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Kaufvideo
Erhältlich seit:
07.04.2011
Originaltitel: About a Boy
Großbritannien/USA 2002
Laufzeit: 101 Min.
FSK: ab 6
Hugh Grant
Toni Collette
Rachel Weisz
Regie: Chris Weitz, ...
Universal Pictures Germany

Mit der Verfilmung von Nick Hornbys Bestseller "About a Boy" gibt die britische Erfolgsproduktionsfirma Working Title ("Notting Hill") die männliche Antwort auf ihren letztjährigen Superhit "Bridget Jones - Schokolade zum Frühstück": Mit Hugh Grant in seiner vielleicht besten Rolle als ebenso charmanter wie verantwortungsloser Mittdreißiger, der wider besseren Willen Freundschaft mit dem merkwürdigsten Zwölfjährigen Londons schließt, kann die makellose Britcomedy auf ein würdiges Gegenexemplar zu Renee Zellwegers kalorienbewusster Neurotikerin setzen.
Nachdem er in den Fußballfanerinnerungen "Fever Pitch" und der Ode an das Plattensammeln und die monogame Liebe, "High Fidelity", mehr oder weniger sich selbst in den Mittelpunkt gestellt hatte, versuchte sich Fußballfan, Plattensammler und Musikkritiker Nick Hornby in seinem zweiten, 1998 erschienenen Roman "About a Boy" erstmals an einer Hauptfigur, die so gar keine Charaktermerkmale mit dem hemdsärmeligen, grundanständigen Autor gemein haben sollte: Der 36-jährige Will Freeman (sic!) ist ein selbstgefälliger Tagedieb, der seinen verantwortungslosen und teuren Lebensstil mit den Tantiemen bestreitet, die er Monat um Monat für die einzige erfolgreiche Komposition seines verstorbenen Vaters bezieht. Die Figur hat charmante Ansätze, will auf den Buchseiten aber ebensowenig überzeugend zu Leben erwachen wie der bemühte Versuch, anhand der Geschichte Wills und seiner überraschenden Freundschaft zu dem verlachten zwölfjährigen Außenseiter Marcus die unübersehbare und verbindende Bedeutung von Nirvana-Sänger Kurt Cobain für die verschiedenen Generationen zu erklären (der Titel "About a Boy" ist eine direkte Anspielung auf den Nirvana-Song "About a Girl").
Dass der Film, obendrein mit Parade-Dandy Hugh Grant in der für ihn völlig untypischen Rolle eines Slackers in Prada-Technostretch, das heillose Durcheinander des Romans geradezu mühelos entschlackt, ist eines der großen Kinomirakel des Jahres: Sämtliche Cobain-Anspielungen wurden gestrichen. Das melodramatische letzte Drittel wurde über Bord geworfen und mit einem weitaus wirksameren Showdown bei einem Schulkonzert (unglaubliche Szene, in der Will erstmals für etwas einsteht und nebenher freiwillig für all seine Vergehen büßt) ersetzt. Unverkennbar durchlief "About a Boy" die Produktionsschmiede von Working Title, die die Erfolgselemente vorangegangener Hits wie "Vier Hochzeiten und ein Todesfall", "Notting Hill" oder "Bridget Jones" längst zum Patentrezept verarbeitet haben. Die sophisticated Handschrift ist unverkennbar, und doch ist "About a Boy" moderner und aufregender als die Vorgänger, weil sich Working Title clever zwei Amerikaner für die kosmopolitische Inszenierung des sehr britischen Stoffes holten. Chris und Paul Weitz ("American Pie") geben sich nicht einfach damit zufrieden, die Szenen im Sitcom-Stil abzufilmen, sondern setzen auf visuelles Flair und finden tatsächlich auch das ein oder andere prägnante Bild, um die Wandlung ihres Helden vom Saulus zum Paulus und seine inneren Konflikte auf dem Weg dahin zu verdeutlichen.
Bindungsscheu, berechnend und egoistisch geht er stets den Weg des geringsten Widerstands, gebrochene Herzen in der Damenwelt nimmt er ohne schlechtes Gewissen hin. Von Rechtswegen her müsste man Will Freeman trotz seines jungenhaften Charmes eigentlich hassen, wäre da nicht der zauberhafte, ironische, immer wieder messerscharf aufblitzende Off-Kommentar Grants, der Einblick in sein Innenleben gewährt und gleichzeitig die stärkste humoristische Waffe des Films ist. So erfährt man als Zuschauer hautnah, dass sich Will nur deshalb in eine Selbsthilfegruppe schmuggelt, weil er alleinerziehende Mütter als ideale weibliche Beute ausgemacht hat. Er kann nicht ahnen, dass er über drollige Umwege an Marcus geraten wird, der von seiner wohlmeinenden Hippie-Mutter (Toni Collette mit viel Sinn für Hässlichkeit) als totaler Außenseiter mit bunten Pullis, absurden Strickmützen und einer prekären Vorliebe für Roberta Flacks "Killing Me Softly" durchs Leben geschickt wird. Marcus erhofft sich in Will den Vater, den er nie hatte. Will will den Knirps loswerden, greift aber auf ihn zurück, als seine kleine Lüge, er sei ein alleinerziehender Vater, aufzufliegen droht. Verstrickungen, Verwicklungen, Missverständnisse folgen, allesamt ebenso unterhaltsam und überraschend wie der wunderbare Soundtrack von Badly Drawn Boy - seit "Die Reifeprüfung" passte Musik nicht mehr so gut zu einer Komödie - einer Komödie wohlgemerkt, von der man in späteren Jahren mit ähnlicher Hochachtung sprechen wird wie von Mike Nichols Meisterwerk von 1967. ts.
Will Freeman ist überzeugter Single, glücklich kinderlos und lebt wie die Made im Speck. Er genießt seine Affären und hat es dabei vor allem auf alleinerziehende Mütter abgesehen, denen er in einer Selbsthilfegruppe für alleinerziehende Eltern begegnet. Durch Zufall lernt er den sonderlichen zwölfjährigen Marcus kennen, der ausgerechnet in Will den idealen Vater wittert.
Quelle: Universal Pictures
| Darsteller: | Hugh Grant | als Will Freeman | |
|---|---|---|---|
| Toni Collette | als Fiona | ||
| Rachel Weisz | als Rachel | ||
| Nicholas Hoult | als Marcus | ||
| Victoria Smurfit | als Susie | ||
| Sharon Small | als Christine | ||
| Nat Gastiain Tena | als Ellie | ||
| Augustus Prew | als Ali | ||
| Isabel Brook | als Angie | ||
| Nicholas Hutchison | als John | ||
| Mark Drewry | als Clive | ||
| Ben Ridgeway | als Lee | ||
| Rosalind Knight | als Lindseys Mutter | ||
| Roger Brierley | als Mr. Chalmers | ||
| Jonathan Franklin | als Mark | ||
| Janine Duvitski | als Caroline | ||
| Denise Stephenson | als Lindsey | ||
| Joyce Henderson | als Moira | ||
| Jack Warren | als Lees Sidekick | ||
| Russell Barr | als Maitre D' | ||
| Sian Martin | als nette Kellnerin | ||
| Tessa Vale | als Klassenlehrerin | ||
| John Kamal | als Nicky | ||
| Jenny Galloway | als Frances | ||
| Sidney Livingstone | als Parkwächter | ||
| Alex Kew | als Simon Cosgrove | ||
| Mark Heap | als Mathelehrer | ||
| Regie: | Chris Weitz | ||
| Paul Weitz | |||
| Buch: | Peter Hedges | ||
| Chris Weitz | |||
| Paul Weitz | |||
| Musik: | Badly Drawn Boy | ||
| Kamera: | Remi Adefarasin | ||
| Produzent: | Jane Rosenthal | ||
| Robert De Niro | |||
| Brad Epstein | |||
| Tim Bevan | |||
| Eric Fellner | |||
About a Boy, oder: Der Tag der toten Ente in der Fotoshow
Features
Der Titel enthält folgende Features
Sprachen: Deutsch dts HD 5.1, Spanisch dts HD 5.1, Italienisch dts HD 5.1
Tonformat: dts HD 5.1
Untertitel: Deutsch, Englisch, Spanisch, Italienisch, Niederländisch
Bildformat: 1:2,35/16:9
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