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A.I. - Künstliche Intelligenz

Gedanken provozierende Science-Fiction-Märchenfantasie, um einen Liebe empfindenen Kindroboter, der auf der Suche nach seiner Seele eine gefährliche Odyssee durchlebt.


A.I. - Künstliche Intelligenz

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Erhältlich seit:
18.02.2011

Originaltitel: A.I. - Artificial Intelligence

Science Fiction/ Drama

USA 2001
Laufzeit: 146 Min.
FSK: ab 12

Haley Joel Osment
Jude Law
Frances O'Connor

Regie: Steven Spielberg
Warner Home Video Germany

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Gedanken provozierende Science-Fiction-Märchenfantasie, um einen Liebe empfindenen Kindroboter, der auf der Suche nach seiner Seele eine gefährliche Odyssee zu bestehen hat.

David bekommt eine menschliche Mutter (Foto: Warner) Großansicht

David bekommt eine menschliche Mutter (Foto: Warner)

David (Haley Joel Osment), der erste mit Gefühlen programmierte Kinderroboter, wird von den Swintons adoptiert, da deren eigenes todkrankes Kind tiefgefroren auf die Entwicklung eines Heilverfahrens wartet. Wieder zurück zu Hause, provoziert ihr Sohn Davids Verstoßung.

Von der "Mutter" im Wald ausgesetzt, beginnt für David eine Odyssee, in deren Verlauf er sich sehnlichst wünscht, ein echter Junge zu werden. Dabei entdeckt er eine Welt, in der der Unterschied zwischen Mensch und Maschine ungeheuer groß und dennoch kaum wahrnehmbar erscheint...

Gigolo Joe begleitet David auf seiner Odyssee (Foto: Warner) Großansicht

Gigolo Joe begleitet David auf seiner Odyssee (Foto: Warner)

Treffen der Visionäre

Spielberg trifft Kubrick, wobei die Emotionalität von "E.T." mit dem kalten Kalkül des Rechners HAL aus "2001 - Odyssee im Weltraum" verschmilzt und ein faszinierendes Stück Kino entsteht.

Dank der optischen Perfektion von Kameramann Janusz Kaminski und dem tollen Spiel der Maschinenmenschen Haley Joel Osment und Jude Law gelingt Regisseur Spielberg ein provozierendes Zukunftsbild voller Symbolik und Suggestionskraft, in dem seine melancholische Menschlichkeit immer wieder aufblitzt.

A.I. - Künstliche Intelligenz

Die Kreuzung der Kreativität der beiden Kinotitanen Stanley Kubrick und Steven Spielberg, eine Art "When HAL Meets E.T.", bringt ein faszinierendes Stück Kinogeschichte hervor. So wird just jenem Jahr, in dem Kubricks "2001 - Odyssee im Weltraum" angesiedelt ist, die von dem verstorbenen Meisterregisseur in die Wege geleitete und von Spielberg ausgeführte Science-Fiction-Fantasie "A.I." veröffentlicht, ein erstaunlicher Hommage-Hybrid, der sich intensiv mit der urexistenziellen Frage beschäftigt, was einen Mensch zum Menschen macht. Deutlich trägt er die Handschrift beider Filmemacher, die entgegen gesetzter nicht sein könnten. Das Ergebnis ist intellektuell stimulierend und visuell atemberaubend, in seiner extremen Polarität teils aber auch ein wenig frustrierend.

Seit Beginn der achtziger Jahre interessierte sich Kubrick für das Projekt, das von der 1969 veröffentlichten Kurzgeschichte "Supertoys Last All Summer Long" des Science-Fiction-Autoren Brian Aldiss inspiriert wurde. Kubrick gab bei Ian Watson ein Drehbuch in Auftrag und wartete dann auf einen perfektionierten Stand der Effektetechnik, der eine adäquate Realisation seiner Vision ermöglichen würde. Schließlich begann er mit Spielberg, dessen hyperrealistischer Dino-Actioner "Jurassic Park" wichtige CGI-Schallmauern durchbrach, zu konsultieren. Die ausführlichen Diskussionen, Kubricks umfassende Notizen und Watsons Drehbuch bildeten nach Kubricks Tod die Blaupause für Spielberg, um "A.I." endlich an den Start zu bringen und erstmals seit "Unheimliche Begegnung der dritten Art" selbst wieder allein ein Drehbuch zu verfassen. Dieses ist in drei klare Akte aufgeteilt. Die erste Phase, in der Robo-Kind David (Haley Joel Osment aus "The Sixth Sense" in einer weiteren makellosen Glanzleistung) mit seiner menschlichen Familie agiert, erscheint in seiner Emotionalität (die von John Williams' gefühlvollen Score unterstrichen wird) vor allem als Spielberg pur. David ist der Prototyp eines neuen "Kind-Mecha" (mecha=mechanisch), das programmiert wird, wahre Liebe für seine "Orga-Mutter" (orga=organisch) zu empfinden. Von Kopf bis Fuß in unbeflecktes Weiß gehüllt, kommt er zur Familie Swinton (Frances O'Connor und Sam Robards), deren biologischer Sohn aus Eifersucht schließlich Davids Verstoßung aus dem Familienschoß provoziert. Das omnipräsente Märchenmotiv (von Wandmalereien aus Szenen der Gebrüder Grimm und Rezitieren aus "Pinocchio") wird in diesem Teil ausgesät, um in Folge ganz in dieser Struktur aufzugehen. Nachdem David mit seinem Superspielzeug Teddy (ein sprechender Teddybär anstelle von Jimmy die Heuschrecke) von seiner am Boden zerstörten Mutter im Wald ausgesetzt wird, trifft er nun auf seiner Odyssee, um "wie Pinocchio ein richtiger Junge zu werden", auf den wegen Mordverdacht flüchtigen Gigolo Joe (Jude Law). Mit einer Gruppe von defekten Mechas werden sie von "Mad Max"-inspirierten Kopfgeldjägern eingefangen und zu einer berüchtigten "Flesh Fair" transportiert, wo die Roboter in einer modernisierten Gladiatorenarena extrem grausamen Gewalttätigkeiten, die in ihrem Verstörungsfaktor Assoziationen an "Uhrwerk Orange" wachwerden lassen, unterzogen werden. Dem Tod von der Schippe gesprungen, begibt sich das Trio David, Joe und Teddy nach Rouge City - ein plärrend-schrilles "Blade Runner"-Sündenbabel, um dort Dr. Know (im Original von Robin Williams gesprochen) - cineastischer Cousin vom "Wizard of Oz" - zu fragen, wo David die blaue Fee finden könnte, die ihn in einen richtigen Jungen verwandeln kann. Die Spur führt zu Dr. Hobby (William Hurt), der im "Metropolis"-gleichen Manhattan der Zukunft (wegen der Polschmelzung vorwiegend unter Wasser) auf Davids Fragen nach seinem Ursprung und seiner Zukunft nur ernüchternde Antworten parat hat. Der dritte Akt taucht tief in surrealistisch wirkende (Unterwasser-)Welten ein und wirft eine Galaxie von Fragen über den Evolutionszyklus der Menschheit auf.

Optisch perfekt mit Hilfe von Kamera-Ass Janusz Kaminski in Szene gesetzt, entwirft Spielberg ein Gedanken provozierendes Zukunftsbild voller Symbolik und Suggestionskraft, wobei sich immer wieder seine typisch melancholische Menschlichkeit mit dem analytisch-sterilen Kalkül von Kubrick überschneidet. Das Ergebnis ist ein ausgesprochen sehenswerter Film - in diesem US-Kinosommer ein absolutes Highlight. ara.

A.I. - Künstliche Intelligenz

In einer nicht allzu fernen Zukunft entsteht in einem Forschungslabor der erste intelligente Roboter mit menschlichen Gefühlen in der Gestalt des elfjährigen David. Aber seine "Adoptiveltern" sind mit dem künstlichen Ersatzkind überfordert und setzen ihn aus. Auf sich allein gestellt versucht David, seine Herkunft und das Geheimnis seiner Existenz zu ergründen. Damit beginnt eine unglaubliche Odyssee voller Abenteuer, Gefahren und geheimnisvoller Begegnungen ...

Quelle: Warner Home Video

Darsteller:  Haley Joel Osment   als David
  Jude Law   als Gigolo Joe
  Frances O'Connor   als Monica Swinton
  Brendan Gleeson   als Lord Johnson-Johnson
  Sam Robards   als Henry Swinton
  William Hurt   als Professor Hobby
  Jake Thomas   als Martin Swinton
  Ken Leung   als Syatyoo-Sama
  Michael Mantell   als Dr. Frazier
  Michael Berresse   als Stage Manager
  Kathryn Morris   als Teenage Honey
  Adrian Grenier  
 
Regie:  Steven Spielberg  
Buch:  Steven Spielberg  
Musik:  John Williams  
Kamera:  Janusz Kaminski  
Produzent:  Kathleen Kennedy  
  Steven Spielberg  
  Bonnie Curtis  

Potter und andere Kindsköpfe

Angeführt von "Harry Potter 7" warten auch im ersten Halbjahr 2011 tolle Blockbuster und wertvolle Indie-Perlen darauf, ihren den Weg in die Player zu finden. Das sind die Stars der kommenden Video-Saison.

Superschurke mit Herz für Kinder: Gru aus "Ich - Einfach unverbesserlich" (Foto: Universal) Großansicht

Superschurke mit Herz für Kinder: Gru aus "Ich - Einfach unverbesserlich" (Foto: Universal)

Auch wenn die Temperaturen so niedrig bleiben wie zurzeit: Freunde des gepflegten Videogenusses erwartet ein heißes erstes Halbjahr. Topstar unter denn Neuerscheinungen wird wohl der erste Teil von "Harry Potter und die Heiligtümer des Todes", den Warner voraussichtlich Ende April veröffentlicht. Gut 4,5 Mio. Zuschauer haben das finale Abenteuer des Zauberlehrlings im Kino gesehen, auf DVD und Blu-ray wird "Potter 7" ebenfalls für Furore sorgen.

Freuen darf man sich auch auf ein starken Nachschub an CGI-Filmen: Am 3. Februar erscheint mit "Ich - Einfach unverbesserlich" (Universal) der erfolgreichste Animationsfilm des Kinojahrs 2010 im Handel. Voraussichtlich am 7. April bringt Paramount seinen Blockbuster "Megamind" auf DVD und Blu-ray, im Mai folgt das in Deutschland produzierte Animationshighlight "Die Konferenz der Tiere" von Highlight.

Sly Stallone huldigt mit "The Expendables" dem Action-Film der 80er (Foto: Splendid) Großansicht

Sly Stallone huldigt mit "The Expendables" dem Action-Film der 80er (Foto: Splendid)

Satte Action und Tanzeinlagen

Im Live-Action-Bereich streiten sich hinter "Potter 7" mehrere Topneuheiten um die Favoritenrolle. Am 21. Januar erscheint "Kindsköpfe", der unglaubliche zwei Mio. Zuschauer in die deutschen Kinos lockte. Eine Woche später veröffentlicht Splendid den vielversprechenden Actionreißer "The Expendables". Am 10. Februar bringt Highlight mit dem Tanzfilm "Step Up 3 - Make Your Move" eine der ersten 3D-Blu-rays 2011 auf den Markt. In den Wochen darauf kommen gleich drei Hollywood-Topseller: "Wall Street - Geld schläft nicht" (Fox) ist das langerwartete Sequel eines Klassikers aus den 90er-Jahren, damals wie heute mit Michael Douglas in der Hauptrolle.

Zudem veröffentlicht Tobis den Thriller "The American" mit George Clooney sowie Sony Pictures den Selbstfindungstrip "Eat, Pray, Love". Und wenn die Redaktion einen Tipp wagen darf: Die DVD des Dramas mit Julia Roberts (Stationen: Italien, Indien, Indonesien) wird zu 92,46 Prozent weibliche Fans in ihre Bann schlagen.

"The Social Network": Facebook-Erfinder Zuckerberg in der verfilmten Nahaufnahme (Foto: Sony) Großansicht

"The Social Network": Facebook-Erfinder Zuckerberg in der verfilmten Nahaufnahme (Foto: Sony)

Zombie-Horror und Komödien

Ganz im Gegenteil zu "Resident Evil: Afterlife" (Highlight), der ab 10. März in Regalen steht: Das Action-Sequel erreichte in den deutschen Kinos über eine Mio. (vorwiegend männliche) Zuschauer und wird als DVD, Blu-ray sowie 3D-Blu-ray in die Läden kommen. Ende März bringt Sony Pictures voraussichtlich das Facebook-Drama "The Social Network" von David Fincher auf den Markt. Auch weitere Blockbuster feilschen ab März ums einen Platz im Osternestchen: Das "Hangover"-Sequel "Stichtag" (Warner), "Unstoppable - Außer Kontrolle" (Fox), "Paranormal Activity 2" (Paramount) oder "Der kleine Nick" (Universum) dürften allesamt Top-Ten-Kandidaten für die Charts sein.

Viel Potential haben allerdings auch einige qualitativ hochwertige Produktionen der Independents: Koch Media bringt am 28. Januar das Sci-Fi-Drama "Moon" auf DVD und Blu-ray heraus. Senator legt im März mit "The Road" ein packendes Indie-Endzeitdrama nach, während Lighthouse mit "Uncle Boonmee erinnert sich an seine früheren Leben" den letztjährigen Cannes-Gewinner auf DVD veröffentlicht.

Legendärer Mindfuck von Christopher Nolan: "Memento" (Foto: Ascot ) Großansicht

Legendärer Mindfuck von Christopher Nolan: "Memento" (Foto: Ascot )

Filmkunst und Gedächtnistraining

Die High-Def-Varianten aller größeren Filmneuheiten werden auch 2011 für eine steigende Verbreitung des Blu-ray-Formates sorgen - unter anderem durch ein wachsendes Portfolio an 3D-Streifen. Inzwischen gibt es sogar exklusive BD-Releases, bei denen die DVD als Zusatzgimmick der Limited Edition beiliegt; Beispiel "Enter the Void" (Capelight), dem neuen Film des Skandalregisseurs Gaspar Noé, der am 28. Januar erscheint.

Zudem werden einige Klassiker endlich auf Blu-ray veröffentlicht, wie "Der Krieg des Charlie Wilson" (Universal) und "Memento" (Planet Media) im Januar. Auch die "Stieg Larsson Millennium Trilogie" im Director's Cut sowie die Katalogtitel "A.I. - Künstliche Intelligenz" und "Die Unbestechlichen" (alle Warner) werden auf Blu-ray ab Januar ihr Publikum finden.

Das ist natürlich nur die Spitze des Eisbergs; dazu kommen noch unzählige kleinere und größere Perlen, deren Termin teils noch nicht feststeht. Ganz zu schweigen von den ältere Juwelen der Filmgeschichte, die auch im ersten Halbjahr 2011 erstmals den Weg auf Siliziumscheibe finden werden - und vielen Filmfans begeisterte Stunden bescheren. Denn echte Filmpretiosen sind bekanntlich viel zu wertvoll, als dass einmaliges Betrachten genügt. Aber genau dafür gibt's zum Glück ja Video.

 

A.I. - Künstliche Intelligenz in der Fotoshow

 

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Haley Joel Osment

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