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Adèle und das Geheimnis des Pharaos

Luc Bessons Fantasykomödie über eine Journalistin, die im Paris des Jahres 1912 ungewöhnliche Abenteuer mit wiederbelebten Mumien und Sauriern erlebt.


Adèle und das Geheimnis des Pharaos

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Erhältlich seit:
09.03.2011

Originaltitel: Les Aventures extraordinaires d'Adèle Blanc-Sec

Abenteuer/ Fantasy

Frankreich 2010
Laufzeit: 102 Min.
FSK: ab 12

Louise Bourgoin
Mathieu Amalric
Gilles Lellouche

Regie: Luc Besson
Universum Film

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Adèle und das Geheimnis des Pharaos

Gerade ist Abenteurerin Adèle aus Ägypten zurückgekehrt. Mitgebracht hat sie eine Mumie und die Hoffnung, dass mit deren Hilfe ihre Schwester aus dem Koma befreit werden kann. Denn Wiederbelebung scheint selbst nach Millionen Jahren möglich. Das beweist ein alter Professor, durch dessen Experiment ein Flugsaurier im Museum aus dem Ei schlüpfen kann. Damit gibt es im Paris des Jahres 1912 neue Attraktionen. In der Luft kreuzt ein gefährlicher Saurier, am Boden bestaunen reanimierte Mumien die Wunder dieser exotischen Zivilisation.

Wie in vielen seiner Filme stellt Luc Besson auch in seinem jüngsten eine starke Frau in den Mittelpunkt. Adèle ist Frankreichs Antwort auf Indiana Jones und bereits seit 1976 in bisher zehn Comicbänden von Jacques Tardi aktiv. Zwei davon komprimiert Besson zu einem aufwendigen Ausstattungsfilm, der, im Ton manchmal so albern wie abenteuerlich, auch jüngere Zuschauer einfangen will, aber mit Neuentdeckung Louise Bourgoin und opulenten Bildern vom alten Paris auch erwachsenen Zuschauern Anreize bietet.

Adèle und das Geheimnis des Pharaos

In einer visuell opulenten Comicverfilmung erklärt Luc Besson seine Liebe zu einer selbstbewussten Abenteurerin und familientauglichem Entertainment.

Während seine erfolgreichen Gartenzwerge, die Minimoys, mit Arthur bereits ihr drittes Abenteuer erleben, er als Produzent und Mentor actionbegabter Protegés Hollywood mit französischen Nachwuchstalenten versorgt, fand Luc Besson auch noch ein Zeitfenster für seinen verspieltesten Realfilm seit "Das fünfte Element". Zehn Bände sind von Jacques Tardis in Frankreich sehr populärer Comicreihe "Adèles ungewöhnliche Abenteuer" erschienen, zwei davon komprimierte Autor-Regisseur Besson zu seiner aufwendigen Franchise-Ouvertüre, die in jedem Bild den Beweis auch für die visuelle Schönheit der Belle Epoque anzutreten versucht.

Zwei Jahre vor dem Ausbruch des 1. Weltkriegs und dem Ende dieser Epoche ist Paris ein architektonischer Traum, in den Besson, auf den Spuren von "Die fabelhafte Welt der Amelie", mit einer Fülle von erzählerischen Details und optischen Spielereien einführt. Für zwei Geschichten ist Journalistin Adèle dabei attraktiver Knotenpunkt. In Ägypten sucht Frankreichs Antwort auf Indiana Jones, die, 1976 im Comic geboren, dieser Kultfigur des Genres eigentlich vorausgeht, die Mumie eines berühmten Arztes der antiken Nilkultur. Diese soll der Schlüssel für die Heilung ihrer geliebten Schwester sein, die seit vielen Jahren im Koma liegt. Die Wiederbelebung von Toten ist auch zentrales Motiv im zweiten Handlungsarm, als es einem schrulligen Professor gelingt, die Brut eines vor 135 Millionen Jahren ausgestorbenen und nun im Museum endgelagerten Flugsauriers schlüpfen zu lassen. Nachdem Saurier, Riesenaffen und Monsterechsen bisher neben Japan vornehmlich den amerikanischen Kontinent heimsuchten, wird nun Frankreichs Metropole zum "Jurassic Park" - jagen schusselige Polizisten den Chaos stiftenden Saurier, dessen Schicksal unmittelbar mit dem des Professors und Adèles Schwester verknüpft ist.

Nicht untypisch für Besson ist der erzählerische Ton dabei manchmal so albern wie abenteuerlich, erinnern Slapstickelemente an den Stummfilm, steht Dramatik hinter Komik zurück, weil Besson auch ein jüngeres Publikum erreichen will, das in den Figuren nicht repräsentiert ist. Viele Effekte und Fantasyelemente tragen dieser Zielvorgabe Rechnung in einem Film, der mit Louise Bourgoin ("Das Mädchen aus Monaco"), mit Ausstattungs- und Bildopulenz auch Attraktionen für Erwachsene und mit flanierenden Touristen-Mumien auch ein witziges Finale bietet. kob.

Darsteller:  Louise Bourgoin   als Adèle Blanc-Sec
  Mathieu Amalric   als Dieuleveult
  Gilles Lellouche   als Inspecteur Léonce Caponi
  Laure de Clermont-Tonnerre   als Agathe Blanc-Sec
  Jacky Nercessian   als Marie-Joseph Esperandieu
  Jean-Paul Rouve   als Justin de Saint-Hubert
  Philippe Nahon   als Professeur Ménard
  Gérard Chaillou   als Präsident Fallières
  Serge Bagdassarian   als Choupard
  Nicolas Giraud   als Andrej Zborowski
 
Regie:  Luc Besson  
Buch:  Luc Besson  
Musik:  Eric Serra  
Kamera:  Thierry Arbogast  
 

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Mathieu Amalric

Französischer Schauspieler, Regisseur und Drehbuchautor. Seit Ende der 90er-Jahre einer der gefragtesten und vielseitigsten Schauspieler...