DVD Leihvideo

Actrices ... oder der Traum aus der Nacht davor

Mit versponnenem Humor inszenierten Tragikomödie über eine Frau die verucht ihrer Midlife Crisis zwischen Theaterspielen und realem Leben Herr zu werden.


Actrices ... oder der Traum aus der Nacht davor

Leihvideo

Erhältlich seit:
17.10.2008

Originaltitel: Actrices

Drama/ Komödie

Frankreich 2007
Laufzeit: 104 Min.
FSK: ab 6

Valeria Bruni-Tedeschi
Noémie Lvovsky
Louis Garrel

Regie: Valeria Bruni-Tedeschi
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Mit versponnenem Humor inszenierte Tragikomödie über eine Frau, die versucht ihrer Midlife Crisis zwischen Theaterspielen und realem Leben Herr zu werden.

Marcelline ist genervt von ihrer Mutter (Foto: Piffl) Großansicht

Marcelline ist genervt von ihrer Mutter (Foto: Piffl)

Jetzt oder nie. Den 40. Geburtstag vor Augen hören Frauen die biologische Uhr laut und deutlich ticken. Auch Marcelline (Valeria Bruni-Tedeschi) steckt nicht nur in ihrer Rolle als Natalia Petrowna bei den Proben für Turgenjews "Ein Monat auf dem Land" in der Klemme, sondern auch als zwischen Karriere und Kind hin- und her gerissenes Wesen - zumal der passende Erzeuger fehlt.

Die gefeierte Schauspielerin fragt sich, was war überhaupt, was erwartet mich noch. Aus der Eintönigkeit des Lebens auszubrechen, heißt auch Abschiednehmen von lieb gewordenen Gewohnheiten. Fortan muss sie sich mit einem jungen Kollegen, ihrer Mutter und dem Geist des verstorbenen Vaters herumschlagen.

Éric bekundet Interesse (Foto: Piffl) Großansicht

Éric bekundet Interesse (Foto: Piffl)

Witz und Emotionen

In ihrer Tragikkomödie setzt Valeria Bruni-Tedeschi, die bereits bei "Eher geht ein Kamel durchs Nadelöhr..." Regie führte, auf subtilen Witz und große Emotionen. Immer wieder lässt sie dabei auch autobiografische Erfahrungen in die oftmals verknotet erzählte Handlung mit einfließen. Funkelnde Selbstironie und pointierte Dialoge helfen dabei gekonnt über allzu überraschende Wendungen hinweg.

Actrices ... oder der Traum aus der Nacht davor

Single, weiblich, kinderlos: In ihrem zweiten Spielfilm forscht Valeria Bruni-Tedeschi den fast unlösbaren Konflikt zwischen Schauspiel-Karriere und privatem Glück aus.

Jetzt oder nie. Den 40. Geburtstag vor Augen hören Frauen die biologische Uhr laut und deutlich ticken. Auch Marcelline steckt nicht nur in ihrer Rolle als Natalia Petrowna bei den Proben für Turgenjews "Ein Monat auf dem Land" in der Klemme, sondern auch als zwischen Karriere und Kind hin- und her gerissenes Wesen - zumal der passende Erzeuger fehlt. Die gefeierte Schauspielerin fragt sich, was war überhaupt, was erwartet mich noch. Aus der Eintönigkeit des Lebens auszubrechen, heißt auch Abschiednehmen von lieb gewordenen Gewohnheiten. Erst einmal drangsaliert die Neurotikerin deshalb ihre Umwelt und vor allem einen jungen sanften Kollegen, der mehr will als nur mit ihr auf der Bühne zu stehen, wird aber auch vom Regisseur (kreativer Sadist: Mathieu Amalric) gequält. Zudem muss sie sich mit Theater-Intrigen, ihrer Mutter, dem Geist des verstorbenen Vaters und Turgenjews Natalia Petrowna herumschlagen. Da bleibt nur Flucht in die Kirche mit der Bitte an die Heilige Jungfrau, die Liebe zu finden. Valeria Bruni-Tedeschi spielt in der von ihr mit versponnenem Humor inszenierten Tragikomödie auch die Hauptrolle des charmanten Nervenbündels am Scheideweg und switcht von den manchmal sehr surrealen Theaterproben in Marcellines reale Existenz mit allen Problemen und zurück, deckt dabei Widersprüchlichkeiten in beiden Bereichen auf und lässt die Emotionen nur so wogen. Ein gekonntes Spiel mit Meta-Ebenen bei dem die exaltierte Figur impulsiv zwischen Übertreibung und Wahrhaftigkeit, subtilem Witz und Traurigkeit balanciert. Bevor ihre Quängelei und Launenhaftigkeit jedoch in Zuschauer-Tortur ausartet, nimmt sie sich zurück und sammelt Sympathiepunkte. Bruni-Tedeschi, die schon in "Eher geht ein Kamel durchs Nadelöhr" mit autobiografischen Hinweisen jonglierte, lässt erneut ein Stück persönliche Lebenserfahrung einfließen und teilnehmen an ihrer Welt(sicht). Wenn sich manchmal die Handlungsstränge verknoten und verwirren, helfen funkelnde Selbstironie und pointierte Dialoge über allzu überraschenden Wendungen hinweg. mk.

Darsteller:  Valeria Bruni-Tedeschi   als Marcelline
  Noémie Lvovsky   als Nathalie
  Louis Garrel   als Éric
  Marisa Borini   als Mutter
  Valeria Golino   als Natalia Petrovna
  Maurice Garrel   als Vater
  Simona Marchini   als Tante
  Bernard Nissile   als Jean-Paul
  Olivier Rabourdin   als Marc
  Laetitia Spigarelli   als Juliette
  Gilles Cohen   als Jean-Luc
 
Regie:  Valeria Bruni-Tedeschi  
Buch:  Valeria Bruni-Tedeschi  
  Noémie Lvovsky  
Kamera:  Jeanne Lapoirie  
Produzent:  Olivier Delbosc  
  Marc Missonnier  
 

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