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Age of Stupid - Warum tun wir nichts

Doku-Drama, in dem Pete Postlethwaite im Jahr 2055 mit Hilfe von sechs Kurz-Dokus auf die Umweltzerstörung unserer Zeit zurückblickt.


Age of Stupid - Warum tun wir nichts

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Erhältlich seit:
17.12.2010

Originaltitel: The Age of Stupid

Dokumentarfilm

Großbritannien 2009
Laufzeit: 89 Min.
FSK: ab 12

Pete Postlethwaite
Alvin DuVernay
Jeh Wadia

Regie: Franny Armstrong
Tao Cinemathek

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Age of Stupid - Warum tun wir nichts

Weil wir unsere Umwelt ruinierten, schaut Pete Postlethwaite aus dem postapokalyptischen Jahr 2055 auf dieses Jahrzehnt zurück, wo wir alle Chancen versäumten, den Klimawandel zu stoppen.

Franny Armstrong ("McLibel") geschriebene und inszenierte Doku-Drama versteht ihr Science-Fiction-Szenario als ultimative Warnung, die letzte Chance zur Umkehr zu nutzen, damit die Menschheit nicht die erste Lebensform wird, die sich selbst ausrottet. Die Frage ist allerdings, ob wir es überhaupt wert sind, gerettet zu werden. Womit Armstrong eine - durchaus berechtigte - pessimistische Alarmstimmung vertritt, die sich im Titel niederschlägt, der sich auf uns und die heutige Zeit bezieht. So hat der britische Schauspielveteran Pete Postlethwaite ("Im Namen des Vaters") allen Grund, ein sorgenzerfurchtes Gesicht aufzusetzen, zumal er anno 2055 einsam auf einer zerstörten Erde lebt - in einem polaren Wissens- und Bio-Archiv, wo er sich durch alte Nachrichtschnipsel aus den Anfängen des 21. Jahrhunderts zappt, die ein Spektrum des Schreckens eröffnen: Sechs Mini-Dokus laufen gegeneinander, sechs Geschichten rund um den Globus von Ressourcenverschwendung und Konsumsucht, von den Anzeichen des Klimawandels und der Ignoranz der Menschen. Sie berichten von Katrina, dem Elend in Nigeria und dem Irak, der Gletscherschmelze in den Alpen, von einem indischen Unternehmer, der problemlos eine Airline gründet und einem Briten, der mit einem Windpark am Widerstand der Anrainer scheitert.

In ihrer vierten Dokumentation klagt die studierte Zoologin Armstrong die bedenkenlose Art und Weise an, mit der wir unsere Lebensgrundlage vernichten. Zwar pocht ihr Kaleidoskop der Versäumnisse eingangs auf wissenschaftliche Faktentreue, stellt sich aber rasch als polemischer Rundumschlag gegen alles Übel dieser Welt heraus. Das vollzieht sich wenig strukturiert, aber es muss ja nicht gleich ein pädagogischer Vortrag wie "Eine unbequeme Wahrheit" sein. Drei animierte Vignetten von schöner Bissigkeit rekapitulieren unter anderem unseren Öldurst und den Konsumismus, treffend unterlegt von Depeche Modes "I Just Can't Get Enough". Heimliche Höhepunkte im wohl ersten so gut wie klimaneutralen Film, den folgerichtig auch die Umweltorganisation Greenpeace unterstützt. In einer besseren Welt wäre "The Age of Stupid" ein Blockbuster. tk.

Age of Stupid - Warum tun wir nichts

Wir schreiben das Jahr 2055. London ist überflutet, Sydney in Flammen, Las Vegas von der Wüste verschluckt. Der letzte Mensch sitzt in der geschmolzenen Arktis in einem riesigen Weltarchiv, das die Überreste der Zivilisation enthält, und fragt mit stoischem Ausdruck: "Warum nur haben wir die Klimakatastrophe nicht verhindert, als wir noch die Chance dazu hatten?" Der letzte Mensch, gespielt vom oskarnominierten Schauspieler Pete Postlethwaite, sucht in dem Film "The Age of Stupid" vor seinem interaktiven Bildschirm nach Antworten. Sechs wahre Geschichten, angereichert mit Original-Fernsehbeiträgen der Zeit zwischen 1950 und 2008, dokumentieren den alltäglichen Wahnsinn unserer Zeit - und geben eine erschütternde Antwort, warum wir unseren Lebensraum nicht bewahren konnten.

In glaubhaften Bildern, ohne anklagend zu sein, legt der Film eine Denkart offen, die auf stetes Wachstum zielt - und an ihrem Größenwahn zugrunde geht. Gleichzeitig zeigt die Regisseurin Franny Armstrong aber auch alternative Ansätze, erzählt von gewöhnlichen Menschen, die vor der eigenen Nase mit einem großen Umbruch beginnen - einem Umbruch, der zu einem völlig neuen Umgang mit den Ressourcen der Erde führt.

In ihrem Film plädiert sie für eine eigenständige, selbstverantwortliche Haltung: "Entweder widmen wir uns jetzt ernsthaft dem Klimawandel, oder wir löschen einen Großteil des Lebens auf der Erde aus. Die Zukunft von all dem, was wir als Spezies erreicht haben, steht auf dem Spiel." Während Al Gores "Eine unbequeme Wahrheit" das Interesse vieler Menschen an Klimafragen geweckt hat, geht "The Age of Stupid" einen Schritt weiter und hinterfragt den moralischen, psychologischen Nährboden, auf dem heutzutage jeder einzelne Weltenbürger das Klima betreffende Entscheidungen fällt. Entscheidungen, die angesichts der sich häufenden Naturkatastrophen der Welt schon bald ein neues Gesicht geben könnten.

Quelle: Tao Cinemathek

- Making of (ca. 55 Min.)
- Publikumsgespräch
- Energiespartipps
- Trailer

Quelle: Tao Cinemathek

Darsteller:  Pete Postlethwaite   als Der Archivist
  Alvin DuVernay  
  Jeh Wadia  
  Layefa Malemi  
  Fernand Pareau  
  Jamila Bayyoud  
  Adnan Bayyoud  
  Piers Guy  
 
Regie:  Franny Armstrong  
Buch:  Franny Armstrong  
Musik:  Chris Brierley  
Kamera:  Lawrence Gardner  
Produzent:  Lizzie Gillett  
 

Age of Stupid - Warum tun wir nichts in der Fotoshow

 

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Pete Postlethwaite

Für seine Rolle des 15 Jahre unschuldig inhaftierten Vaters, der in Jim Sheridans IRA-Drama "Im Namen des Vaters" seine Integerität...