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A Beautiful Mind - Genie und Wahnsinn

Faszinierendes Biopic über das schizophrene Mathegenie John Nash, dessen Frau über Jahrzehnte der Krankheit zu ihm hält.


A Beautiful Mind - Genie und Wahnsinn

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Erhältlich seit:
19.09.2002

Originaltitel: A Beautiful Mind

Drama

USA 2001
Laufzeit: 130 Min.
FSK: ab 12

Russell Crowe
Jennifer Connelly
Ed Harris

Regie: Ron Howard
Universal Pictures Germany

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Faszinierendes Biopic über das schizophrene Mathegenie John Nash, dessen Frau über Jahrzehnte der Krankheit zu ihm hält.

John Nash gilt in der Uni als Außenseiter (Foto: UIP) Großansicht

John Nash gilt in der Uni als Außenseiter (Foto: UIP)

John Forbes Nash, Jr. (Russell Crowe) steht vor einer glänzenden Karriere als Wissenschaftler: Mit einem Stipendium an der Elite-Universität Princeton erfüllt sich der Traum des Jungen aus einfachen Verhältnissen, der ganz allein eine "Spiel- und Entscheidungstheorie" entwickelt, die ihn in das renommierte MIT katapultiert.

Des Guten nicht genug, verliebt sich der schüchterne Mann des Geistes in die lebenslustige Alicia (Jennifer Connelly). Doch gerade als er das Glück mit Händen greifen kann, kommt der Schicksalsschlag - paranoide Schizophrenie. Stimmen und Halluzinationen hämmern sich in sein Gehirn, die Grenze zwischen Wirklichkeit und Wahn verwischt sich. Aber mit Hilfe seiner Frau kämpft er gegen die Dämonen im Kopf. Und gewinnt.

Zahlen und Formeln bestimmen sein Leben (Foto: UIP) Großansicht

Zahlen und Formeln bestimmen sein Leben (Foto: UIP)

Russells Schultern

Oscar-Preisträger Ron Howard ("Apollo 13") beweist mit "A Beautiful Mind - Genie und Wahnsinn" einmal mehr seinen untrüglichen Instinkt für menschlich spannende Themen. Das auf einer wahren Geschichte basierende Drama geht an Herz und Nieren. Die Reise des einsamen Genies durch die Abgründe der Finsternis in die Höhen des Lichts ist ein einziger Alptraum - und eine Ode an die Kraft des unbeugsamen Willens.

Russell Crowe trägt diesen furiosen Film auf seinen "Gladiator"-Schultern, driftet in einer außergewöhnlichen Performance in fiebriges Chaos ab. Wenn der Exzentriker sich in der Zeit des Kalten Krieges einbildet, als Code-Dechiffrierer in gefährlichem Einsatz zu sein, glaubt man dem Gejagten die "mission impossible", versinkt mit ihm im Gewühl von Zetteln und Zeichen. Nicht eine Sekunde Larmoyanz oder Langeweile. Hier dominiert das Prinzip Hoffnung. Und das lieben wir.

A Beautiful Mind - Genie und Wahnsinn

Die Grenzen zwischen Genie und Wahnsinn sind bekanntlich eng gesteckt und in Regisseur Ron Howards ("Apollo 13") biografischen Drama über 47 Jahre im Leben des schizophrenen Nobelpreisträgers John Forbes Nash Jr. wird diese innere Zerrüttung faszinierend auf die Leinwand gebannt. Oscargewinner Russell Crowe ("Gladiator") liefert eine brillante Darstellung als der von Paranoia zerfressene Protagonist und könnte dafür durchaus mit einer weiteren der begehrten goldenen Statuen belohnt werden.

Die Prämisse eines genialen Exzentrikers, der das furchterregende Abtauchen in die Abgründe des eigenen Geistes durch die Liebe einer starken Frau überwindet, wurde bereits in dem Drama "Shine" (Oscar für Hauptdarsteller Geoffrey Rush) aufgegriffen. Statt um musikalischer Noten dreht sich das Denken des Protagonisten hier um mathematische Gleichungen. Für das Gros des Publikums dürfte dies zunächst nach einem abschreckend trockenen Thema klingen. Doch Howard versteht es bei seiner cleveren Inszenierung mit einigen geschickten visuellen Kunstgriffen eine gewisse Transparenz des Denkprozesses des Genies zu kreieren, wobei die eigentliche Materie von Nashs Theorien über Dynamikprinzipien lediglich angeschnitten wird. Das Drehbuch von Akiva Goldsman basiert auf der gleichnamigen Biografie von Sylvia Nasar und schildert mit einer ausgewogenen Balance zwischen Kopf und Herz den beschwerlichen Werdegang Nashs.

Angeknüpft wird mit seinem ersten Tag an der renommierten Princeton-Universität im Jahr 1947. Innerhalb weniger Minuten werden seine überragende Intelligenz und seine proportional unterentwickelten sozialen Umgangsformen dargelegt. Nashs Studienkollegen halten ihn für einen brüsken Sonderling, der unaufhörlich auf der Suche nach einer "wirklich originellen Idee" ist, mit der er sich distinguieren kann. Er erreicht tatsächlich sein Ziel und dies führt in den frühen fünfziger Jahren zu einer Anstellung am MIT. Kurz darauf macht er zwei bedeutsame Bekanntschaften: den mysteriösen Agenten William Parcher (der stets zuverlässige Ed Harris), der ihn zum Codebrechen fürs Verteidigungsministerium rekrutiert und die attraktive MIT-Studentin Alicia (träumerisch schön: Jennifer Connelly aus "Requiem For A Dream"), die er alsbald heiratet. Doch seine Paranoia in einer russischen Konspiration verwickelt zu sein, treiben ihn zu zunehmend schizophreneren Verhaltensweisen und Alicia sieht sich gezwungen, Psychiater Dr. Rosen (Christopher Plummer, agierte bereits mit Crowe in "nsider") hinzuziehen. Ein langer, emotional schmerzhafter Genesungsprozess beginnt und Nash kehrt schließlich nach Princeton zurück, wo er viele Jahre, von der Administration geduldet und von Studenten gehänselt, seinen Studien nachgeht. Beträchtlich gealtert (dank des hervorragenden Makeups von Greg Cannon, der Crowe bereits in "Insider" sensationell transformierte) erlebt er im Jahr 1994 mit der Verleihung des Nobelpreises den größten Triumpf seines Lebens. Mit der finalen ergreifenden Dankesrede am Podium, die Nash seiner Frau widmet, wird nochmals betont, wie es sich im Kern um eine inspirierende Liebesgeschichte handelt.

Crowe macht sich die Figur des komplexen Mathematikers mit Haut und Haaren zu eigen. Er adaptierte eine verhalten-ruckartige Sprechweise, einen schleppenden Gang und diverse Körpergesten, die eine leicht gestörte Motorik suggerieren. Die extremen Auswirkungen seiner Krankheit spielt er - abgesehen von seinem (insulin)schockreichen Psychatrieaufenthalt - mit effektivem Understatement. Mit Kostar Connelly verbindet Crowe eine beträchtliche Chemie, die das glaubwürdige Fundament für die Porträtierung einer unerschütterlichen Lieben bildet. Die exquisite Kameraarbeit, die zahlreiche Großaufnahmen insbesondere von Connelly umfasst, wurden von Kameraas Roger Deakins beigesteuert, während der relativ unaufdringliche Instrumentalscore auf das Konto von James Horner geht. ara.

Darsteller:  Russell Crowe   als John Nash
  Jennifer Connelly   als Alicia Larde Nash
  Ed Harris   als William Parcher
  Christopher Plummer   als Dr. Rosen
  Paul Bettany   als Charles Herman
  Adam Goldberg   als Sol
  Josh Lucas   als Hansen
  Vivien Cardone   als Marcee
  Anthony Rapp   als Bender
  Jason Gray-Stanford   als Ainsley
  Judd Hirsch   als Helinger
  Austin Pendleton   als Thomas King
 
Regie:  Ron Howard  
Buch:  Akiva Goldsman  
Musik:  James Horner  
Kamera:  Roger Deakins  
Produzent:  Brian Grazer  
  Ron Howard  

Lucy Liu als Undercover-Girly-Boy

Das Thema "Transgender" scheint in Hollywood durch "Transamerica" einen Schub bekommen zu haben!

Einen solchen Augenaufschlag schafft nun wirklich kein Mann! (Foto: Kurt Krieger) Großansicht

Einen solchen Augenaufschlag schafft nun wirklich kein Mann! (Foto: Kurt Krieger)

Denn nachdem ihre Rolle zwischen den Geschlechtern die ansonsten als Desperate Housewive bekannte Felicity Huffman beinahe zum Oscar getragen hätte, scheint der diffizile Themenbereich "Transsexualität" auch für Mainstream-Schauspieler und -Produzenten wieder interessant - zumindest wenn es sich dabei nicht direkt um einen "Problemfilm" handelt.

Sport-Engel und Kill Bill-Star Lucy Liu jedenfalls übernimmt nun die Hauptrolle in "Beautiful Asian Bride". In dieser Komödie wird ein Mann fälschlicherweise als Mörder angeklagt und tarnt sich deswegen als Frau, genauer gesagt als Mailorder-Braut. Er will also den wahren Mörder undercover als "Sie" überführen. Kein Wunder, dass bei den Reizen von Lucy Liu die heiratswilligen Kunden Schlange stehen und ihr "kleines" Geheimnis dabei ordentlich für Verwirrung sorgt.

Kickstart nach Warteschleife

Obwohl der Plot an sich nun auch nicht dramatischer klingt als frühere Travestie-Filme wie "Tootsie" oder "Mrs. Doubtfire", geistert das Projekt bereits seit einigen Jahren durch Hollywood. Offensichtlich schreckten jedoch die Studios vor dem Setting "Mann als sexy Frau" zurück.

Der Erfolg von "Transamerica" hat dies jetzt wohl geändert: Denn Lucy Liu scheint Feuer und Flamme zu sein für das Projekt. Sie spielt nämlich nicht nur die Hauptrolle, sondern koproduziert "Beautiful Asian Bride" auch noch.

Ihr zur Seite steht Erfolgsproduzent Brian Grazer. Und der beweist seit Jahren mit Boxoffice-Knüllern wie "Apollo 13", "A Beautiful Mind - Genie und Wahnsinn", "Flightplan - Ohne jede Spur" und dem in diesem Sommer anlaufenden "The Da Vinci Code" ein sicheres Näschen für Trends.

 

A Beautiful Mind - Genie und Wahnsinn in der Fotoshow

 

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Russell Crowe

Skeptisch wie Bogart, rabiat, hartnäckig, energisch, lakonisch, verschlossen: Ein sensibler Einzelgänger mit rauer Schale und einem Hang zum...

 

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Jennifer Connelly

Eine der schönsten Oscar-Preisträgerinnen Hollywoods. Mit ihrem verträumten Blick, den dichten Augenbrauen und den langen braunen...