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Kaufvideo
Erhältlich seit:
11.08.2005
USA 2004
Laufzeit: 101 Min.
FSK: ab 12
Regie: Charles Shyer
Paramount Home Entertainment

Remake-Spezialist Charles Shyer ("Vater der Braut"-Filme) übt sich erneut im Modernisierungs-Metier, indem er nun den britischen Klassiker "Der Verführer lässt schön grüßen" von 1966 neu verfilmte. Darin spielte Michael Caine in einer Karriere definierenden Rolle einen hartherzig-zynischen Herzensbrecher, was ihn dank einer Oscar-Nominierung zum Star aufsteigen ließ. In seine Gucci-Loafers schlüpft hier Landsmann und it-Boy der Stunde Jude Law ("Unterwegs nach Cold Mountain"), dessen weniger bissigem Alfie erkennbar in einer männlichen und ungemein unterhaltsamen "Sex and the City"-Variante der frauenverachtende Zahn weitgehend gezogen wird. Das Großstadtpublikum wird sich freuen.
Das Drehbuch adaptierte Shyer in Zusammenarbeit mit der bisherigen Sitcom-Autorin Elaine Pope, die seine frühere Partnerin Nancy Myers ablöst. Die Neuversion verlegt den Spielort von London nach New York City. Der Protagonist hingegen ist britischer Herkunft geblieben. Vorgestellt wird Alfie in seinem spartanischen Apartment, wo er - seiner direkten Ansprache in die Kamera zufolge - höchst selten die Nacht verbringt. Denn die Damenwelt reißt sich regelrecht um den modischen Metrosexual, wie bei seiner Vespafahrt durch Manhattan unmissverständlich suggeriert wird. Seine Brötchen verdient er sich als Chauffeur, mit Ambitionen zusammen mit seinem besten Freund (Omar Epps), eines Tages eine eigene Wagenflotte zu besitzen. Alfies Job öffnet ihm die Tür zu diversen Frauenbekanntschaften, wie mit der verheirateten, sexuell vernachlässigten Dorie (Jane Krakowski) oder später der älteren Kosmetikfirmabesitzerin Liz (Susan Sarandon ersetzt Shelley Winters). Eine Art halbfeste Freundin ist die allein stehende Mutter Julie (Marisa Tomei), die von Alfies flatterhaften Gigolo-Natur jedoch alsbald die Nase gestrichen voll hat. Eine kurze Episode mit Folgen legt er mit Marlons Freundin Lonette (Nia Long) ein, und anschließend tröstet er sich mit dem bildhübschen Partygirl Nikki (Laws tatsächliche Partnerin Sienna Miller - einfach umwerfend!), die sich nach anfänglicher Idylle jedoch als manisch-depressiv erweist. Als Alfie schließlich glaubt, die Richtige gefunden zu haben, erhält er eine harsche Retourkutsche und erkennt endgültig seinen Fehler darin, gedankenlos mit den Emotionen anderer zu spielen. Ob er sich allerdings wirklich bessert, lässt der Film offen.
Waren Themen wie Ehebruch und Abtreibung in den 60er Jahren noch schockierend und skandalös, kann davon heute kaum mehr die Rede sein. So verlagert sich der Schwerpunkt mehr auf die komödiantischen Elemente, auch wenn sich melancholische Momente finden, die sich um Einsamkeit und Sterblichkeit drehen. Genau wie im Original hingegen blickt der Protagonist direkt in die Kamera und zieht das Publikum über seine Ansichten und Gefühle ins Vertrauen. Ein originelles Stilmittel, das letztlich deshalb funktioniert, weil es absolut unmöglich ist, sich Laws Charme zu entziehen. Da macht es eigentlich nichts aus, dass die wiederholten Einblendungen von Plakatwänden mit Stimmungs-Slogans wie "Pursue" oder "Desire" ebenso wenig subtil sind wie die Anfangseinblendung des Genitalbereichs der Supermann-Figur in Alfies Schlafzimmer. Denn die Superleistung des Films liefert Law ab, der in nahezu jeder Szene zu sehen ist und von dem man dennoch nicht genug bekommen kann, zumal sein Alfie zwar immer noch ein Schwein ist, im Gegensatz zu Caines Playboy aber wesentlich sympathischer ausfällt. Wie Hugh Grant in "About A Boy" hat er vorrangig das Problem, sich auf eine Frau festzulegen, ohne deswegen zynisch auf das andere Geschlecht herabzusehen. Am greifbarsten ist Laws Chemie mit Nia Long, als sie sich gegenseitig beim Billardspielen verführen. Der anhaltende erotische Unterton wird vom superben Soundtrack vorangetrieben, wobei stimmige Songs von Originalkollaborateuren wie Burt Bacharach, Hal David und Mick Jagger (mit Dave Stewart) und Jungstars wie Joss Stone zu hören sind. ara.
Begegne einem Mann, der noch keiner Frau begegnete, die er nicht liebte.
"... genug Hitze, um kalten Stahl zu schmelzen."
- Peter Travers, Rolling Stone Magazine
Für Alfie (Jude Law) ging es im Leben darum, alles zu genießen, was Frauen ihm boten - jede Nacht auf's Neue. Von den reichen Witwen mit einer Vorliebe für jüngere Männer (Susan Sarandon) bis zu seiner Freundin, einer allein erziehenden Mutter (Marisa Tomei). Alfie hatte alles ... und wollte nicht mehr. Aber als die Folgen seines Playboy-Lebens plötzlich die Frauen in seinem Leben und seinen besten Freund (Omar Epps) beeinflussen, beginnt Alfie sich zu fragen, ob es im Leben mehr gibt als diese flüchtigen Romanzen. Und wenn es so ist, was kann es dann sein?
Quelle: Paramount
Kommentar von Autor/Regisseur Charles Shyer
Quelle: Paramount
| Darsteller: | Jude Law | als Alfie Elkins | |
|---|---|---|---|
| Marisa Tomei | als Julie | ||
| Omar Epps | als Marlon | ||
| Nia Long | als Lonette | ||
| Jane Krakowski | als Dorie | ||
| Sienna Miller | als Nikki | ||
| Susan Sarandon | als Liz | ||
| Renée Taylor | als Lu Schnitman | ||
| Dick Latessa | als Joe | ||
| Jefferson Mays | als Dr. Miranda Kulp | ||
| Gedde Watanabe | als Wing | ||
| Graydon Carter | als Wes | ||
| Jeff Harding | als Phil | ||
| Kevin Rahm | als Terry | ||
| Regie: | Charles Shyer | ||
| Buch: | Elaine Pope | ||
| Charles Shyer | |||
| Musik: | Mick Jagger | ||
| Dave Stewart | |||
| John Powell | |||
| Kamera: | Ashley Rowe | ||
| Produzent: | Charles Shyer | ||
| Elaine Pope | |||
Alfie (Special Collector's Edition) in der Fotoshow
Features
Der Titel enthält folgende Features
Sprachen: Deutsch DD 5.1, Englisch DD 5.1, Türkisch DD 5.1
Tonformat: Dolby Digital 5.1
Untertitel: Deutsch, Englisch
Bildformat: 1:2,35/16:9
Extras: 2 Audiokommentare, Alfies runder Tisch, Alfies Welt, Alfies Frauen, Anatomie einer Szene, Gedde Watanabe tanzt, Die Musik, Geschnittene Szenen, Drehbuchgalerie, Produktionsgalerie, Storyboardgalerie, Original Kinotrailer
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