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Kaufvideo
Erhältlich seit:
29.09.2005
Deutschland 2004
Laufzeit: 92 Min.
FSK: ab 6
Henry Hübchen
Hannelore Elsner
Udo Samel
Regie: Dani Levy
Warner Home Video Germany

Jüdischer Humor und Witz - bisher ein weißer Fleck auf der Landkarte des deutschen Films. Das ändert Dani Levy drei Jahre nach seinem Ehedrama "Väter". Mit der Komödie "Alles auf Zucker" folgt er den Spuren Woody Allens, auch wenn die Geschichte nicht im Intellektuellenmilieu Manhattans, sondern im Zockermilieu Berlins spielt, die Figuren nicht fein parlieren, sondern Tacheles reden.
Im Berlin der Gegenwart prallen zwei zerstrittene Familienzweige aufeinander. Jakob Zuckermann alias Jaeckie Zucker hat mit "dem Club" eigentlich schon lange nichts mehr zu tun. Der Club, das sind seine jüdische Mischpoke, der Rabbi und sämtliche religiösen Rituale. Der einst renommierte Sportreporter der DDR ist ganz unten angekommen: "Ich stehe bis zum Hals in Scheiße, aber der Ausblick ist gut", so sein sarkastischer Kommentar aus dem Off. Der Gerichtsvollzieher will Geld, Frau Marlene sich scheiden lassen und er selbst 5000 Euro Startgeld für ein Billardturnier mit 100.000 Euro Siegesprämie auftreiben. Die erwachsene Tochter schmeißt ihn ob des Ansinnens aus der Massagepraxis, Banker-Sohnemann Thomas geniert sich für den Papa und die Freunde sind auch pleite. Und dann kündigt sich auch noch unerwünschte Verwandtschaft samt Mutter im Sarg an. An deren Grab sollen sich die seit 40 Jahren verfeindeten Brüder versöhnen, sonst ist die Erbschaft perdu. Während Jackies Frau - eine Goye - sich hektisch über jüdische Sitten informiert, in Schränken säuberlich Fleisch- und Milchprodukte trennt und sogar einen siebenarmigen Leuchter für die Schiva anschleppt, die siebentägige Totentrauer, sieht sich Zucker in der Bredouille. Wie kann er am Turnier teilnehmen, wenn ihm die Familie auf die Finger schaut? Erst einmal muss er sich mit seinem Bruder Samuel samt Frau aus Frankfurt, nymphomaner Tochter und prinzipienstarren Sohn herumschlagen, die sich ins traute Heim einquartieren und auf Tradition inklusive koscherer Küche bestehen. Beim Spagat zwischen Trauer und Billardkugel gerät Zucker immer tiefer in ein Loch aus Lügen.
"Alles auf Zucker" ist eine Quelle an Heiterkeit, der bitterböse Humor bestätigt die Aussage der Philosophin Salzia Landmann, dass der Witz der Juden identisch sei mit "ihrem Mut, trotzdem weiterzuleben". Auch die Zucker-Protagonisten haben das Leben in allen Varianten geübt und ihre Marotten gepflegt - in der DDR und im Westen. Ob Jaeckie lügt wie gedruckt, der strenggläubige Samuel sich von einer Palästinenserin umgarnen lässt, sein orthodoxer Filius sich als Filou entpuppt oder die alten Sturköpfe auf ihren Standpunkten beharren, nie gleitet die Komödie in Klamotte ab. Als Jude muss Dani Levy nicht herumlavieren, sondern setzt eine Pointe nach der anderen -schonungslos direkt, politisch unkorrekt und selbstironisch, unterstützt von einem bestens besetzten Personal, darunter Henry Hübchen als verknautschte Existenz, eine sehr zurückgenommen spielende Hannelore Elsner als einfache Schneiderin, Golda Tencer als sanft bestimmende jüdische Mamme. Selten wurde der Zusammenprall von Kulturen so bissig, frech und gleichzeitig liebevoll dargestellt. mk.
Ausgezeichnet mit dem DEUTSCHEN FILMPREIS 2005 in Gold als BESTER FILM, BESTER HAUPTDARSTELLER, BESTE REGIE, BESTES DREHBUCH, BESTE MUSIK und BESTE KOSTÜME!
Dani Levys Komödie ALLES AUF ZUCKER! mit Henry Hübchen und Hannelore Elsner in den Hauptrollen wurde zum Überraschungserfolg des Kinofrühjahrs 2005!
Dem schlitzohrigen Zocker Jaeckie Zucker (Henry Hübchen) steht das Wasser bis zum Hals - seine Frau (Hannelore Elsner) droht ihm mit der Scheidung, der Gerichtsvollzieher mit dem Knast. Letzte Hoffnung des Ex-DDR-Sportreporters: das Erbe seiner Mutter. Doch die verlangt in ihrem Testament, dass Jaeckie sich mit seinem Bruder Samuel (Udo Samel) versöhnt, einem orthodoxen Juden. Welten prallen aufeinander, als Samuel mit seinem ganzen Familienclan in Jaeckies chaotischem Haushalt anrückt - doch die beiden verfeindeten Sturköpfe haben keine Wahl: Sie müssen sich zusammenraufen...
Quelle: Warner Home Video
Audiokommentar: von Regisseur Dani Levy
Biographies:
Making Of: Film und Musik
Trailer:
Quelle: Warner Home Video
| Darsteller: | Henry Hübchen | als Jaeckie Zucker | |
|---|---|---|---|
| Hannelore Elsner | als Marlene | ||
| Udo Samel | als Samuel | ||
| Golda Tencer | als Golda / Marilyn | ||
| Steffen Groth | als Thomas | ||
| Anja Franke | als Jana | ||
| Sebastian Blomberg | als Joshua | ||
| Elena Uhlig | als Lilly | ||
| Rolf Hoppe | als Rabbi Ginsberg | ||
| Inga Busch | als Irene | ||
| Antonia Adamik | als Sarah | ||
| Axel Werner | als Eddy Dürr | ||
| Renate Krößner | als Linda | ||
| Ghada Hammoudah | als Janice | ||
| Tatjana Blacher | als Tatjana | ||
| Jurij Rosstalnyi | als Ukrainer | ||
| Bernd Stegemann | als Gerichtsvollzieher | ||
| Tino Lau | als Hüne | ||
| Ulrich Voß | als betrunkener Gast | ||
| Holger Franke | als Wirt Billardkneipe | ||
| Manfred Möck | als Fahrer Leichenwagen | ||
| Victoria Deutschmann | als Bartenderin | ||
| Peter König | als Polizist | ||
| Adriana Altaras | als Verkäuferin Judaica-Laden | ||
| Sven Markholz | als Telegrammbote | ||
| Jakob Klaffke | als Taxifahrer | ||
| Klaus Müller | als Friedhofsaufseher | ||
| Rolf Hahn | als Polizist Klinik | ||
| Susanne Vogt | als Ärztin | ||
| Klaus Wowereit | als Klaus Wowereit | ||
| Kirsten Sprick | als Taxifahrerin | ||
| Dani Levy | als Poolspieler | ||
| Regie: | Dani Levy | ||
| Buch: | Dani Levy | ||
| Holger Franke | |||
| Musik: | Niki Reiser | ||
| Kamera: | Carl-Friedrich Koschnick | ||
| Produzent: | Manuela Stehr | ||
Sprachen: Deutsch DD 5.1
Tonformat: Dolby Digital 5.1
Untertitel: Dt. f. Hörg.
Bildformat: 1:1,78/16:9
Extras: Audiokommentar, Biografien, Making of, Trailer
Audiokommentar: von Regisseur Dani Levy
Biographies:
Making Of: Film und Musik
Trailer:
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