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A.I. - Künstliche Intelligenz

Gedanken provozierende Science-Fiction-Märchenfantasie, um einen Liebe empfindenen Kindroboter, der auf der Suche nach seiner Seele eine gefährliche Odyssee durchlebt.


A.I. - Künstliche Intelligenz (Einzel-DVD)

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Erhältlich seit:
27.01.2006

Originaltitel: A.I. - Artificial Intelligence

Science Fiction/ Drama

USA 2001
Laufzeit: 140 Min.
FSK: ab 12

Haley Joel Osment
Jude Law
Frances O'Connor

Regie: Steven Spielberg
Warner Home Video Germany

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Gedanken provozierende Science-Fiction-Märchenfantasie, um einen Liebe empfindenen Kindroboter, der auf der Suche nach seiner Seele eine gefährliche Odyssee zu bestehen hat.

David bekommt eine menschliche Mutter (Foto: Warner) Großansicht

David bekommt eine menschliche Mutter (Foto: Warner)

David (Haley Joel Osment), der erste mit Gefühlen programmierte Kinderroboter, wird von den Swintons adoptiert, da deren eigenes todkrankes Kind tiefgefroren auf die Entwicklung eines Heilverfahrens wartet. Wieder zurück zu Hause, provoziert ihr Sohn Davids Verstoßung.

Von der "Mutter" im Wald ausgesetzt, beginnt für David eine Odyssee, in deren Verlauf er sich sehnlichst wünscht, ein echter Junge zu werden. Dabei entdeckt er eine Welt, in der der Unterschied zwischen Mensch und Maschine ungeheuer groß und dennoch kaum wahrnehmbar erscheint...

Gigolo Joe begleitet David auf seiner Odyssee (Foto: Warner) Großansicht

Gigolo Joe begleitet David auf seiner Odyssee (Foto: Warner)

Treffen der Visionäre

Spielberg trifft Kubrick, wobei die Emotionalität von "E.T." mit dem kalten Kalkül des Rechners HAL aus "2001 - Odyssee im Weltraum" verschmilzt und ein faszinierendes Stück Kino entsteht.

Dank der optischen Perfektion von Kameramann Janusz Kaminski und dem tollen Spiel der Maschinenmenschen Haley Joel Osment und Jude Law gelingt Regisseur Spielberg ein provozierendes Zukunftsbild voller Symbolik und Suggestionskraft, in dem seine melancholische Menschlichkeit immer wieder aufblitzt.

A.I. - Künstliche Intelligenz (Einzel-DVD)

Die Kreuzung der Kreativität der beiden Kinotitanen Stanley Kubrick und Steven Spielberg, eine Art "When HAL Meets E.T.", bringt ein faszinierendes Stück Kinogeschichte hervor. So wird just jenem Jahr, in dem Kubricks "2001 - Odyssee im Weltraum" angesiedelt ist, die von dem verstorbenen Meisterregisseur in die Wege geleitete und von Spielberg ausgeführte Science-Fiction-Fantasie "A.I." veröffentlicht, ein erstaunlicher Hommage-Hybrid, der sich intensiv mit der urexistenziellen Frage beschäftigt, was einen Mensch zum Menschen macht. Deutlich trägt er die Handschrift beider Filmemacher, die entgegen gesetzter nicht sein könnten. Das Ergebnis ist intellektuell stimulierend und visuell atemberaubend, in seiner extremen Polarität teils aber auch ein wenig frustrierend.

Seit Beginn der achtziger Jahre interessierte sich Kubrick für das Projekt, das von der 1969 veröffentlichten Kurzgeschichte "Supertoys Last All Summer Long" des Science-Fiction-Autoren Brian Aldiss inspiriert wurde. Kubrick gab bei Ian Watson ein Drehbuch in Auftrag und wartete dann auf einen perfektionierten Stand der Effektetechnik, der eine adäquate Realisation seiner Vision ermöglichen würde. Schließlich begann er mit Spielberg, dessen hyperrealistischer Dino-Actioner "Jurassic Park" wichtige CGI-Schallmauern durchbrach, zu konsultieren. Die ausführlichen Diskussionen, Kubricks umfassende Notizen und Watsons Drehbuch bildeten nach Kubricks Tod die Blaupause für Spielberg, um "A.I." endlich an den Start zu bringen und erstmals seit "Unheimliche Begegnung der dritten Art" selbst wieder allein ein Drehbuch zu verfassen. Dieses ist in drei klare Akte aufgeteilt. Die erste Phase, in der Robo-Kind David (Haley Joel Osment aus "The Sixth Sense" in einer weiteren makellosen Glanzleistung) mit seiner menschlichen Familie agiert, erscheint in seiner Emotionalität (die von John Williams' gefühlvollen Score unterstrichen wird) vor allem als Spielberg pur. David ist der Prototyp eines neuen "Kind-Mecha" (mecha=mechanisch), das programmiert wird, wahre Liebe für seine "Orga-Mutter" (orga=organisch) zu empfinden. Von Kopf bis Fuß in unbeflecktes Weiß gehüllt, kommt er zur Familie Swinton (Frances O'Connor und Sam Robards), deren biologischer Sohn aus Eifersucht schließlich Davids Verstoßung aus dem Familienschoß provoziert. Das omnipräsente Märchenmotiv (von Wandmalereien aus Szenen der Gebrüder Grimm und Rezitieren aus "Pinocchio") wird in diesem Teil ausgesät, um in Folge ganz in dieser Struktur aufzugehen. Nachdem David mit seinem Superspielzeug Teddy (ein sprechender Teddybär anstelle von Jimmy die Heuschrecke) von seiner am Boden zerstörten Mutter im Wald ausgesetzt wird, trifft er nun auf seiner Odyssee, um "wie Pinocchio ein richtiger Junge zu werden", auf den wegen Mordverdacht flüchtigen Gigolo Joe (Jude Law). Mit einer Gruppe von defekten Mechas werden sie von "Mad Max"-inspirierten Kopfgeldjägern eingefangen und zu einer berüchtigten "Flesh Fair" transportiert, wo die Roboter in einer modernisierten Gladiatorenarena extrem grausamen Gewalttätigkeiten, die in ihrem Verstörungsfaktor Assoziationen an "Uhrwerk Orange" wachwerden lassen, unterzogen werden. Dem Tod von der Schippe gesprungen, begibt sich das Trio David, Joe und Teddy nach Rouge City - ein plärrend-schrilles "Blade Runner"-Sündenbabel, um dort Dr. Know (im Original von Robin Williams gesprochen) - cineastischer Cousin vom "Wizard of Oz" - zu fragen, wo David die blaue Fee finden könnte, die ihn in einen richtigen Jungen verwandeln kann. Die Spur führt zu Dr. Hobby (William Hurt), der im "Metropolis"-gleichen Manhattan der Zukunft (wegen der Polschmelzung vorwiegend unter Wasser) auf Davids Fragen nach seinem Ursprung und seiner Zukunft nur ernüchternde Antworten parat hat. Der dritte Akt taucht tief in surrealistisch wirkende (Unterwasser-)Welten ein und wirft eine Galaxie von Fragen über den Evolutionszyklus der Menschheit auf.

Optisch perfekt mit Hilfe von Kamera-Ass Janusz Kaminski in Szene gesetzt, entwirft Spielberg ein Gedanken provozierendes Zukunftsbild voller Symbolik und Suggestionskraft, wobei sich immer wieder seine typisch melancholische Menschlichkeit mit dem analytisch-sterilen Kalkül von Kubrick überschneidet. Das Ergebnis ist ein ausgesprochen sehenswerter Film - in diesem US-Kinosommer ein absolutes Highlight. ara.

A.I. - Künstliche Intelligenz (Einzel-DVD)

In einer nicht allzu fernen Zukunft entsteht in einem Forschungslabor der erste intelligente Roboter mit menschlichen Gefühlen in der Gestalt des elfjährigen David. Aber seine "Adoptiveltern" sind mit dem künstlichen Ersatzkind überfordert und setzen ihn aus. Auf sich allein gestellt versucht David, seine Herkunft und das Geheimnis seiner Existenz zu ergründen. Damit beginnt eine unglaubliche Odyssee voller Abenteuer, Gefahren und geheimnisvoller Begegnungen ...

Quelle: Warner Home Video

"Die Entstehung von A.I."

Quelle: Warner Home Video

Darsteller:  Haley Joel Osment   als David
  Jude Law   als Gigolo Joe
  Frances O'Connor   als Monica Swinton
  Brendan Gleeson   als Lord Johnson-Johnson
  Sam Robards   als Henry Swinton
  William Hurt   als Professor Hobby
  Jake Thomas   als Martin Swinton
  Ken Leung   als Syatyoo-Sama
  Michael Mantell   als Dr. Frazier
  Michael Berresse   als Stage Manager
  Kathryn Morris   als Teenage Honey
  Adrian Grenier  
 
Regie:  Steven Spielberg  
Buch:  Steven Spielberg  
Musik:  John Williams  
Kamera:  Janusz Kaminski  
Produzent:  Kathleen Kennedy  
  Steven Spielberg  
  Bonnie Curtis  

Law in "Amazing Adventures"

Über mangelnden Erfolg kann sich Jude Law zur Zeit sicherlich nicht beklagen. Mit ein Grund dafür ist seine wohlbedachte Rollenauswahl. Kaum ein dunkler Fleck ist auf seiner Karriereweste zu finden.

Wieder ein Meisterstück?<br />Jude Law

Wieder ein Meisterstück?<br />Jude Law

Jude Law brillierte in den letzten Jahren in so erfolgreichen Filmen wie "eXistenz", "A.I. - Künstliche Intelligenz" oder "Road to Perdition". Jetzt soll er die Hauptrolle "The Amazing Adventures of Kavalier & Clay" übernehmen.

Die Geschichte beruht auf dem gleichnamigen Roman von Michael Chabon. Aus dessen Feder stammt schon die Vorlage zu Curtis Hansons "Die Wonder Boys". Chabon wird seinen Roman sogar selbst für das Drehbuch adaptieren. Die Story handelt von zwei jüdischen Jugendlichen, die in New York mit ihrem Comic "The Escapist" Geld verdienen wollen.

Auch der Regisseur für die Literaturverfilmung steht bereits fest: Stephen Daldry, der zur Zeit den Michael Cunningham-Roman "The Hours" inszeniert, darf sich am Set austoben.

 

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