DVD Leihvideo

Ab durch die Hecke

Drolliges CGI-Abenteuer von Dreamworks über eine Gruppe von Waldtieren, die erstmals einen Vorstoß in die menschliche Zivilisation wagen.


Ab durch die Hecke

Leihvideo

Erhältlich seit:
09.11.2006

Originaltitel: Over the Hedge

Trickfilm/ Komödie

USA 2006
Laufzeit: 80 Min.
FSK: o.A. (ohne Altersbeschränkung)

Regie: Tim Johnson, ...
Paramount Home Entertainment

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Ins Paradies will jeder. Auch eine Clique von tierischen Winterschläfern, die den Beginn des Frühjahrs in den "Futterdepots" der Menschen in einer Vorstadtsiedlung feiern wollen. Hinter einer Riesenhecke wartet das Glück, aber auch eine zweibeinige Zecke.

Ein Plan wird ausgeheckt (Foto: UIP) Großansicht

Ein Plan wird ausgeheckt (Foto: UIP)

Waschbär Richie ist ein Frechdachs. Furchtlos räumt er einem Bären die Vorräte aus. Dumm nur, dass er ertappt und auch der Futterberg dabei vernichtet wird. Organisiert er nicht blitzschnell Ersatz, so stillt der Bär den kleinen Hunger mit ihm. Von diesem Druck ahnen Schildkröte Verne und seine Nager-Clique nichts, als Richie ihnen begegnet und seinen Masterplan präsentiert.

Mit seinem Team will er durch eine Riesenhecke in eine Vorstadtsiedlung eindringen, die während des Winterschlafs aus dem Boden gestampft wurde. Dort warten die "Nahrungsdepots" der Menschen nur darauf, in "Mission-Impossible"-Manier geplündert zu werden. Die Angst der tierischen Bedenkenträger überwindet Richie mit dem Urknall - und öffnet eine Tüte Nacho-Chips.

Verne lässt seinen Charme spielen (Foto: UIP) Großansicht

Verne lässt seinen Charme spielen (Foto: UIP)

Chips machen süchtig

Geködert durch das Aroma werden die Nager in Nanosekunden zu Chip-Junkies und folgen ihrem neuen coolen Führer auf immer dreistere Raubzüge. Doch der besonnene Verne ahnt Ärger, denn die Menschen rüsten auf - mit dem King aller Kammerjäger.

Die Serie witziger Animationshits reißt auch mit diesem Digitalspaß nicht ab: Situationskomik in bester Cartoontradition, Figuren zum Knuddeln und Staunen, Filmzitate und Gags, die in brillanten Sequenzen münden. Ein Igel im THX- und ein Eichhörnchen im Koffeinrausch - Highlights mit Klassikeranspruch.

Ab durch die Hecke

Technisch ebenso versiert, weniger gefühlig, dafür mit bissigerem Witz als die Konkurrenz von Pixar präsentiert sich der sechste CGI-Animationsfilm von Jeffrey Katzenbergs Dreamworks Animation, eine auf Spielfilmlänge gebrachte Adaption eines populären Comicstrips.

Der satirische Gehalt der Comicstrips, in dem die Autoren Michael Fry und T. Lewis ihr Szenario des Blicks von Außen nach Innen nutzen, um augenzwinkernd und doch sehr treffsicher menschliche Marotten, Konsumzwang und Konformität auf den Arm zu nehmen, bietet sich an für eine filmische Aufarbeitung durch Dreamworks Animation. Neben den eher kindgerechten "Madagascar" und "Kleine Haie - große Fische" beweist Jeffrey Katzenbergs Company gerne auch erwachsenen Wortwitz, der nach "Antz" und den beiden "Shrek"-Filmen auch hier, der dritten Regiearbeit von "Antz"-Macher Tim Johnson (zusammen mit Karey Kirkpatrick) groß geschrieben wird: Clever wurde die Ausgangssituation, in der ein Trupp hungriger Nager eine von einer übergroßen Hecke umgebenen Vorstadt-Wohnanlage der Menschen zum persönlichen Schlaraffenland umfunktioniert, zu einem ziemlich auf die Tube drückenden Abenteuer umgearbeitet, in dessen Mittelpunkt der wiefe Waschbär RJ steht, im Original mit großer Lust von Bruce Willis gesprochen. Weil der Einzelgänger nach dem desaströsen Versuch, die Vorratskammer des nicht mehr ganz so tief im Winterschlaf schlummernden Grizzlys Vincent zu leeren, gezwungen ist, diese binnen kürzester Zeit Stück um Stück wieder aufzufüllen, erschleicht er sich die Freundschaft eines Trupps gutgläubiger Waldbewohner. Die mussten gerade erst feststellen, dass ihr Lebensraum während der kalten Monate ein gutes Stück kleiner geworden ist: In dieser Zeit haben die Menschen ein exklusives Wohnviertel aus dem Boden gestampft, das von einer gewaltigen Hecke umgeben ist und allerhand verlockende Leckereien verspricht. Von den Raubzügen der Nager und dem allmählichen Annähern des cleveren RJ an die Gemeinschaft der Tiere, angeführt von der gemütlichen Schildkröte Verne, erzählt der Film als eine Art Zähmung des Widerspenstigen. Als komische Highlights, versetzt mit dem für Dreamworks typischen Popkultur- und Zitatehumor, zelebrieren Johnson und Kirkpatrick den fortwährenden Zusammenprall der Welten, wobei sie die Menschen meist als unsympathische, nur auf den eigenen Vorteil bedachte Eindringlinge skizzieren. Am Ende, wenn Anarchie jegliche Ordnung ausgehebelt hat und genau deshalb wieder alles in Ordnung ist und Frieden einkehren kann, sind einem jedenfalls nicht die arrogante Karrieretussi oder der zu jedem schmutzigen Trick bereite Kammerjäger ans Herz gewachsen, sondern die kesse Stinktierdame, die selbst blasierte Edelkater um den Finger wickelt, und der hyperaktive Hammy, ein naher Verwandter von Scrat aus "Ice Age", der nach einer Dosis Koffein so sehr beschleunigt wird, dass die Zeit stehen bleibt. Auch gut, dann kann man diesem gelungenen Spaß wenigstens noch länger zusehen als 90 Minuten, die im Flug vorüber sind. ts.

Sprecher:  Bruce Willis   als Richie
  Garry Shandling   als Verne
  Steve Carell   als Hammy
  Wanda Sykes   als Stella
  Shane Baumel   als Spike
  William Shatner   als Ozzie
  Nick Nolte   als Vincent
  Thomas Haden Church   als Dwayne
  Allison Janney   als Gladys
  Eugene Levy   als Lou
  Catherine O'Hara   als Penny
  Avril Lavigne   als Heather
  Omid Djalili   als Tiger
 
Regie:  Tim Johnson  
  Karey Kirkpatrick  
Buch:  Karey Kirkpatrick  
  Len Blum  
  Lorne Cameron  
  David Hoselton  
Musik:  Rupert Gregson-Williams  
Produzent:  Bonnie Arnold  
 

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