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Absolute Power

Clint Eastwood kommt als alternder Einbrecher einem Mord im Dunstkreis des US-Präsidenten auf die Spur.


Absolute Power

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Erhältlich seit:
10.12.1999

Thriller

USA 1997
Laufzeit: 116 Min.
FSK: ab 12

Clint Eastwood
Gene Hackman
Ed Harris

Regie: Clint Eastwood
Warner Home Video Germany

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Absolute Power

Ein Einbruch bei dem Multimillionär Walter Sullivan soll der letzte große Coup des Meisterdiebs Luther Whitney sein. Kurz bevor er mit der Beute fliehen kann, kehrt Sullivans Ehefrau Christy unerwartet mit dem US-Präsidenten Alan Richmond im Schlepptau nach Hause zurück. Das Liebespaar gerät in einen heftigen Streit, in dessen Verlauf Christy Sullivan schließlich zu Tode kommt. Fortan hat Luther Whitney zwei mächtige Gegner: das FBI, das ihn als Augenzeuge beseitigen will, und die Polizei, die ihn als Mordverdächtigen verfolgt...

Nachdem er mit "Die Brücken am Fluß" erfolgreich einen Liebesroman adaptierte, kehrt Hollywood-Veteran Clint Eastwood ("Dirty Harry") in seiner 19. Regiearbeit wieder zu dem Genre zurück, in dem er sich zu Hause fühlt: dem klassischen Thriller. Handwerklich perfekt bietet diese brisante Polit-Story spannende Unterhaltung auf höchstem Niveau. Bis in die kleinsten Nebenrollen mit großen Namen besetzt (phänomenal: Gene Hackman als machtbessessener Präsident) wird diese gelungene Adaption des gleichnamigen Bestsellers von David Baldacci nicht nur die Eastwood-Fangemeinde begeistern.

Absolute Power

Nach seiner gefeierten Romanverfilmung "Die Brücken von Madison County" widmet sich die lebende Hollywood-Legende Clint Eastwood erneut einer Bestselleradaption. Mit "Absolute Power", nach der spannungsreichen, aber etwas trivialen Vorlage "Der Präsident" von David Baldacci, begibt sich Eastwood hier zugleich wieder auf vertrautes, spannungsreiches Thrillerterrain. In der Protagonistenrolle eines Topeinbrechers, der unfreiwillig Zeuge eines brisanten Mordes wird und antritt, ein marodes Establishment bloßzustellen, spielt der alte Haudegen einmal mehr sein nahezu unfehlbares Starcharisma aus.

Die Figur des Luther Whitney, ein alternder Berufskrimineller, in dessen zerfurchtem Gesicht sich wissender Stolz, bedauernder Schmerz und das verletzliche Bewußtsein der eigenen Sterblichkeit widerspiegelt, fügt sich nahtlos in Eastwoods vom fortgeschrittenen Alter diktierte Rollenwahl ein. Vor allem seinem konfliktbeladenen Secret-Service-Agenten aus "In the Line of Fire" steht sie sehr nahe. Nach seiner Abkehr vom konventionellen Actionheldentum vor etwa fünf Jahren zeigt sich Eastwood wieder von einer sehr menschlichen Seite. In diesem Fall kämpft er nicht nur gegen ruchlose Killer mit politischen Verbindungen, sondern auch mit der Schuld, nie für seine Tochter Kate (Laura Linney aus "Congo"), einer aufstrebenden Staatsanwältin, dagewesen zu sein. In eine prekäre Lage gerät Whitney, als er bei einem letzten Coup hinter einem doppelten Spiegel versteckt Zeuge wird, wie das Liebesspiel zwischen einer jungen Frau (Melora Hardin) und dem US-Präsidenten Alan Richmond (Gene Hackman, der für seine letzte Eastwood-Zusammenarbeit "Erbarmungslos" mit einem Oscar prämiert wurde) plötzlich zum brutalen Clinch eskaliert und damit endet, daß sie von zwei Secret-Service-Agenten erschossen wird. Vor seinem lautlosen Abgang nimmt Whitney ein belastendes Beweisstück an sich. Damit setzt er ein tödliches Katz-und-Maus-Spiel in Bewegung, bei dem er zwischen die Fronten gerät, denn die Mordkommision unter der Leitung von Seth Frank (Ed Harris, gewohnt zuverlässig) hält Whitney für den Hauptverdächtigen...

In seiner nunmehr neunzehnten Regiearbeit bleibt Eastwood seinem geradlinigen Inszenierungsstil treu und kommt ohne große Umschweife und Schnörkel auf den jeweiligen Punkt einer Szene. Die erstklassige Produktion und die exzellente Besetzung nimmt man bei einem Altmeister wie Eastwood beinahe schon als selbstverständlich hin. Ein Wermutstropfen trübt den Spaß an einem ansonsten grundsoliden Kinovergnügen von altem Schrot und Korn: Allzu sehr verläßt sich das von William Goldman (Oscars für "Zwei Banditen" und "Die Unbestechlichen") adaptierte Drehbuch, in dem reißerische Zutaten wie Sex, Mord, Machtmißbrauch und Verrat Eastwoods Charakter und dessen Gerechtigkeitsgefühl, Ehre und Schuldbewußtsein gegenüberstehen, auf logische Implausiblitäten und eine Anhäufung von Zufällen. Dennoch ist dem handwerklich hervorragend gelungenen Suspensethriller sein kraftvoller, energiegeladener Unterhaltungswert nicht abzusprechen. ara.

Darsteller:  Clint Eastwood   als Luther Whitney
  Gene Hackman   als Präsident Alan Richmond
  Ed Harris   als Seth Frank
  Laura Linney   als Kate Whitney
  Judy Davis   als Gloria Russell
  Scott Glenn   als Bill Burton
  Dennis Haysbert  
  E. G. Marshall  
  Melora Hardin  
 
Regie:  Clint Eastwood  
Buch:  William Goldman  
Musik:  Lennie Niehaus  
  Clint Eastwood  
Kamera:  Jack N. Green  
Produzent:  Clint Eastwood  
  Karen Spiegel  
 

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