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Alles auf Zucker!

Jüdische Familienkomödie von Dani Levy: Zwei verfeindete Brüder müssen sich versöhnen, um ihre Mutter zu beerben.


Alles auf Zucker!

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Erhältlich seit:
29.09.2005

Komödie

Deutschland 2004
Laufzeit: 92 Min.
FSK: ab 6

Henry Hübchen
Hannelore Elsner
Udo Samel

Regie: Dani Levy
Warner Home Video Germany

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Vierzig Jahre lang wollte Jaeckie Zucker nichts mit seiner Familie zu schaffen haben. Jetzt steht sie vor der Tür und die Erbschaft auf dem Spiel.

Verkracht: Hannelore Elsner muss die gute Ehefrau geben (Foto: X Verleih (Warner)) Großansicht

Verkracht: Hannelore Elsner muss die gute Ehefrau geben (Foto: X Verleih (Warner))

Eigentlich will Zucker (Henry Hübchen) nichts mit "diesem Club" zu tun haben, der jüdischen Mischpoke samt Rabbi und religiösen Ritualen. Der einstige DDR-Sportreporter ist auf den Hund gekommen, der Gerichtsvollzieher will Geldschulden eintreiben, seine Frau hat ihn verlassen.

Einziger Hoffnungsschimmer für den routinierten Billardspieler: ein mit 100 000 Euro dotiertes Turnier.

Doch statt mit ruhiger Hand die Kugel zu stoßen, muss er sich mit Bruder Samuel (Udo Samel) samt Frau, nymphomaner Tochter und Sohn herumschlagen, die zur Beerdigung der Mutter und siebentägiger Totenwache angereist sind und auf Tradition inklusive koscherer Küche bestehen.

Gute Miene zum bösen Spiel: Schlitzohr Jaeckie hat ganz eigene Pläne (Foto: X Verleih (Warner)) Großansicht

Gute Miene zum bösen Spiel: Schlitzohr Jaeckie hat ganz eigene Pläne (Foto: X Verleih (Warner))

Versöhnte Erben

Noch schlimmer: Die verfeindeten Brüder müssen sich versöhnen, sonst ist das Erbe dahin. Beim Spagat zwischen Trauer und Billard gerät Zucker immer tiefer in einen Sumpf aus Lügen und Laster.

Dani Levys Kömodie strotzt nur so vor Ironie und Aberwitz - ein großes Vergnügen!

Alles auf Zucker!

Jüdischer Humor und Witz - bisher ein weißer Fleck auf der Landkarte des deutschen Films. Das ändert Dani Levy drei Jahre nach seinem Ehedrama "Väter". Mit der Komödie "Alles auf Zucker" folgt er den Spuren Woody Allens, auch wenn die Geschichte nicht im Intellektuellenmilieu Manhattans, sondern im Zockermilieu Berlins spielt, die Figuren nicht fein parlieren, sondern Tacheles reden.

Im Berlin der Gegenwart prallen zwei zerstrittene Familienzweige aufeinander. Jakob Zuckermann alias Jaeckie Zucker hat mit "dem Club" eigentlich schon lange nichts mehr zu tun. Der Club, das sind seine jüdische Mischpoke, der Rabbi und sämtliche religiösen Rituale. Der einst renommierte Sportreporter der DDR ist ganz unten angekommen: "Ich stehe bis zum Hals in Scheiße, aber der Ausblick ist gut", so sein sarkastischer Kommentar aus dem Off. Der Gerichtsvollzieher will Geld, Frau Marlene sich scheiden lassen und er selbst 5000 Euro Startgeld für ein Billardturnier mit 100.000 Euro Siegesprämie auftreiben. Die erwachsene Tochter schmeißt ihn ob des Ansinnens aus der Massagepraxis, Banker-Sohnemann Thomas geniert sich für den Papa und die Freunde sind auch pleite. Und dann kündigt sich auch noch unerwünschte Verwandtschaft samt Mutter im Sarg an. An deren Grab sollen sich die seit 40 Jahren verfeindeten Brüder versöhnen, sonst ist die Erbschaft perdu. Während Jackies Frau - eine Goye - sich hektisch über jüdische Sitten informiert, in Schränken säuberlich Fleisch- und Milchprodukte trennt und sogar einen siebenarmigen Leuchter für die Schiva anschleppt, die siebentägige Totentrauer, sieht sich Zucker in der Bredouille. Wie kann er am Turnier teilnehmen, wenn ihm die Familie auf die Finger schaut? Erst einmal muss er sich mit seinem Bruder Samuel samt Frau aus Frankfurt, nymphomaner Tochter und prinzipienstarren Sohn herumschlagen, die sich ins traute Heim einquartieren und auf Tradition inklusive koscherer Küche bestehen. Beim Spagat zwischen Trauer und Billardkugel gerät Zucker immer tiefer in ein Loch aus Lügen.

"Alles auf Zucker" ist eine Quelle an Heiterkeit, der bitterböse Humor bestätigt die Aussage der Philosophin Salzia Landmann, dass der Witz der Juden identisch sei mit "ihrem Mut, trotzdem weiterzuleben". Auch die Zucker-Protagonisten haben das Leben in allen Varianten geübt und ihre Marotten gepflegt - in der DDR und im Westen. Ob Jaeckie lügt wie gedruckt, der strenggläubige Samuel sich von einer Palästinenserin umgarnen lässt, sein orthodoxer Filius sich als Filou entpuppt oder die alten Sturköpfe auf ihren Standpunkten beharren, nie gleitet die Komödie in Klamotte ab. Als Jude muss Dani Levy nicht herumlavieren, sondern setzt eine Pointe nach der anderen -schonungslos direkt, politisch unkorrekt und selbstironisch, unterstützt von einem bestens besetzten Personal, darunter Henry Hübchen als verknautschte Existenz, eine sehr zurückgenommen spielende Hannelore Elsner als einfache Schneiderin, Golda Tencer als sanft bestimmende jüdische Mamme. Selten wurde der Zusammenprall von Kulturen so bissig, frech und gleichzeitig liebevoll dargestellt. mk.

Alles auf Zucker!

Ausgezeichnet mit dem DEUTSCHEN FILMPREIS 2005 in Gold als BESTER FILM, BESTER HAUPTDARSTELLER, BESTE REGIE, BESTES DREHBUCH, BESTE MUSIK und BESTE KOSTÜME!

Dani Levys Komödie ALLES AUF ZUCKER! mit Henry Hübchen und Hannelore Elsner in den Hauptrollen wurde zum Überraschungserfolg des Kinofrühjahrs 2005!

Dem schlitzohrigen Zocker Jaeckie Zucker (Henry Hübchen) steht das Wasser bis zum Hals - seine Frau (Hannelore Elsner) droht ihm mit der Scheidung, der Gerichtsvollzieher mit dem Knast. Letzte Hoffnung des Ex-DDR-Sportreporters: das Erbe seiner Mutter. Doch die verlangt in ihrem Testament, dass Jaeckie sich mit seinem Bruder Samuel (Udo Samel) versöhnt, einem orthodoxen Juden. Welten prallen aufeinander, als Samuel mit seinem ganzen Familienclan in Jaeckies chaotischem Haushalt anrückt - doch die beiden verfeindeten Sturköpfe haben keine Wahl: Sie müssen sich zusammenraufen...

Quelle: Warner Home Video

Audiokommentar: von Regisseur Dani Levy
Biographies:
Making Of: Film und Musik
Trailer:

Quelle: Warner Home Video

Darsteller:  Henry Hübchen   als Jaeckie Zucker
  Hannelore Elsner   als Marlene
  Udo Samel   als Samuel
  Golda Tencer   als Golda / Marilyn
  Steffen Groth   als Thomas
  Anja Franke   als Jana
  Sebastian Blomberg   als Joshua
  Elena Uhlig   als Lilly
  Rolf Hoppe   als Rabbi Ginsberg
  Inga Busch   als Irene
  Antonia Adamik   als Sarah
  Axel Werner   als Eddy Dürr
  Renate Krößner   als Linda
  Ghada Hammoudah   als Janice
  Tatjana Blacher   als Tatjana
  Jurij Rosstalnyi   als Ukrainer
  Bernd Stegemann   als Gerichtsvollzieher
  Tino Lau   als Hüne
  Ulrich Voß   als betrunkener Gast
  Holger Franke   als Wirt Billardkneipe
  Manfred Möck   als Fahrer Leichenwagen
  Victoria Deutschmann   als Bartenderin
  Peter König   als Polizist
  Adriana Altaras   als Verkäuferin Judaica-Laden
  Sven Markholz   als Telegrammbote
  Jakob Klaffke   als Taxifahrer
  Klaus Müller   als Friedhofsaufseher
  Rolf Hahn   als Polizist Klinik
  Susanne Vogt   als Ärztin
  Klaus Wowereit   als Klaus Wowereit
  Kirsten Sprick   als Taxifahrerin
  Dani Levy   als Poolspieler
 
Regie:  Dani Levy  
Buch:  Dani Levy  
  Holger Franke  
Musik:  Niki Reiser  
Kamera:  Carl-Friedrich Koschnick  
Produzent:  Manuela Stehr  

Zucker erobert Ende September die Wohnzimmer

Warner hat den DVD-Start des diesjährigen Abräumers beim Deutschen Filmpreis, "Alles auf Zucker!", bekannt gegeben.

Henry Hübchen und Hannelore Elsner in "Alles auf Zucker!" (Foto: X-Verleih/Warner) Großansicht

Henry Hübchen und Hannelore Elsner in "Alles auf Zucker!" (Foto: X-Verleih/Warner)

Dani Levy hat mit "Alles auf Zucker!" eine jüdische Familienkomödie hingelegt, die bislang ihresgleichen sucht. Mit irrwitzigem Tempo und viel schwarzem Humor wird die Geschichte zweier zerstrittener Brüder erzählt, die sich zusammenraufen müssen, um ihre Mutter zu beerben.

"Ich stehe bis zum Hals in Scheiße, aber der Ausblick ist gut", sagt Jackie Zucker bezeichnenderweise aus dem Off. Wie gut, dass sich nach dem Ableben seiner Mutter ein vermeintlicher Geldsegen ankündigt - handelt es sich bei dem ehemaligen DDR-Sportreporter doch um einen halbkriminellen, Billard zockenden Hallodri, der sich ständig auf der Flucht vor seinen Gläubigern befindet.

Doch dann kündigt sich die unerwünschte Verwandtschaft samt Mutter im Sarg an - der Culture-Clash zwischen Jackie (Grandios: Henry Hübchen), seiner abtrünnigen Gattin und lesbischen Tochter auf der einen und der tief orthodoxen Mischpoke auf der anderen Seite ist vorprogrammiert.

Eine dreiviertel Million Besucher lockte die in bester Screwball-Comedy-Tradition inszenierte, streckenweise politisch erfrischend unkorrekte Posse bislang in die Kinos. Durch die Wiederaufführung nach dem Abräumen beim Deutschen Filmpreis dürfte sich dies noch ändern. Ab dem 30. September ist "Alles auf Zucker" dann auch endlich auf DVD zu haben - mit Audiokommentar von Dani Levy und einigen Extras wie zum Beispiel einem Making Of.

 

Alles auf Zucker! in der Fotoshow

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Henry Hübchen

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Hannelore Elsner

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