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Adams Äpfel

Bissige, aber sympathische Komödie über einen leidgeprüften modernen Hiob.


Adams Äpfel

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Erhältlich seit:
10.05.2007

Originaltitel: Adams æbler

Komödie/ Drama

Dänemark 2005
Laufzeit: 91 Min.
FSK: ab 16

Ulrich Thomsen
Mads Mikkelsen
Nicolas Bro

Regie: Anders Thomas Jensen
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Bissige, aber sympathische Komödie über einen leidgeprüften modernen Hiob.

Der symbolische Apfelbaum steht mitten im Pfarrgarten (Foto: Delphi) Großansicht

Der symbolische Apfelbaum steht mitten im Pfarrgarten (Foto: Delphi)

Landpfarrer Ivan (Mads Mikkelsen) widmet sich in seinem kleinen Gotteshaus der Resozialisierung Straffälliger. Zu seinen Schäfchen zählen der kleptomanische Alkoholiker und Vergewaltiger Gunnar (Nicolas Bro) sowie der schießfreudige arabische Tankstellenräuber Khalid (Ali Kazim. Neuzugang Adam (Ulrich Thomsen), misanthropischer Neonazi, dessen Bibel "Mein Kampf" ist, gerät sofort in Rage über Ivans Gutmütigkeit.

Rasch erkennt er, dass sich hinter seiner unerschütterlichen Barmherzigkeit eine tragische Vergangenheit verbirgt. Ivan biegt sich die Realität so zurecht, bis sie in sein gnadenlos positives Weltbild passt. Adam macht es sich fortan zur Aufgabe, ihn davon zu kurieren - am besten mit Schlägen und Tritten.

Gunnar und Khalid nehmen fleißig am Programm teil (Foto: Delphi) Großansicht

Gunnar und Khalid nehmen fleißig am Programm teil (Foto: Delphi)

Apfelkuchen mal anders

Dänische Apfelkuchen schmecken gallig: Anders Thomas Jensen ("Dänische Delikatessen") bleibt seinem Fach treu und serviert eine bissige, aber sympathische Komödie über einen leidgeprüften modernen Hiob.

Mögen das Treiben auch grotesk und die Individuen obskur sein, die betont lakonische Regie gibt den absurden Kapriolen und göttlichen Fügungen eine fast prosaische Bodenhaftung.

Adams Äpfel

Dänische Apfelkuchen schmecken gallig: Anders Thomas Jensen ("Dänische Delikatessen") bleibt seinem Fach treu und serviert eine bissige, aber sympathische Komödie über einen leidgeprüften modernen Hiob, den (fast) nichts von seinem Glauben abbringt.

Landpfarrer Ivan ("Casino Royale"-Gegenspieler Mads Mikkelsen) widmet sich in seinem kleinen Gotteshaus der Resozialisierung Straffälliger. Zu seinen Schäfchen zählen der kleptomanische Alkoholiker und Vergewaltiger Gunnar, sowie der schießfreudige arabische Tankstellenräuber Khalid. Neuzugang Adam (Ulrich Thomsen aus "Brothers"), misanthropischer Neonazi, dessen Bibel "Mein Kampf" ist, gerät sofort in Rage über Ivans Gutmütigkeit. Rasch erkennt er, dass sich hinter seiner unerschütterlicher Barmherzigkeit eine tragische Vergangenheit verbirgt. Ivan biegt sich die Realität so zurecht, bis sie in sein gnadenlos positives Weltbild passt. Adam macht es sich fortan zur Aufgabe, ihn davon zu kurieren - am besten mit Schlägen und Tritten.

Den Konflikt zwischen dem teuflischen Adam und dem Gutmenschen Ivan schildert Jensen in einem menschelnden, nonchalanten Tonfall, der zwar kalkuliert provoziert, aber auf charmante Weise selbst gelegentlichen Gewalteinsatz entschärft. Ivan erweist sich als unkaputtbares Stehaufmännchen wie aus einem Comic und selbst Kopfschüsse erzielen eine heilende Wirkung. Mögen das Treiben auch grotesk und die Individuen obskur sein, die betont lakonische Regie gibt den absurden Kapriolen und göttlichen Fügungen eine fast prosaische Bodenhaftung.

Wenn der titelgebende Apfelbaum von einer Plage nach der anderen heimgesucht, Ivan vom Schicksal in jeder erdenklichen Fasson gebeutelt und stets das Buch Hiob aufgeschlagen wird, weist Jensen deutlich, vielleicht überdeutlich auf den allegorischen Charakter hin. Dann erscheint Satan in gestalt Adams und Ivan als duldsames Lamm, das so lange geprüft wird, bis sein Gottesglaube bricht. Jensen, der die junge Tradition schwarzhumoriger dänischer Komödien quasi im Alleingang zu verantworten hat (Drehbücher von "Mifune" bis "In China essen sie Hunde"), arbeitet auf eine christliche Botschaft hin, die er freilich in leicht respektloser und immer unterhaltsamen Art unterbreitet. Dafür erhielt sein Werk auch den dänischen Filmpreis Robert in vier Kategorien und setzte sich gegen Favorit Lars von Trier durch.

tk.

Adams Äpfel

Der Landpfarrer Ivan (Mads Mikkelsen) betreut in seiner
Kirche Straffällige während ihrer Resozialisierung. Bis
Adam (Ulrich Thomsen) kommt. Er ist ein durch und durch
böser Mensch, seine Bibel ist Hitlers "Mein Kampf" und
er hat nur ein Ziel: Den Scheißjob in der Kirche so schnell
wie möglich abzureißen und zu seinen Kameraden zurückzukehren.
Aber schon die erste Begegnung mit dem
harmoniesüchtigen Pastor droht zu eskalieren. Adam versucht
Ivan von der Schlechtheit der Welt zu überzeugen,
während Ivan das fehlgeleitete Schaf zurück auf den Weg
der Tugend führen möchte. An der sich zuspitzenden Auseinandersetzung
zwischen Gut und Böse scheint sich aber
noch eine dritte Macht zu beteiligen, die beide Seiten vor
eine schwere Prüfung stellen wird ...

Quelle: EuroVideo

Darsteller:  Ulrich Thomsen   als Adam
  Mads Mikkelsen   als Ivan
  Nicolas Bro   als Gunnar
  Ali Kazim   als Khalid
  Paprika Steen   als Sarah
  Nikolaj Lie Kaas   als Holger
  Ole Thestrup   als Dr. Kolberg
  Gyrd Lofqvist   als Poul
  Lars Ranthe   als Esben
 
Regie:  Anders Thomas Jensen  
Buch:  Anders Thomas Jensen  
Musik:  Jeppe Kaas  
Kamera:  Sebastian Blenkov  
Produzent:  Tivi Magnusson  
  Mie Andreasen  
 

Adams Äpfel in der Fotoshow

 

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