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Agent 00 - mit der Lizenz zum Totlachen

Chaos-Komödie mit Leslie Nielsen, die Agenten-Filme aufs Korn nimmt.


Agent 00 - mit der Lizenz zum Totlachen

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Erhältlich seit:
15.05.2007

Originaltitel: Spy Hard

Komödie

USA 1996
Laufzeit: 78 Min.
FSK: ab 12

Leslie Nielsen
Nicollette Sheridan
Charles Durning

Regie: Rick Friedberg
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Agent 00 - mit der Lizenz zum Totlachen

Dick Steele ist ein Top-Agent, sein Kürzel "00". Bei einem riskanten Einsatz kommt seine Freundin Barbara Dahl ums Leben. Der Agent fühlt sich schuldig und gibt seinen Beruf auf. 15 Jahre später erhält er von seinem damaligen Widersacher General Rancor eine Videocassette. Der Terrorist, der bei Steeles Anschlag beide Arme verlor, hält Barbaras Tochter Victoria gefangen und droht die Welt durch einen Nuklearangriff zu vernichten. Zusammen mit Veronique Ukrinsky alias Agent 3.14 macht sich 00 auf den Weg zu Rancors Hauptquartier.

Ganz in der Tradition der klassischen Anarcho-Komödien "Top Secret" oder "Hot Shots!" hat Regisseur Rick Friedberg eine Verulkung des Agentenfilm-Genres in Szene gesetzt. Treffsichere Wortspiele, irrwitzige Kalauer und freche Zoten sind die wichtigsten Zutaten dieser wohltuend respektlosen Parodie, in der Leslie Nielsen als tölpelhafter Bond-Verschnitt einmal mehr alle Register seines Könnens zieht. Unterstützt wird er dabei durch Cameo-Auftritte von Hulk Hogan, Ray Charles oder Weird Al Yankovic.

Agent 00 - mit der Lizenz zum Totlachen

Leslie Nielsen wieder auf vertrautem "Nackte Kanone"-Territorium: Weil sich sein Lt. Drebin nach dem Final Insult in Teil drei weiter im vorzeitigen Komödien-Ruhestand befindet, bewegt sich Nielsen hier als Agent Dick Steele auf dem glatten Parkettboden der hinlänglich bekannten, allseits beliebten Genre-Parodie-Derivate. Als Zielscheibe für Gags am laufenden Band dient der Agentenfilm. Woran es "Agent 00 - Lizenz zum Totlachen" allerdings mangelt, ist der inspirierte Wahnsinn, mit denen die Zucker-Brüder und Jim Abrahams den Fans in ihren Chaoskomödien das Pointen-Nirvana bescheren.

Fast erscheint es paradox, daß das Sub-Genre der Anarchokomödien mittlerweile nach immer ein und derselben Formel ablaufen zu scheinen, so daß sie erschreckend vorhersehbar geworden sind. In seinen "Airplane!"-Filmen und allen nachfolgenden artverwandten Produktionen von "Top Secret" bis "Hot Shots!" hatte sich das Trio Zucker-Abrahams-Zucker mit Unberechenbarkeit, Schamlosigkeit und einer gehörigen Portion Irrwitz gerade über die Schematik immer wieder kehrender Erfolgsrezepte lustig gemacht. Jetzt schließt sich der Kreis: Nicht selten wirkt "Agent 00 - Lizenz zum Totlachen", im Geiste ein aufgeblasener Hollywood-Bruder der Sechziger-Jahre-Kultserie "Mini Max", wie eine Sammlung von Outtakes aus den drei "Nackte Kanone"-Filmen. Da sind die zahllosen irreverenten Wortspiele, die pausenlosen Cameo-Auftritte bekannter Persönlichkeiten von Robert Culp und Mr. T bis Fabio und Ray Charles (als Busfahrer!). Da dürfen auch die ewigen Parodien auf berühmte oder wenigstens notorische Szenen der jüngeren Filmgeschichte - in diesem Fall u. a. "True Lies", "In the Line of Fire", "Sister Act", "Jurassic Park" und "Speed" - nicht fehlen. Doch selbst wenn die Sketche für sich funktionieren, fügt sich diese Nummernrevue in der Addition kaum zu einem gelungenen Film zusammen.

Freuen darf man sich über kleine Momente: Wenn Nielsen mit silberner Langhaarperücke John Travoltas "Pulp Fiction"-Twist persifliert, dann ist das nicht nur aberwitzig-absurd, sondern auch eine gelungene Verbeugung vor "Die unglaubliche Reise in einem verrückten Flugzeug", in dem Robert Hays Travoltas Tanzszene in "Saturday Night Fever" nachahmte. Daß die eigentliche Geschichte, in der der einstige Topagent Dick Steele aus dem vorzeitigen Golf-Ruhestand zurückkehren muß, um seinem totgeglaubten Gegenspieler General Rancor das Handwerk zu legen, dabei ebenso nebensächlich ist wie in den James-Bond-Filmen, die man hier auf den Arm nimmt, fällt nicht weiter ins Gewicht. Zur Ehrenrettung des doch arg vor sich hinplätschernden Spaßes, der seine gute Besetzung sträflich unterbeschäftigt, kommt neben dem gewohnt in unbeirrbarer Hochform agierenden Leslie Nielsen die wunderbare Credits-Sequenz, in der Meister-Parodist "Weird Al" Yankovic eine klassische Bond-Titelmelodie durch den Fleischwolf dreht. Daß eine Chaoskomödie mit Leslie Nielsen auch erfolgreich sein kann, wenn sie qualitativ nicht zu überzeugen weiß, beweist gerade das beachtliche Abschneiden von "Dracula - Tot aber glücklich". Wenn sie dann auch noch wie ein enger Verwandter von "Die nackte Kanone" aussieht, steht einem Überflieger kaum etwas im Wege - auch wenn man über Nielsen-Slapstick schon sehr viel herzlicher lachen konnte. ts.

Darsteller:  Leslie Nielsen  
  Nicollette Sheridan  
  Charles Durning  
  Marcia Gay Harden  
  Barry Bostwick  
  John Ales  
  Andy Griffith  
  Elya Baskin  
  Mason Gamble  
  Carlos Lauchu  
  Stephanie Romanov  
 
Regie:  Rick Friedberg  
Buch:  Rick Friedberg  
  Dick Chudnow  
  Jason Friedberg  
  Aaron Seltzer  
Musik:  Bill Conti  
Kamera:  John R. Leonetti  
Produzent:  Rick Friedberg  
  Doug Draizin  
  Jeffrey Konvitz  
 

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