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Leihvideo
Erhältlich seit:
18.03.2008
USA 2007
Laufzeit: 128 Min.
FSK: ab 12
Evan Rachel Wood
Jim Sturgess
Joe Anderson
Regie: Julie Taymor
Sony Pictures Home Entertainment (SPHE)

Wenige Filme hatten bereits vor ihrer Fertigstellung einen schlechteren Ruf als "Across the Universe". Allerdings ist es auch wenigen Filmen gelungen, sich in ähnlich souveräner Form zu rehabilitieren als Julie Taymors überbordendes Musical, das auf mehr als 30 Liedern aus dem zeitlosen Katalog der Beatles aufbaut.
Zwei Jahre vor seiner ersten offiziellen Vorführung gedreht, danach immer wieder verschoben und in Industrie-Blogs wegen der öffentlich ausgetragenen Auseinandersetzungen zwischen Regisseurin Taymor und Revolution-Studios-Chef Joe Roth um die endgültige Schnittfassung bereits als Desaster von legendären Ausmaßen abgeschrieben, hat "Across the Universe" schon vor den ersten Bildern einen schweren Stand: Förmlich will man die Katastrophe erleben, als die der Film beschrieben wurde. Doch man bekommt etwas Anderes zu sehen, die Skepsis verfliegt schon nach wenigen Minuten - es sei denn, man ist nicht gewillt, die für heutige Sehbedürfnisse durchaus gewöhnungsbedürftige Musical-Form zu akzeptieren. Begleitet von mehr als 30 neu eingespielten Beatles-Klassikern, die den Rahmen für die Handlung bilden, ist "Across the Universe" von der eigenwilligen Musical-Spezialistin Taymor als visuell überbordendes, aber auch emotional und intellektuell jederzeit involvierendes Kaleidoskop der 60er-Jahre gestaltet, festgemacht an der fantasievollen Liebesgeschichte des englischen Hafenarbeiters Jude und des amerikanischen Upper-Class-Mädchens Lucy: Gemeinsam mit ihren Freunden erleben sie die turbulentesten Momente der kulturell aufregendsten Zeit des letzten Jahrhunderts, machen den Weg von Unschuld über Experimentierfreudigkeit und Hoffnung hin zu Desillusion durch. Gewiss fühlt man sich vor allem an "Hair" erinnert, in einer von "She's So Heavy" innovativ untermalten Einberufungsszene auch an "The Wall" und in frühen Momenten selbst an "Grease". Aber vor allem ist dieser Streifzug durch die Vergangenheit fiebriges, üppiges und visionäres Kino, das sich was traut, das auch den Kopf füttert, das immer gewagtere und abstraktere Wege findet, um seine beileibe nicht originelle Geschichte dennoch originell zu erzählen: Zu den Höhepunkten zählen ein psychedelischer Drogentrip mit dem von Bono dargestellten Doctor Robert zu den Klängen von "I Am The Walrus" und eine bewegende Sequenz, in der Jude zu "Strawberry Fields Forever" ein Kunstwerk mit blutenden Erdbeeren konzipiert, das auch Sinnbild für eine ersterbende Liebe und das Ende der Unschuld ist. Man kennt die Story, auch weil man die Historie der Sixties kennt, das Umschlagen des Aufbruchsgefühls in Verzweiflung und Ratlosigkeit, während die Hippie-Idylle in Vietnamkrieg und Radikalisierung der Jugend umschlägt. Natürlich steht am Ende, in einer dem berühmten "Let It Be"-Konzert auf dem Dach der Plattenfirma der Beatles nachempfundenen Sequenz, auch die unausweichliche und universale Botschaft, das alles, was man braucht, nur die Liebe ist. Was zählt ist nicht das Ziel, sondern die Reise, die umso toller ist, je mehr Taymor ihren gestalterischen Instinkten vertraut und sich von Konventionen löst. Es hilft, dass die Musik durch die Bank großartig ist und die Darsteller gewinnend: Neben der reizenden Evan Rachel Wood ist es vor allem der umwerfende Newcomer Jim Sturgess, der in Erinnerung bleibt: Mit einem Gesicht, das die Züge von John Lennon und Paul McCartney zu vereinen scheint, ist er die optimale Identifikationsfigur, während man sich mitreißen lässt von diesem Film, der durchaus auch als Kommentar zur aktuellen Weltsituation verstanden werden will, als Aufruf zur Rückbesinnung, zur Erneuerung, zur Reinigung der Seele. Mit ein bisschen Hilfe von den Beatles ist das kein Problem. ts.
| Darsteller: | Evan Rachel Wood | als Lucy | |
|---|---|---|---|
| Jim Sturgess | als Jude | ||
| Joe Anderson | als Max Carrigan | ||
| Dana Fuchs | als Sadie | ||
| Martin Luther | als Jo-Jo | ||
| T.V. Carpio | als Prudence | ||
| Spencer Liff | als Daniel | ||
| Lisa Hogg | als Judes Liverpooler Freundin | ||
| Nicholas Lumley | als Cyril | ||
| Michael Ryan | als Phil | ||
| Angela Mounsey | als Judes Mutter | ||
| Erin Elliott | als Cheer Coach | ||
| Robert Clohessy | als Judes Vater | ||
| Timothy R. Boyce Jr. | als Jock | ||
| Linda Emond | als Lucys Mutter | ||
| Cynthia Loebe | als Kellnerin | ||
| Regie: | Julie Taymor | ||
| Buch: | Dick Clement | ||
| Ian La Frenais | |||
| Musik: | Elliot Goldenthal | ||
| Kamera: | Bruno Delbonnel | ||
| Produzent: | Matthew Gross | ||
| Jennifer Todd | |||
| Suzanne Todd | |||
Across the Universe in der Fotoshow
Features
Der Titel enthält folgende Features
Sprachen: Deutsch DD 5.1, Englisch DD 5.1
Tonformat: Dolby Digital 5.1
Untertitel: Deutsch, Englisch, Türkisch
Bildformat: 1:2,39/16:9
Extras: Audiokommentar, Making of, Featurettes, Entfallene Szene, Bildergalerie, Trailer
Star
Evan Rachel Wood
Amerikanische Schauspielerin. Seit ihrem Durchbruch als exzessives Highschool-Girl in "Thirteen - Dreizehn" (2003) war Evan Rachel Wood...
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