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Alfie

Remake des britischen Klassikers um einen verabtwortungslosen Herzensbrecher. als mänliche "Sex & the City"-Variante.


Alfie

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Erhältlich seit:
28.07.2005

Komödie/ Drama

USA 2004
Laufzeit: 101 Min.
FSK: ab 12

Jude Law
Marisa Tomei
Omar Epps

Regie: Charles Shyer
Paramount Home Entertainment

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Auf der Suche nach dem ultimativen Liebeskick: Superstar und Frauenschwarm Jude Law verfängt sich im Netz von unbeschwertem Sex und flüchtigen Beziehungen.

Jude Law fährt oft auf Umwegen zum Ziel und erfüllt nur allzu gern weibliche Wünsche (Foto: UIP) Großansicht

Jude Law fährt oft auf Umwegen zum Ziel und erfüllt nur allzu gern weibliche Wünsche (Foto: UIP)

Er gehört zum Besten, was die Briten zu bieten haben: Wenn Jude Law seinen samtenen "Hey-Babe"-Blick aufsetzt, schmelzen Frauen dahin wie Butter in der Sonne. Als "Alfie" verführt er reihenweise die Mädels jeden Alters, und sein Job als Limousinenchauffeur sorgt für Begegnungen mit immer neuen und aufregenden Beauties.

Willig sind sie alle - von der verheirateten Dorie bis zur smarten Business-Frau Liz (Susan Sarandon) liegen ihm die Ladies zu Füßen. Seine alleinerziehende Freundin Julie (Marisa Tomei) gibt ihm den Laufpass, als er den Slip der Konkurrenz ausgerechnet in ihrem Abfalleimer entsorgt.

Susan Sarandon gefällt der Herzensbrecher (Foto: UIP) Großansicht

Susan Sarandon gefällt der Herzensbrecher (Foto: UIP)

Womanizer in Nöten

Wieder auf der freien Wildbahn lacht er sich ein durchgeknalltes Partygirl (im richtigen Leben seine Partnerin Sienna Miller) an und treibt es auch noch mit der Freundin seines besten Freundes.

Eine heiße Affäre mit Folgen, die den hedonistischen Metrosexuellen aus der Bahn wirft. Der moralische Katzenjammer über Instantgefühle und schale Abenteuer packt ihn endgültig, als die Girls plötzlich nicht mehr nach seiner Pfeife tanzen.

Billardspiel als Vorspiel (Foto: UIP) Großansicht

Billardspiel als Vorspiel (Foto: UIP)

Zu sexy für diese Welt

Jude Law hält als gewiefter Womanizer wunderbar die Balance zwischen Verführer und Verführtem. Da er oft direkt in die Kamera spricht, wird der Zuschauer zum Komplizen und Vertrauten. Und das Stilmittel funktioniert. Denn mal ehrlich, wer könnte dem umwerfenden Charme des "Sexiest Man Alive" widerstehen?

Alfie

Remake-Spezialist Charles Shyer ("Vater der Braut"-Filme) übt sich erneut im Modernisierungs-Metier, indem er nun den britischen Klassiker "Der Verführer lässt schön grüßen" von 1966 neu verfilmte. Darin spielte Michael Caine in einer Karriere definierenden Rolle einen hartherzig-zynischen Herzensbrecher, was ihn dank einer Oscar-Nominierung zum Star aufsteigen ließ. In seine Gucci-Loafers schlüpft hier Landsmann und it-Boy der Stunde Jude Law ("Unterwegs nach Cold Mountain"), dessen weniger bissigem Alfie erkennbar in einer männlichen und ungemein unterhaltsamen "Sex and the City"-Variante der frauenverachtende Zahn weitgehend gezogen wird. Das Großstadtpublikum wird sich freuen.

Das Drehbuch adaptierte Shyer in Zusammenarbeit mit der bisherigen Sitcom-Autorin Elaine Pope, die seine frühere Partnerin Nancy Myers ablöst. Die Neuversion verlegt den Spielort von London nach New York City. Der Protagonist hingegen ist britischer Herkunft geblieben. Vorgestellt wird Alfie in seinem spartanischen Apartment, wo er - seiner direkten Ansprache in die Kamera zufolge - höchst selten die Nacht verbringt. Denn die Damenwelt reißt sich regelrecht um den modischen Metrosexual, wie bei seiner Vespafahrt durch Manhattan unmissverständlich suggeriert wird. Seine Brötchen verdient er sich als Chauffeur, mit Ambitionen zusammen mit seinem besten Freund (Omar Epps), eines Tages eine eigene Wagenflotte zu besitzen. Alfies Job öffnet ihm die Tür zu diversen Frauenbekanntschaften, wie mit der verheirateten, sexuell vernachlässigten Dorie (Jane Krakowski) oder später der älteren Kosmetikfirmabesitzerin Liz (Susan Sarandon ersetzt Shelley Winters). Eine Art halbfeste Freundin ist die allein stehende Mutter Julie (Marisa Tomei), die von Alfies flatterhaften Gigolo-Natur jedoch alsbald die Nase gestrichen voll hat. Eine kurze Episode mit Folgen legt er mit Marlons Freundin Lonette (Nia Long) ein, und anschließend tröstet er sich mit dem bildhübschen Partygirl Nikki (Laws tatsächliche Partnerin Sienna Miller - einfach umwerfend!), die sich nach anfänglicher Idylle jedoch als manisch-depressiv erweist. Als Alfie schließlich glaubt, die Richtige gefunden zu haben, erhält er eine harsche Retourkutsche und erkennt endgültig seinen Fehler darin, gedankenlos mit den Emotionen anderer zu spielen. Ob er sich allerdings wirklich bessert, lässt der Film offen.

Waren Themen wie Ehebruch und Abtreibung in den 60er Jahren noch schockierend und skandalös, kann davon heute kaum mehr die Rede sein. So verlagert sich der Schwerpunkt mehr auf die komödiantischen Elemente, auch wenn sich melancholische Momente finden, die sich um Einsamkeit und Sterblichkeit drehen. Genau wie im Original hingegen blickt der Protagonist direkt in die Kamera und zieht das Publikum über seine Ansichten und Gefühle ins Vertrauen. Ein originelles Stilmittel, das letztlich deshalb funktioniert, weil es absolut unmöglich ist, sich Laws Charme zu entziehen. Da macht es eigentlich nichts aus, dass die wiederholten Einblendungen von Plakatwänden mit Stimmungs-Slogans wie "Pursue" oder "Desire" ebenso wenig subtil sind wie die Anfangseinblendung des Genitalbereichs der Supermann-Figur in Alfies Schlafzimmer. Denn die Superleistung des Films liefert Law ab, der in nahezu jeder Szene zu sehen ist und von dem man dennoch nicht genug bekommen kann, zumal sein Alfie zwar immer noch ein Schwein ist, im Gegensatz zu Caines Playboy aber wesentlich sympathischer ausfällt. Wie Hugh Grant in "About A Boy" hat er vorrangig das Problem, sich auf eine Frau festzulegen, ohne deswegen zynisch auf das andere Geschlecht herabzusehen. Am greifbarsten ist Laws Chemie mit Nia Long, als sie sich gegenseitig beim Billardspielen verführen. Der anhaltende erotische Unterton wird vom superben Soundtrack vorangetrieben, wobei stimmige Songs von Originalkollaborateuren wie Burt Bacharach, Hal David und Mick Jagger (mit Dave Stewart) und Jungstars wie Joss Stone zu hören sind. ara.

Darsteller:  Jude Law   als Alfie Elkins
  Marisa Tomei   als Julie
  Omar Epps   als Marlon
  Nia Long   als Lonette
  Jane Krakowski   als Dorie
  Sienna Miller   als Nikki
  Susan Sarandon   als Liz
  Renée Taylor   als Lu Schnitman
  Dick Latessa   als Joe
  Jefferson Mays   als Dr. Miranda Kulp
  Gedde Watanabe   als Wing
  Graydon Carter   als Wes
  Jeff Harding   als Phil
  Kevin Rahm   als Terry
 
Regie:  Charles Shyer  
Buch:  Elaine Pope  
  Charles Shyer  
Musik:  Mick Jagger  
  Dave Stewart  
  John Powell  
Kamera:  Ashley Rowe  
Produzent:  Charles Shyer  
  Elaine Pope  

Caine und Law lieben dieselbe Frau

"Mord mit kleinen Fehlern" basiert auf einem Theaterstück von Anthony Shaffer und wurde 1972 zum ersten Mal verfilmt.

Kriegen sich in die Wolle: Michael Caine und Jude Law (Foto: Kurt Krieger) Großansicht

Kriegen sich in die Wolle: Michael Caine und Jude Law (Foto: Kurt Krieger)

Jetzt plant Regisseur Kenneth Branagh ein Remake des erfolgreichen Krimiverwirrspiels. Darin ist Michael Caine als gefeierter Schriftsteller Andrew Wyke zu sehen, der herausfindet, dass seine Frau eine Affäre mit ihrem italienischen Frisör Milo Tindle hat. In die Rolle des verführerischen Haarstylisten schlüpft Hollywoodschönling Jude Law.

Andrew zitiert Milo in seine Villa und bietet ihm einen Deal an: Er überlässt ihm seine Frau, wenn er ihm im Gegenzug bei einem Versicherungsbetrug behilflich ist und Juwelen aus seinem Haus stiehlt.

Gesagt, getan. Doch am nächsten Morgen sind nicht nur die Juwelen, sondern auch Milo Tindle verschwunden. Und Thea, Andrews Geliebte, wurde ermordet ...

Was lange währt ...

Caine wirkte bereits im Original von "Mord mit kleinen Fehlern" mit - damals allerdings in der Rolle des durchtriebenen Frisörs Milo. Als Andrew Wyke war 1972 Laurence Olivier zu sehen, Regie führte Joseph L. Mankiewicz. Alle drei wurden für ihre Leistung mit einer Oscar-Nominierung belohnt.

Es ist nicht das erste Mal, dass Jude Law in eine Rolle schlüpft, die zuvor Michael Caine gespielt hat. Schon bei der Liebeskomödie um den Frauenhelden "Alfie" war dies der Fall.

Bereist seit 2003 ist bekannt, dass ein Remake des klassischen Kriminalstücks mit dem smarten Engländer in der Hauptrolle in Planung ist. Nun, da auch Kenneth Branagh und Sir Michael Caine mit an Bord sind, können die Arbeiten an der Neuverfilmung endlich beginnen. Die erste Klappe soll im Januar in London fallen.

 

Alfie in der Fotoshow

 

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Jude Law

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Marisa Tomei

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