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Alle Kinder dieser Welt

Unabhängig voneinander erzählen sieben renommierte Regisseure in einem aufrüttelnden Episodenfilm von Kindheit und Erwachsenwerden in verschiedenen Kulturkreisen.


Alle Kinder dieser Welt

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Erhältlich seit:
30.11.2006

Originaltitel: All the Invisible Children

Episodenfilm/ Drama

Italien/Frankreich 2005
Laufzeit: 124 Min.
FSK: ab 12

Adam Bila
Uros Milovanovic
Hannah Hodson

Regie: Mehdi Charef, ...
Concorde Home Entertainment

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Unabhängig voneinander erzählen sieben renommierte Regisseure in einem aufrüttelnden Episodenfilm von Kindheit und Erwachsenwerden in verschiedenen Kulturkreisen.

In "Tanza" müssen die Kinder für ihr Leben töten (Foto: Concorde) Großansicht

In "Tanza" müssen die Kinder für ihr Leben töten (Foto: Concorde)

Eine schöne Kindheit ist für die meisten Protagonisten nur ein Traum, ob sie sich wie in "Bilu e Joao" als Straßen-Kids in Sao Paulo mit kleinen Geschäften über Wasser halten oder sich in "Blue Gipsy" ein serbischer Kleinkrimineller nach der Entlassung aus dem Gefängnis mit einem gewalttätigen Vater auseinandersetzen muss. Ganz schlimm ergeht es sieben Freiheitskämpfern in "Tanza". Für sie gibt es keinen Frieden, sie sind durch Massaker abgestumpft, töten und werden getötet.

Wenig Zukunft gibt es auch für die von Aids betroffenen "Jesus Children of America" in Brooklyn. In "Song Song & Little Chat" kreuzen sich die Schicksale zweier Mädchen aus unterschiedlichen Schichten, ein Augenblick des Verständnisses, der Zuneigung.

In "Jesus Children of America" haben die Kids keine Zukunft (Foto: Concorde) Großansicht

In "Jesus Children of America" haben die Kids keine Zukunft (Foto: Concorde)

Verschiedene Sichtweisen

Sieben renommierte Regisseure von Spike Lee bis John Woo erzählen unabhängig voneinander in kleinen Episoden von Kindheit und Erwachsenwerden in verschiedenen Kulturkreisen. Wie jeder der beteiligten Filmemacher seine Sicht darstellt, Fakten und Fiktion vermengt, wurde zum gelungenen Experiment.

Alle Kinder dieser Welt

Unabhängig voneinander erzählen sieben renommierte Regisseure in einem aufrüttelnden Episodenfilm von Kindheit und Erwachsenwerden in verschiedenen Kulturkreisen.

Über vier Jahre dauerte es, bis das ehrgeizige Projekt der italienischen Produzenten Chiara Tilesi und Stefano Veneruso in Zusammenarbeit mit UNICEF und dem World Food Programme stand. Sieben Regisseure aus Asien, Afrika, Südamerika und Europa, darunter John Woo, Spike Lee, Ridley Scott und Jordan Scott sowie Mehdi Cheref, schildern das Leben von Kindern in unterschiedlichen sozialen Zusammenhängen. Eine schöne Kindheit ist für die meisten Protagonisten nur ein Traum, ob sie sich wie in "Bilu e Joao" als Straßen-Kids in Sao Paulo mit kleinen Geschäften über Wasser halten oder sich in "Blue Gipsy" ein serbischer Kleinkrimineller nach der Entlassung aus dem Gefängnis mit einem gewalttätigen Vater auseinandersetzen muss. Ganz schlimm ergeht es sieben jungen, bis an die Zähne bewaffneten Freiheitskämpfern in "Tanza". Für die Heranwachsenden zwischen Zwölf und 21 gibt es keinen Frieden, sie sind durch Massaker abgestumpft, töten und werden getötet. Wenig Zukunft auch für die "Jesus Children of America". Für Spike Lee, der in Brooklyn an Originalschauplätzen drehte, ist die Immunkrankheit eine Geisel, die die Jugend hinwegrafft, so zerplatzt auch für seine Heldin, der Tochter von drogenabhängigen Eltern, die Utopie von einem besseren Leben als sie von ihrer HIV-Infektion erfährt. Etwas Hoffnung keimt in John Woos "Song Song & Little Chat" auf. Zufällig kreuzen sich die Schicksale zweier Mädchen aus unterschiedlichen Schichten, ein Augenblick des Verständnisses, der Zuneigung.

All die Kinder dieser Welt sind auf sich allein gestellt, können von den Erwachsenen keine Hilfe erwarten, müssen sich durchbeißen und die Probleme des Alltags selbst lösen. Wie jeder der beteiligten Regisseure seine Sicht darstellt, Fakten und Fiktion vermengt, darf als gelungenes Experiment gelten. mk.

Alle Kinder dieser Welt

Die Kraft und Magie des Kinos dienen zu mehr als einzig und allein der bloßen Unterhaltung des Publikums. Diese Überzeugung bekräftigte die beiden Produzenten Chiara Tilesi und Stefano Veneruso bei der Umsetzung ihrer Idee zu "Alle Kinder dieser Welt". Von Anfang an stand bei diesem Film nicht so sehr der mögliche Profit im Vordergrund. Viel mehr hatte man zum Ziel, in einer künstlerischen Form auf ein sehr wichtiges soziales Thema aufmerksam zu machen: die unterschiedlichen und nicht immer einfachen Lebensumstände von Kindern auf der ganzen Welt.

Acht Regisseure erzählen sieben Episoden, in welchen Kinder in ihrem Umfeld im Mittelpunkt stehen. Alle Beteiligten waren sich darüber einig, dass sie bei den Zuschauern Emotionen und somit Bewusstsein für diesen Bereich wecken wollen. Unter dieser Voraussetzung fand das Projekt schnell namhafte Unterstützung: Die Unidea, eine Stiftung der UniCredit Group, und das italienische Außenministerium erklärten sich bereit als Partner für die finanzielle Realisierung des Films mitzuwirken. Damit war der Weg für die Regisseure frei, ihre Visionen für die einzelnen Geschichten zu verwirklichen.

Jeder Filmemacher repräsentiert ein Land bzw. den Teil der Welt, aus dem er selbst stammt: Mehdi Charef kommt aus Nordafrika, Emir Kusturica ist in Serbien geboren, Spike Lee repräsentiert die USA, Kátia Lund Brasilien, Ridley und Jordan Scott stehen als Vater-Tochter-Gespann für Großbritannien, Stefano Veneruso für Italien und John Woo für China. Den Regisseuren wurde völlig freie Hand gelassen, was die Verwirklichung ihrer Geschichten anging. Wie selbstverständlich flossen so persönliche Eindrücke, eigene Erlebnisse und Kindheitserinnerungen in die Arbeiten ein. Das merkt man zum Beispiel bei der Episode "Song Song and Little Cat", eine Geschichte, die durch die Armut in John Woos Kindheit geprägt ist. Dies und die Entscheidung, mit "richtigen" Kindern anstelle von jungen Schauspielern zu drehen, verleiht dem gesamten Film eine besondere Authentizität.
Auch die musikalische Gestaltung stand unter einem günstigen Stern: Tina Turner singt gemeinsam mit der italienischen Musikerin Elisa das magische Duett "Teach me again". Elisa engagierte sich schon zu einem sehr frühen Zeitpunkt für das Projekt und freute sich außerordentlich, dass mit dem sympathischen Weltstar ihre Wunschpartnerin zusagte. Um den guten Zweck auch finanziell zu unterstützen, fließt ein Teil des Erlöses aus dem CD-Verkauf in die Stiftung "All the Invisible Children", die vom italienischen Außenministerium ins Leben gerufen wurde.

"Alle Kinder dieser Welt" feierte 2005 bei den Internationalen Filmfestspielen in Venedig außerhalb des Wettbewerbs Premiere, wo er nicht umsonst viel Kritikerlob erntete.

Quelle: Concorde

- Kinotrailer
- Making-of "A Look Inside"
- Die Entstehungsgeschichte des Projektes "Alle Kinder dieser Welt"
- Informationen zu den Regisseuren
- Musik-Clip "Teach me again"
- Trailer des World Food Programme
- Beitrag "60 Jahre UNICEF"
- UNICEF-Aids Spot "David Beckham und Robbie Williams gemeinsam gegen Aids"

Quelle: Concorde

Darsteller:  Adam Bila   als Tanza
  Uros Milovanovic   als Uros
  Hannah Hodson   als Blanca
  Vera Fernandez   als Bilu
  Francisco Anawake   als Joao
  David Thewlis   als Jonathan
  Zeng Nianping  
  Daniele Vicorito   als Ciro
  Zhao Zicun   als Song Song
 
Regie:  Mehdi Charef  
  Emir Kusturica  
  Spike Lee  
  Katia Lund  
  Jordan Scott  
  Ridley Scott  
  Stefano Veneruso  
  John Woo  
Buch:  Mehdi Charef  
  Cinqué Lee  
  Katia Lund  
  Ridley Scott  
  Stribor Kusturica  
  Stefano Veneruso  
  Li Qiang  
Musik:  Ramin Djawadi  
Kamera:  Phillippe Brelot  
  Milorad Glusica  
  Cliff Charles  
  Toca Seabra  
  Jim Whitaker  
  Vittorio Storaro  
  Nianping Zeng  
Produzent:  Maria Grazia Cucinotta  
  Chiara Tilesi  
  Stefano Veneruso  
 

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