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Ärger im Gepäck

Emily inszeniert ihre eigene Entführung. Als Profi-Autoknacker Vincent aber mit dem BMW ihres Vaters und mit Emily im Kofferraum davon rauscht, hört der Spaß auf und der Ärger mit Vincents Partnern beginnt. Die locker-flockige Action-Komödie bietet gefälligen Humor für ein jugendliches Publikum.


Ärger im Gepäck

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Erhältlich seit:
02.03.1999

Originaltitel: Excess Baggage

Komödie

USA 1997
Laufzeit: 97 Min.
FSK: ab 12

Alicia Silverstone
Benicio Del Toro
Christopher Walken

Regie: Marco Brambilla
Sony Pictures Home Entertainment (SPHE)

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Unverstandenes Töchterlein inszeniert ihre eigene Entführung, um vom reichen Daddy anerkannt zu werden. Emilys Plan funktioniert perfekt, bis Profi-Autoknacker Vincent mit dem BMW ihres Daddys davonrauscht - mit "Ärger im Gepäck"/Emily im Kofferraum. Die Göre ist nicht nur äußerst schlagfertig, sondern fackelt auch noch die Garage mit seinen geklauten Luxusschlitten ab - zum Mißfallen der wenig zimperlichen Partner von Vincent.

Alicia Silverstone, die schon eine verzogenes Göre in "Clueless - was sonst?" mimte, demonstriert ihre Girl-Power in dieser locker-flockigen Action-Comedy nicht nur als Hauptdarstellerin, sondern auch als Produzentin. Auch wenn es den Szenen manchmal an Drive fehlt, könnten der gefällige Humor samt Slapstickeinlagen, der nette Soundtrack und die frische Besetzung einem jugendlichen Publikum viel Spaß machen.

Kurz nach dem Bombenerfolg der Teeniekomödie "Clueless - Was sonst?" unterzeichnete die jugendliche Hauptdarstellerin Alicia Silverstone einen 10-Mio.-Dollar-Deal mit Columbia Pictures für zwei Projekte - ein Schritt, der in der Branche mit ungläubigem Staunen quittiert wurde. Als Erstlingswerk ihrer eigens gegründeten "First Kiss Productions" wartet die mittlerweile neunzehnjährige Produzentin und Protagonistin in Personalunion nun mit einer romantischen Komödie mit Actionelementen auf.

Die Geschichte nimmt ihren Ausgang mit einem "Noir"-artigen Voiceover, in dem die Protagonistin Emily Hope (Silverstone) erklärt, daß sie sich immer nach der Liebe ihres Vaters gesehnt hat. Infolge sieht man, wie sie mit elektronisch veränderter Stimme von ihrem Vater eine Mio. Dollar Lösegeld fordert, sich selbst mit Klebeband verschnürt und in den Kofferraum ihres dicken BMWs einsperrt. Doch statt wie erhofft vom überglücklichen Daddy in die Arme geschlossen zu werden, klaut der gewiefte Autodieb Vincent (Benicio Del Toro) den Luxusschlitten samt seines unerwarteten "Gepäcks". Der arme Vincent ahnt nicht, was für eine Ladung Ärger er sich damit eingebrockt hat...

Emily entpuppt sich als kickboxende Göre, die droht, ihm die Schuld für das selbstinszenierte Kidnapping in die Schuhe zu schieben, und mit ihrer Kettenraucherei Vincents Fabrikwohnhalle abfackelt. Bald sind dem ungleichen Paar nicht nur die Cops auf den Fersen, sondern auch zwei Ganoven (Nicholas Turturro und Michael Bowen), denen Vincent nach dem Brand Geld schuldet. Zudem erscheint auch noch Emilys dubioser Onkel Ray (Christopher Walken in seiner typisch eisgekühlten Psychopathenrolle - diesmal mit komischem Dreh) auf dem ohnehin recht chaotischen Plan.

Silverstone nimmt abgesehen von einem kurzen Auftritt Sally Kirklands als vollbusige Diner-Bedienung die einzige weibliche Rolle ein. Sie gibt sich verwöhnt-verzogen à la Cher aus "Clueless", doch statt unschuldiger Niedlichkeit kombiniert sie ihre Leinwandpersönlichkeit in diesem Fall mit exaltierter Flapsigkeit, die sich im Konsum unzähliger Zigaretten und Alkfläschchen widerspiegelt - fast als wolle sie beweisen, daß sie kein Unschuldsengel ist. Del Toro bringt seinen extravagant-unkonventionellen Charme ein und scheint sich einen Spaß daraus zu machen, seine Sätze in seltsam verzerrten Rhythmus zu stammeln.

Die Inszenierung geht auf das Konto von "Demoltion Man"-Regisseur Marco Brambilla, der die obligatorischen Autoverfolgungsjagden und die feurige Explosion actionversiert ins rechte Licht zu rücken versteht. Das Drehbuch wurde von immerhin drei verschiedenen Autoren verfaßt, die so manche Unebenheit dennoch nicht ausbügeln konnten. Beim hochkarätigen Soundtrack wurde mit diversen Rockhits von den Wallflowers und der Dave Matthews Band geklotzt, doch damit allein wird man die angepeilten jungen Zuschauer nicht ins Kino locken können. Wie stark Silverstones Publikumsappeal tatsächlich ist, wird sich in den kommenden Wochen herausstellen. ara.

Darsteller:  Alicia Silverstone   als Emily Hope
  Benicio Del Toro   als Vincent Roche
  Christopher Walken   als Raymond Perkins
  Jack Thompson   als Alexander T. Hope
  Harry Connick jr.   als Greg
  Nicholas Turturro   als Stick
  Michael Bowen   als Gus
  Robert Wisden   als Detective Sims
  Leland Orser   als Detective Barnaby
  Sally Kirkland   als Louise
  Hiro Kanagawa  
  Brendan Beiser  
  Demetri Goritsas  
  Jorge Vargas  
  Danielle Saklofsky  
  Stacy Grant  
 
Regie:  Marco Brambilla  
Buch:  Max D. Adams  
  Dick Clement  
  Ian La Frenais  
Musik:  John Lurie  
Kamera:  Jean-Yves Escoffier  
Produzent:  Bill Borden  
  Carolyn Kessler  
 

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Features

 

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