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About a Boy, oder: Der Tag der toten Ente

Überragende Verfilmung des Hornby-Romans, in dem ein egoistischer Mittdreißiger Freundschaft mit einem Zwölfjährigen schließt.


About a Boy, oder: Der Tag der toten Ente

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Erhältlich seit:
03.04.2003

Originaltitel: About a Boy

Komödie

Großbritannien/USA 2002
Laufzeit: 97 Min.
FSK: ab 6

Hugh Grant
Toni Collette
Rachel Weisz

Regie: Chris Weitz, ...
Universal Pictures Germany

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Hugh Grant entdeckt als Berufssohn ein Leben jenseits von Designerzwirn, Edel-Loft und One-Night-Stands.

Der sonderbare Zwölfjährige hat sich Will als Ersatzpapi ausgesucht Großansicht

Der sonderbare Zwölfjährige hat sich Will als Ersatzpapi ausgesucht

Nach ihrem Koitus-Klamauk "American Pie" (1999) überraschen die Brüder Chris und Paul Weitz nun mit der gefühlvollen Adaption eines Nick-Hornby-Bestsellers. Über zwei Millionen deutsche Kinobesucher verfolgten die Geschicke des reichen Weiberhelden Will Freeman (Hugh Grant).

Um noch mehr Damen zu beglücken, schleicht er sich als Vater eines fiktiven Kleinkinds in eine Selbsthilfegruppe für Alleinerziehende ein. Dort allerdings trifft er auf Marcus (Nicholas Hoult) und dessen selbstmordgefährdete Mutter (Toni Collette), die das Leben des Taugenichts' gehörig umkrempeln...

Tausendsassa Grant zieht auch in diesem Komödienjuwel alle Register seines Könnens. Bestens unterstützt wird er dabei von der vielversprechenden Entdeckung Nicholas Hoult und Toni Collette ("Muriels Hochzeit"). Die DVD wartet zusätzlich mit entfallenen Szenen, Making of etc. auf. Ein absolutes Bonbon sind die Videos und Interviews von Soundtrack-Komponist Badly Drawn Boy.

About a Boy, oder: Der Tag der toten Ente

Mit der Verfilmung von Nick Hornbys Bestseller "About a Boy" gibt die britische Erfolgsproduktionsfirma Working Title ("Notting Hill") die männliche Antwort auf ihren letztjährigen Superhit "Bridget Jones - Schokolade zum Frühstück": Mit Hugh Grant in seiner vielleicht besten Rolle als ebenso charmanter wie verantwortungsloser Mittdreißiger, der wider besseren Willen Freundschaft mit dem merkwürdigsten Zwölfjährigen Londons schließt, kann die makellose Britcomedy auf ein würdiges Gegenexemplar zu Renee Zellwegers kalorienbewusster Neurotikerin setzen.

Nachdem er in den Fußballfanerinnerungen "Fever Pitch" und der Ode an das Plattensammeln und die monogame Liebe, "High Fidelity", mehr oder weniger sich selbst in den Mittelpunkt gestellt hatte, versuchte sich Fußballfan, Plattensammler und Musikkritiker Nick Hornby in seinem zweiten, 1998 erschienenen Roman "About a Boy" erstmals an einer Hauptfigur, die so gar keine Charaktermerkmale mit dem hemdsärmeligen, grundanständigen Autor gemein haben sollte: Der 36-jährige Will Freeman (sic!) ist ein selbstgefälliger Tagedieb, der seinen verantwortungslosen und teuren Lebensstil mit den Tantiemen bestreitet, die er Monat um Monat für die einzige erfolgreiche Komposition seines verstorbenen Vaters bezieht. Die Figur hat charmante Ansätze, will auf den Buchseiten aber ebensowenig überzeugend zu Leben erwachen wie der bemühte Versuch, anhand der Geschichte Wills und seiner überraschenden Freundschaft zu dem verlachten zwölfjährigen Außenseiter Marcus die unübersehbare und verbindende Bedeutung von Nirvana-Sänger Kurt Cobain für die verschiedenen Generationen zu erklären (der Titel "About a Boy" ist eine direkte Anspielung auf den Nirvana-Song "About a Girl").

Dass der Film, obendrein mit Parade-Dandy Hugh Grant in der für ihn völlig untypischen Rolle eines Slackers in Prada-Technostretch, das heillose Durcheinander des Romans geradezu mühelos entschlackt, ist eines der großen Kinomirakel des Jahres: Sämtliche Cobain-Anspielungen wurden gestrichen. Das melodramatische letzte Drittel wurde über Bord geworfen und mit einem weitaus wirksameren Showdown bei einem Schulkonzert (unglaubliche Szene, in der Will erstmals für etwas einsteht und nebenher freiwillig für all seine Vergehen büßt) ersetzt. Unverkennbar durchlief "About a Boy" die Produktionsschmiede von Working Title, die die Erfolgselemente vorangegangener Hits wie "Vier Hochzeiten und ein Todesfall", "Notting Hill" oder "Bridget Jones" längst zum Patentrezept verarbeitet haben. Die sophisticated Handschrift ist unverkennbar, und doch ist "About a Boy" moderner und aufregender als die Vorgänger, weil sich Working Title clever zwei Amerikaner für die kosmopolitische Inszenierung des sehr britischen Stoffes holten. Chris und Paul Weitz ("American Pie") geben sich nicht einfach damit zufrieden, die Szenen im Sitcom-Stil abzufilmen, sondern setzen auf visuelles Flair und finden tatsächlich auch das ein oder andere prägnante Bild, um die Wandlung ihres Helden vom Saulus zum Paulus und seine inneren Konflikte auf dem Weg dahin zu verdeutlichen.

Bindungsscheu, berechnend und egoistisch geht er stets den Weg des geringsten Widerstands, gebrochene Herzen in der Damenwelt nimmt er ohne schlechtes Gewissen hin. Von Rechtswegen her müsste man Will Freeman trotz seines jungenhaften Charmes eigentlich hassen, wäre da nicht der zauberhafte, ironische, immer wieder messerscharf aufblitzende Off-Kommentar Grants, der Einblick in sein Innenleben gewährt und gleichzeitig die stärkste humoristische Waffe des Films ist. So erfährt man als Zuschauer hautnah, dass sich Will nur deshalb in eine Selbsthilfegruppe schmuggelt, weil er alleinerziehende Mütter als ideale weibliche Beute ausgemacht hat. Er kann nicht ahnen, dass er über drollige Umwege an Marcus geraten wird, der von seiner wohlmeinenden Hippie-Mutter (Toni Collette mit viel Sinn für Hässlichkeit) als totaler Außenseiter mit bunten Pullis, absurden Strickmützen und einer prekären Vorliebe für Roberta Flacks "Killing Me Softly" durchs Leben geschickt wird. Marcus erhofft sich in Will den Vater, den er nie hatte. Will will den Knirps loswerden, greift aber auf ihn zurück, als seine kleine Lüge, er sei ein alleinerziehender Vater, aufzufliegen droht. Verstrickungen, Verwicklungen, Missverständnisse folgen, allesamt ebenso unterhaltsam und überraschend wie der wunderbare Soundtrack von Badly Drawn Boy - seit "Die Reifeprüfung" passte Musik nicht mehr so gut zu einer Komödie - einer Komödie wohlgemerkt, von der man in späteren Jahren mit ähnlicher Hochachtung sprechen wird wie von Mike Nichols Meisterwerk von 1967. ts.

About a Boy, oder: Der Tag der toten Ente

Will Freeman ist überzeugter Single, glücklich kinderlos und lebt wie die Made im Speck. Er genießt seine Affären und hat es dabei vor allem auf alleinerziehende Mütter abgesehen, denen er in einer Selbsthilfegruppe für alleinerziehende Eltern begegnet. Durch Zufall lernt er den sonderlichen zwölfjährigen Marcus kennen, der ausgerechnet in Will den idealen Vater wittert.

Quelle: Universal Pictures

Darsteller:  Hugh Grant   als Will Freeman
  Toni Collette   als Fiona
  Rachel Weisz   als Rachel
  Nicholas Hoult   als Marcus
  Victoria Smurfit   als Susie
  Sharon Small   als Christine
  Nat Gastiain Tena   als Ellie
  Augustus Prew   als Ali
  Isabel Brook   als Angie
  Nicholas Hutchison   als John
  Mark Drewry   als Clive
  Ben Ridgeway   als Lee
  Rosalind Knight   als Lindseys Mutter
  Roger Brierley   als Mr. Chalmers
  Jonathan Franklin   als Mark
  Janine Duvitski   als Caroline
  Denise Stephenson   als Lindsey
  Joyce Henderson   als Moira
  Jack Warren   als Lees Sidekick
  Russell Barr   als Maitre D'
  Sian Martin   als nette Kellnerin
  Tessa Vale   als Klassenlehrerin
  John Kamal   als Nicky
  Jenny Galloway   als Frances
  Sidney Livingstone   als Parkwächter
  Alex Kew   als Simon Cosgrove
  Mark Heap   als Mathelehrer
 
Regie:  Chris Weitz  
  Paul Weitz  
Buch:  Peter Hedges  
  Chris Weitz  
  Paul Weitz  
Musik:  Badly Drawn Boy  
Kamera:  Remi Adefarasin  
Produzent:  Jane Rosenthal  
  Robert De Niro  
  Brad Epstein  
  Tim Bevan  
  Eric Fellner  

Hochzeit für Muriel

Toni Collette war in "Muriels Hochzeit" besessen von der Idee, vor den Traualtar geführt zu werden. Was sich im Film zwangsweise zur Tragödie entwickelte, klappt im wahren Leben umso besser.

Hat ihren Traummann gefunden: Toni Collette

Hat ihren Traummann gefunden: Toni Collette

Am Wochenende wurde ein Traum für die 30-jährige Schauspielerin wahr: Sie und Musiker Dave Galafassi sagten endlich für immer Ja. Die Trauung fand in der Nähe von Sydney statt, wo Toni Collette ein beachtliches Anwesen besitzt.

Die beiden lernten sich vor einem Jahr kennen und lieben. Vor rund 100 geladenen Gästen vollzog ein buddhistischer Mönch die Eheschließung.

Im Anschluss gab es ein leckeres vegetarisches Festessen, bevor der schönste Tag im Leben der Braut mit einem Feuerwerk zu Ende ging.

Ihre alternative Lebenseinstellung konnte die Australierin in "About a Boy" als Öko-Mami großartig verwenden. Ab 27. März wird sie neben Nicole Kidman, Meryl Streep und Julianne Moore in Stephen Daldrys "The Hours" auf den deutschen Leinwänden zu bewundern sein.

 

About a Boy, oder: Der Tag der toten Ente in der Fotoshow

 

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