DVD Leihvideo

Allein

Eine Studentin versucht, ihre Einsamkeit mit selbstzerstörerischen Maßnahmen zu bekämpfen und gerät in einen noch größeren Konflikt, als sie sich verliebt.


Allein

Leihvideo

Erhältlich seit:
07.04.2006

Drama

Deutschland 2004
Laufzeit: 88 Min.
FSK: ab 12

Lavinia Wilson
Maximilian Brückner
Richy Müller

Regie: Thomas Durchschlag
Sunfilm Entertainment

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Eine Studentin kämpft mit selbstzerstörerischen Mitteln gegen ihre Einsamkeit und gerät damit in einen Konflikt, als sie sich verliebt.

Maria weiß nichts mit sich anzufangen (Foto: Zorro (Filmwelt)) Großansicht

Maria weiß nichts mit sich anzufangen (Foto: Zorro (Filmwelt))

Studentin Maria (Lavinia Wilson) versucht ihre Einsamkeit mit One-Night-Stands, einer Affäre mit einem älteren Mann, Tabletten, Alkohol und anderen selbstzerstörerischen Attacken zu bekämpfen. Erst der naive Student Jan (Maximilian Brückner) gibt ihr erstmals das Gefühl, liebenswert zu sein, vermittelt ihr Geborgenheit und Vertrauen.

Als sie vor Jans Augen einen Zusammenbruch erleidet, entschuldigt sie das mit zuviel Alkohol. Die beiden verbringen ein traumhaftes Wochenende am Meer und Maria glaubt, alles wieder im Griff zu haben, bis er wegen eines Praktikums weniger Zeit für sie erübrigen kann. Erneut stürzt sie in ein tiefes Loch.

Jan ist ein wenig überfordert (Foto: Zorro (Filmwelt)) Großansicht

Jan ist ein wenig überfordert (Foto: Zorro (Filmwelt))

Böses Erwachen

Um sich für seine "Gleichgültigkeit" zu rächen, schläft sie mit einem ihrer Ex-Lover und empfindet für sich selbst nur Abscheu. Ohne Netz und doppelten Boden steuert sie auf eine Katastrophe zu.

Regiedebüt von Thomas Durchschlag, der die Zuschauer mit einer hervorragenden Hauptdarstellerin und einer überaus radikalen Story und Inszenierung konfrontiert. Der Handlungsverlauf ist zwar relativ vorhersehbar, dass es dennoch nicht langweilig wird, liegt an Lavinia Wilson, die seit Marco Petrys Komödie "Schule" und Christoph Starks Drama "Julietta" zu den heißgehandelten Newcomern gehört.

Allein

Tabletten, Alkohol, Hang zur Selbstzerstörung. In Thomas Durchschlags Spielfilmdebüt flüchtet eine Studentin vor der inneren Leere in sexuelle Abenteuer. Erst als sie bei einem Kommilitonen wahre Zuneigung findet, begreift sie, was wirklich für sie wichtig ist und schrappt dennoch knapp an der Katastrophe vorbei.

Psychologen nennen es "Borderline-Syndrom", wenn Menschen auf der Kippe sind und sich Schnitte zufügen, Exzesse ausleben, weil ihnen Eigenliebe fehlt. So flieht auch die junge Maria in One-Night-Stands, wobei sie ihre Geliebten nach kurzzeitiger Befriedigung knallhart vor die Tür setzt. Erst der naive Student Jan gibt ihr erstmals das Gefühl, liebenswert zu sein, vermittelt ihr Geborgenheit und Vertrauen. Als er sie das erste Mal in den Arm nimmt, sie berührt, glaubt man ein überirdisches Wesen zu sehen, so ändert sich ihr Gesicht von grauer Skepsis hin zu einem glücklichen Hoffnungsschimmer. Und sie möchte diese Situation immer wieder auskosten, den Moment festhalten. Sie will mit dem alten Leben brechen und fällt doch wieder zurück in den Suff. Als sie vor Jans Augen einen Zusammenbruch erleidet, entschuldigt sie das mit zuviel Alkohol. Die beiden verbringen ein traumhaftes Wochenende am Meer und Maria glaubt, alles wieder im Griff zu haben bis er wegen eines Praktikums weniger Zeit für sie erübrigen kann. Erneut stürzt sie in ein tiefes Loch. Um sich für seine "Gleichgültigkeit" zu rächen, schläft sie mit einem ihrer Ex-Lover und möchte vor Abscheu vor sich selbst kotzen. Ohne Netz und doppelten Boden steuert sie auf eine Katastrophe zu.

Der Handlungsverlauf ist relativ vorhersehbar, dass es dennoch nicht langweilig wird, liegt an Lavinia Wilson, die seit Marco Petrys Komödie "Schule" und Christoph Starks Drama "Julietta" zu den "upcoming talents" gehört. Sie spielt die junge Frau im Teufelskreis von Sex, Tabletten und Alkohol mit großer Verletzbarkeit und ohne falsche Scham, zerschneidet ihre Haut und trifft die Seele. Dabei wandelt sie auf einem schmalen Grat, gibt der Figur Authentizität und eine emotionale Nachvollziehbarkeit. Mal ist sie das unbeschwerte Mädchen, das die frische Verliebtheit aus vollen Zügen genießt, dann wieder die misstrauische und erfahrene Frau, die Sex als Ware verkauft und niemanden an ihr wahres Ich heranlässt. Die Angst, verlassen zu werden, allein zu sein, lässt sie nicht mehr los und zerstört jegliche Kommunikation. In manchen Szenen erinnert sie an ein waidwundes Tier, das sich vor dem nächsten Schlag duckt, dann wieder schlägt sie in ihrer Verzweiflung prophylaktisch um sich - in der vagen Hoffnung, das man(n) ihren Hilfeschrei hört. Ein hartes Porträt über einen Menschen zwischen Extremen, das bei einem jungen Großstadtpublikum auf Resonanz stoßen sollte. mk.

Darsteller:  Lavinia Wilson   als Maria
  Maximilian Brückner   als Jan
  Richy Müller   als Wolfgang
  Victoria Mayer   als Sarah
  Tobias van Dieken   als Nico
  Holger Kunkel   als Rasmus
  Wolfgang Packhäuser   als Therapeut
  Peter Fieseler  
  Daniel Drewes  
 
Regie:  Thomas Durchschlag  
Buch:  Thomas Durchschlag  
Musik:  Maciej Sledziecki  
Kamera:  Michael Wiesweg  
Produzent:  Joachim Ortmanns  
 

Allein in der Fotoshow

 

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Features

 

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