oder Richard Kern) wie Unkraut gedeihen. Mit dem jungen Sexshopangestellten Max (Joaquin Phoenix) als eine Art Sadomaso-Charon an seiner Seite wagt der Detektiv den Abstieg in diesen Gewalthades, aus dem es schließlich nur bedingt eine Rückkehr geben wird.

Verdammnis, Sühne und Erlösung sind die Themen, die Autor Walker in seinem düsteren Höllentrip auf die Schattenseite der menschlichen Existenz bewegen. Wie schon in "Sieben" läßt er seinen Helden überleben, aber ein Gewinner kann er nicht sein. Seine Konfrontation mit der Essenz des Bösen hinterläßt ihn als gebrochenen Mann, der Schuld auf sich laden muß und nie wieder in die Normalität zurückkehren kann. Konsequenter, getriebener und erbarmungsloser erzählt in Hollywood gegenwärtig niemand seine Geschichten, und nicht einmal der stets um Mainstream-Kompatibilität bemühte Joel Schumacher kann die Wucht dieses gemeinen Magenhiebes mindern, der den Zuschauer wie seinen Protagonisten im Regen stehen läßt. Zwar mindern Schumachers hinlänglich bekannte Overkill-Ambitionen im Ausstattungsbereich und unnötige Bemühungen um Popreferenzen die Wirkung des ansonsten so eiskalt auf Effekt ausgerichteten Deproschockers, aber Nicolas Cages mutiges Porträt eines ehrlichen Mannes, der bei der Suche nach den Ursprüngen der Mordlust des Menschen die eigenen finsteren Instinkte aus dem Schlummer erweckt, macht "8MM" nicht nur stets sehenswert, sondern auch dann noch faszinierend charakterorientiert, wenn die 9-MM-Schußwaffen sprechen. Sicher kein typisches Blockbuster-Projekt im klassischen Sinne, dürften dieser harte Einblick in eine beklemmende Halbwelt dank der Popularität seines Hauptdarstellers und seiner letztlich beachtlichen Konsequenz beim Kinogänger auf die nötige Resonanz stoßen. ts.

Darsteller:  Nicolas Cage   als Tom Welles
  Joaquin Phoenix   als Max California
  James Gandolfini   als Eddie Poole
  Peter Stormare   als Dino Velvet
  Anthony Heald   als Longdale
  Chris Bauer   als Machine
  Catherine Keener   als Amy Welles
  Myra Carter   als Mrs. Christian
  Amy Morton   als Janet Mathews
  Jenny Powell  
  Anne Gee Byrd  
  Jack Betts  
  Luis Oropeza  
  Rachel Singer  
  Don Creech  
  Norman Reedus  
 
Regie:  Joel Schumacher  
Buch:  Andrew Kevin Walker  
Musik:  Mychael Danna  
Kamera:  Robert Elswit  
Produzent:  Jeff Hofflund  
  Gavin Polone  
  Joel Schumacher  

Neues von Superman

Wird bald Vater eines Superhelden: <br />Anthony Hopkins

Wird bald Vater eines Superhelden: <br />Anthony Hopkins

Die Verfilmung des neuen "Superman" nimmt immer konkretere Formen an.

Leinwand-Ikone Anthony Hopkins spielt den Vater von Superman. Ein alter Bekannter des Superstars wird den Regie-Stuhl besetzen: Brett Ratner hat mit dem Hollywood-Veteran schon in "Roter Drache" zusammengearbeitet, der gegen Ende des Jahres in die Kinos kommen wird.

Jetzt stellt sich nur noch die Frage, wer die Rolle des Superhelden vom Planeten Krypton übernehmen wird. Sowohl "Matrix"-Beau Keanu Reeves als auch der "8MM"-Mann Nicolas Cage wurden als heiße Kandidaten gehandelt.

Nach einem Interview von Ratner ist aber klar: Keiner der beiden renomierten Superstars hat eine Chance: "Ich möchte keinen bekannten Schauspieler als Superman haben. Um ehrlich zu sein: Ich will ein vollkommen unbekanntes Gesicht. Ich weiß, dass Nicolas Cage schon immer den Superhelden spielen wollte, aber jetzt ist er wirklich zu alt dafür."

Der Macher von "Rush Hour 2" äußerte sich aber auch zu den Gerüchten um eine mögliche Verfilmung von "Batman VS. Superman":

"Den Film wird es nicht geben. Das Geld für die Produktion wird nämlich in mein Projekt gesteckt. Wie soll denn so ein Film überhaupt aussehen. Soll Superman Batman umbringen? Das ist doch alles Quatsch!"

 

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