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Alex & Emma

Romantische Komödie über einen schreibblockierten Autor, den im wörtlichen Sinn die Muse küsst.


Alex & Emma

Leihvideo

Erhältlich seit:
18.05.2004

Komödie

USA 2003
Laufzeit: 92 Min.
FSK: o.A. (ohne Altersbeschränkung)

Kate Hudson
Luke Wilson
Sophie Marceau

Regie: Rob Reiner
Universum Film

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Alex & Emma

Alex hat keinen roten Heller auf dem Konto, 100.000 Dollar Schulden bei der kubanischen Mafia und die übelste Schreibblockade, die sich ein Berufsschriftsteller nur eralbträumen kann. Nachdem ihm ruppige Gangster ihre Ungeduld demonstrieren, hat er auch noch keinen Computer mehr, weshalb er die junge Stenotypistin Emma bittet, sein in dreißig Tagen druckreifes (sonst tot) Manuskript per Hand zu Papier zu bringen. Nach einigem Zögern willigt Emma ein - und bringt gleich ein paar inhaltliche Verbesserungen mit.

Lose basierend auf der abenteuerlichen Entstehungsgeschichte von Dostojewskis "Der Spieler" kredenzt Geschlechterkampf-Fachmann Rob Reiner ("Harry & Sally") eine gutgelaunte Kriminalbeziehungskomödie auf doppelter dramatischer Ebene: Auch der in den 20ern spielende Roman wird - parallel zur kuriosen Entstehung - in Flashbacks bebildert. Luke Wilson ("The Royal Tenenbaums") und Kate Hudson ("Almost Famous") geben in Doppel- bzw. Vierfachrollen ihr Bestes.

Alex & Emma

Kate Hudson ("Wie werde ich ihn los - in 10 Tagen?"") übernimmt zunehmend Meg Ryans angestammte Rolle als American Sweetheart. Sie ist der größte Lichtblick in der neuen romantischen Komödie vom "Harry und Sally"-Regisseur Rob Reiner, in der sie gewohnt gewinnend eine espritvolle Stenografin mimt, die einen Schriftsteller in Nöten kennen- und lieben lernt. Dieser wird im Vergleich zu seiner spritzigen Partnerin farblos von Luke Wilson verkörpert.

Das Drehbuch von Jeremy Leven ("Don Juan DeMarco") basiert lose auf den Umständen, unter denen Dostojewski "Der Spieler" verfasste. Er verliebte sich in seine Stenografin, als er ihr unter Zeitdruck seine Novelle diktierte. In der Filmfassung, die in der Gegenwart angesiedelt ist und mit in den zwanziger Jahren des vergangenen Jahrhunderts angesiedelten Fantasiesequenzen versetzt ist, wird der junge Schriftsteller zum Belletristikautoren Alex Sheldon umfunktioniert. Er steckt in der Bredouille, da er bei zwei kubanischen Gangstern 100.000 Dollar Spielschulden in 30 Tagen zurückzahlen muss. Dies könnte er, sobald er seinem Verleger (Regisseur Reiner in einem Cameoauftritt) seinen neuen Roman abliefert. Doch nicht nur leidet er unter Writer's Block, die beiden Gangster verbrennen auch noch seinen Computer. In einer weiteren etwas absurden Wendung beschließt Alex daraufhin die Stenografin Anna zu engagieren. Sein Roman entfaltet sich schließlich in Rückblenden mit Off-Erzählung, in denen Alex sich als sein Protagonist Adam Shipley sieht. Er arbeitet als Lehrer für die Kinder der schönen Society-Dame Polina (Sophie Marceau), in die er sich unsterblich verliebt. Da sie in Geldnöten steckt, wird sie wohl jedoch ihren reichen Verehrer John Shaw (David Paymer) heiraten. Ihre Affäre mit Adam gipfelt in einer überzogenen Sexszene, die die Cartoonhaftigkeit der Romanfiguren unterstreicht. Gleichzeitig beginnt er eine Beziehung mit dem Au-Pair-Mädchen, das sich der Autor in Gestalt seiner naseweisen Stenographin Emma vorstellt. Ihre Nationalität wechselt im Verlauf des Romans von Schwedin, Deutscher, Spanierin und schließlich Amerikanerin und wird in dem Maße, wie er sich in Emma verliebt, sympathischer skizziert. Doch wie im Roman entspinnt sich auch im wahren Leben eine emotionale Dreieckskonstellation, als die Inspiration für Alex' Polina in Fleisch und Blut aufkreuzt.

Die Doppelplot-Struktur hat durchaus ihren Reiz, wirkt auf Dauer aber vorhersehbar. Die wandelnden Klischees sind teils beabsichtigt, dennoch kann es Reiner mit seiner Inszenierung nicht immer vermeiden, stereotyp zu wirken. Das größte Manko ist, dass nur begrenzt herzhaft gelacht werden kann. Die Lacher gehen vorrangig auf das Konto der Protagonistin. Hudson, die mit Wilson eine passable Chemie verbindet, tritt hier als Brünette auf. (Komödien-)Blondinen scheinen nicht nur mehr Spaß zu haben, sondern auch viel mehr Spaß zu machen. ara.

Darsteller:  Kate Hudson   als Emma Dinsmore/Ylva/ Elsa/Eldora/Anna
  Luke Wilson   als Alex Sheldon/Adam Shipley
  Sophie Marceau   als Polina Delacroix
  David Paymer   als John Shaw
  Rob Reiner   als Wirtschafter
  François Giroday   als Croupier
  Lobo Sebastian   als Bobby/ Flamencotänzer 1
  Chino XL   als Tony/ Flamencotänzer 2
  Cloris Leachman   als Großmutter
  Rip Taylor   als Polinas Vater
  Alexander Wauthier   als André
  Leili Kramer   als Michele
  Gigi Birmingham   als Madame Blanche
  Jordan Lund   als Claude
  Robert Costanzo   als Busfahrer
  Danica Sheridan   als Empfangsdame
  Jordi Caballero   als Flamencotänzer
  Michael Rappaport   als Kasinobesitzer
 
Regie:  Rob Reiner  
Buch:  Jeremy Leven  
Musik:  Marc Shaiman  
Kamera:  Gavin Finney  
Produzent:  Todd Black  
  Alan Greisman  
  Rob Reiner  
  Jeremy Leven  
  Elie Samaha  
 

Alex & Emma in der Fotoshow

 

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