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Across the Universe

Visuell überbordendes Musical über zwei Liebende in den turbulenten 60er-Jahren, für das die Beatles 30 ihrer Songs zur Verfügung stellten.


Across the Universe

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Erhältlich seit:
18.03.2008

Musikfilm

USA 2007
Laufzeit: 133 Min.
FSK: ab 12

Evan Rachel Wood
Jim Sturgess
Joe Anderson

Regie: Julie Taymor
Sony Pictures Home Entertainment (SPHE)

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Visuell überbordendes Musical über zwei Liebende in den turbulenten 60er-Jahren, für das die Beatles 30 ihrer Songs zur Verfügung stellten.

Lucy und Jude gehören zusammen (Foto: Sony Pictures) Großansicht

Lucy und Jude gehören zusammen (Foto: Sony Pictures)

Jude (Jim Sturgess) und Lucy (Evan Rachel Wood) sind Liebende in den 60er-Jahren. Gemeinsam mit befreundeten Musikern werden sie von der gerade aufkeimenden Gegenkultur und der Anti-Kriegs-Bewegung mitgerissen und erleben mit Hilfe von Dr. Robert (Bono) und Mr. Kite (Eddie Izzard) bewusstseinserweiternde Abenteuer.

Doch dann sind es der Vietnamkrieg selbst und erste gewalttätige Aufstände, die die jungen Liebenden auseinander reißen. Doch sie geben die Hoffnung nie auf, einander eines Tages wieder in die Arme zu schließen.

Ein ungewöhnliches Filmprojekt: ein psychedelisches Musical, für das die Beatles selbst 30 Songs - darunter "Hey Jude", "I Am the Walrus" und "All You Need Is Love" - beisteuerten, die auch den Rahmen der Handlung bilden. Wie gewohnt konzentriert sich Regisseurin Julie Taymor auf die visuelle Gestaltung, was im Zusammenspiel mit der Musik zu einigen traumhaften Szenen führt.

Make Love, not War (Foto: Sony Pictures) Großansicht

Make Love, not War (Foto: Sony Pictures)

Schon vorab ein Thema

Dennoch wurde "Across the Universe" bereits im Vorfeld zum Tagesgespräch, als es zu einem öffentlich ausgetragenen Streit zwischen Taymor und Produzent Joe Roth über die endgültige Schnittfassung des immer wieder verschobenen Films kam.

Across the Universe

Wenige Filme hatten bereits vor ihrer Fertigstellung einen schlechteren Ruf als "Across the Universe". Allerdings ist es auch wenigen Filmen gelungen, sich in ähnlich souveräner Form zu rehabilitieren als Julie Taymors überbordendes Musical, das auf mehr als 30 Liedern aus dem zeitlosen Katalog der Beatles aufbaut.

Zwei Jahre vor seiner ersten offiziellen Vorführung gedreht, danach immer wieder verschoben und in Industrie-Blogs wegen der öffentlich ausgetragenen Auseinandersetzungen zwischen Regisseurin Taymor und Revolution-Studios-Chef Joe Roth um die endgültige Schnittfassung bereits als Desaster von legendären Ausmaßen abgeschrieben, hat "Across the Universe" schon vor den ersten Bildern einen schweren Stand: Förmlich will man die Katastrophe erleben, als die der Film beschrieben wurde. Doch man bekommt etwas Anderes zu sehen, die Skepsis verfliegt schon nach wenigen Minuten - es sei denn, man ist nicht gewillt, die für heutige Sehbedürfnisse durchaus gewöhnungsbedürftige Musical-Form zu akzeptieren. Begleitet von mehr als 30 neu eingespielten Beatles-Klassikern, die den Rahmen für die Handlung bilden, ist "Across the Universe" von der eigenwilligen Musical-Spezialistin Taymor als visuell überbordendes, aber auch emotional und intellektuell jederzeit involvierendes Kaleidoskop der 60er-Jahre gestaltet, festgemacht an der fantasievollen Liebesgeschichte des englischen Hafenarbeiters Jude und des amerikanischen Upper-Class-Mädchens Lucy: Gemeinsam mit ihren Freunden erleben sie die turbulentesten Momente der kulturell aufregendsten Zeit des letzten Jahrhunderts, machen den Weg von Unschuld über Experimentierfreudigkeit und Hoffnung hin zu Desillusion durch. Gewiss fühlt man sich vor allem an "Hair" erinnert, in einer von "She's So Heavy" innovativ untermalten Einberufungsszene auch an "The Wall" und in frühen Momenten selbst an "Grease". Aber vor allem ist dieser Streifzug durch die Vergangenheit fiebriges, üppiges und visionäres Kino, das sich was traut, das auch den Kopf füttert, das immer gewagtere und abstraktere Wege findet, um seine beileibe nicht originelle Geschichte dennoch originell zu erzählen: Zu den Höhepunkten zählen ein psychedelischer Drogentrip mit dem von Bono dargestellten Doctor Robert zu den Klängen von "I Am The Walrus" und eine bewegende Sequenz, in der Jude zu "Strawberry Fields Forever" ein Kunstwerk mit blutenden Erdbeeren konzipiert, das auch Sinnbild für eine ersterbende Liebe und das Ende der Unschuld ist. Man kennt die Story, auch weil man die Historie der Sixties kennt, das Umschlagen des Aufbruchsgefühls in Verzweiflung und Ratlosigkeit, während die Hippie-Idylle in Vietnamkrieg und Radikalisierung der Jugend umschlägt. Natürlich steht am Ende, in einer dem berühmten "Let It Be"-Konzert auf dem Dach der Plattenfirma der Beatles nachempfundenen Sequenz, auch die unausweichliche und universale Botschaft, das alles, was man braucht, nur die Liebe ist. Was zählt ist nicht das Ziel, sondern die Reise, die umso toller ist, je mehr Taymor ihren gestalterischen Instinkten vertraut und sich von Konventionen löst. Es hilft, dass die Musik durch die Bank großartig ist und die Darsteller gewinnend: Neben der reizenden Evan Rachel Wood ist es vor allem der umwerfende Newcomer Jim Sturgess, der in Erinnerung bleibt: Mit einem Gesicht, das die Züge von John Lennon und Paul McCartney zu vereinen scheint, ist er die optimale Identifikationsfigur, während man sich mitreißen lässt von diesem Film, der durchaus auch als Kommentar zur aktuellen Weltsituation verstanden werden will, als Aufruf zur Rückbesinnung, zur Erneuerung, zur Reinigung der Seele. Mit ein bisschen Hilfe von den Beatles ist das kein Problem. ts.

Across the Universe

"Across The Universe" von Regisseurin Julie Taymor ist ein revolutionäres Rockmusical, das im Amerika der turbulenten späten 60er Jahre spielt, zu einer Zeit, als sich überall auf der Welt die Fronten verhärteten.

Als der junge Hafenarbeiter Jude (Jim Sturgess) Liverpool verlässt, um seinen Vater in Amerika zu finden, wird er von einer Welle der Veränderung erfasst, die das ganze Land überschwemmt. Jude verliebt sich in Lucy (Evan Rachel Wood), ein reiches, behütetes Mädchen, das sich der immer größer werdenden Antikriegsbewegung im New Yorker Greenwich Village anschließt. Während der Vietnam-Krieg immer mehr Todesopfer fordert, geraten die politischen Spannungen in den Vereinigten Staaten außer Kontrolle, und Jude und Lucy, deren Liebe unter keinem glücklichen Stern steht, finden sich in einer immer verrückter werdenden psychedelischen Welt wieder.

Kurzbewertung:
"Across The Universe" ist "die Art von Film, die man sich immer wieder ansieht, so wie man seine Lieblingsplatte immer wieder hört." (Roger Ebert, CHICAGO SUN-TIMES)

Quelle: Sony Pictures

Audiokommentar mit Julie Taymor & Elliot Goldenthal
Making of Across The Universe
Die Stars von morgen
Spezialeffekte
Alles über die Musik
Erweiterte Musikperformances
Entfallene Szene "And I Love Her"
"Being For The Benefit Of Mr. Kite"
Fotogalerie

Quelle: Sony Pictures

Darsteller:  Evan Rachel Wood   als Lucy
  Jim Sturgess   als Jude
  Joe Anderson   als Max Carrigan
  Dana Fuchs   als Sadie
  Martin Luther   als Jo-Jo
  T.V. Carpio   als Prudence
  Spencer Liff   als Daniel
  Lisa Hogg   als Judes Liverpooler Freundin
  Nicholas Lumley   als Cyril
  Michael Ryan   als Phil
  Angela Mounsey   als Judes Mutter
  Erin Elliott   als Cheer Coach
  Robert Clohessy   als Judes Vater
  Timothy R. Boyce Jr.   als Jock
  Linda Emond   als Lucys Mutter
  Cynthia Loebe   als Kellnerin
 
Regie:  Julie Taymor  
Buch:  Dick Clement  
  Ian La Frenais  
Musik:  Elliot Goldenthal  
Kamera:  Bruno Delbonnel  
Produzent:  Matthew Gross  
  Jennifer Todd  
  Suzanne Todd  
 

Across the Universe in der Fotoshow

 

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