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Alles ist erleuchtet

Schrulliges und nachdenkliches Roadmovie über einen jungen Amerikaner auf familiärer Spurensuche in der Ukraine.


Alles ist erleuchtet

Leihvideo

Erhältlich seit:
21.04.2006

Originaltitel: Everything is Illuminated

Drama/ Komödie

USA 2005
Laufzeit: 102 Min.
FSK: ab 12

Elijah Wood
Eugene Hutz
Boris Leskin

Regie: Liev Schreiber
Warner Home Video Germany

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Schrulliges und nachdenkliches Roadmovie über einen jungen Amerikaner auf familiärer Spurensuche in der Ukraine.

Jonathan stellt sich die Frage: Wo komme ich her? (Foto: Warner) Großansicht

Jonathan stellt sich die Frage: Wo komme ich her? (Foto: Warner)

Der junge Jonathan (Elijah Wood) versteht sich als eine Art Archivator seiner Familie. Er sammelt einfach alles, was die Erinnerung an die entfernte Verwandtschaft wach hält. Als er ein altes Foto entdeckt, führt ihn seine Spur schließlich in die Ukraine.

Zusammen mit Schlitzohr Alex (Eugene Hutz) und dessen Opa sucht er die Frau, der sein eigener Großvater und damit folglich auch Jonathan sein Leben verdankt. Am Ende des Wegs entdeckt das Trio ein Geheimnis, das die Männer aus zwei Welten und ihre Familien für immer verbindet.

Drei Männer und ein Hund haben große Pläne (Foto: Warner) Großansicht

Drei Männer und ein Hund haben große Pläne (Foto: Warner)

Drei Säulen

In seinem Regie-Erstling komprimiert Schauspieler Liev Schreiber Jonathan Safran Foers begeistert aufgenommenes Romandebüt auf seine Grundelemente: Kulturenbegegnung, Vergangenheitsreise, Freundschaft.

Weder sentimental noch belehrend, dafür souverän Komik und Tragik harmonisierend, lädt der Film zu einer emotionalen Reise ein, die von Menschlichkeit und der Natürlichkeit des Erzählers, Newcomer Eugene Hutz, geprägt ist.

Alles ist erleuchtet

Der Titel passt zum vorweihnachtlichen Starttermin, die Geschichte zweier junger Männer, die aus unterschiedlichen Welten stammen, aber in der Biografie ihrer Großväter Gemeinsamkeiten finden, auch. Eine tragikomische Entdeckungsreise - auch für den Zuschauer.

Das Regiedebüt von Liev Schreiber, der zuletzt als Meryl Streeps manipulierter Sohn in "Der Manchurian-Kandidat" beeindruckte, meistert souverän einen gewagten Balanceakt. Es beginnt als lakonisch-kauzige Kollision von Kulturen und Persönlichkeiten und endet als berührendes Mahnmal für die unzähligen anonym gebliebenen oder vergessenen Toten des Holocaust. Trotz dieser Richtungskorrektur ist die Kino-Komprimierung von Jonathan Safran Foers Bestseller nie rührselig oder ein sprachlos machendes Instrument der Versteinerung, wie viele andere Dramatisierungsversuche des Unfassbaren. Stattdessen präsentiert sich hier ein kleines Roadmovie, das in der Enthüllung seiner Geheimnisse der Vergangenheit Hoffnung für die Zukunft findet. Schreibers Spurensuche, die auch von seiner eigenen Biografie mitinspiriert wurde, beginnt mit den großen, bebrillten Augen von Hauptdarsteller Elijah Wood - die deutlichste Visualisierung einer sonst unaufdringlichen Aufforderung zum Hinsehen. Woods Figur Jonathan ist eine Art Kurator seiner eigenen Familiengeschichte, sammelt alles, was ihn an die Verwandten erinnern könnte - von Omas Gebiss bis hin zur Kartoffel, die nicht in seinem Magen, sondern auf ukrainischem Boden endet. Dort, in der ehemaligen Sowjetrepublik, sucht Jonathan die Frau, die seinem Großvater das Leben rettete, bevor er in die USA emigrierte. Begleitet wird er vom ukrainischen Lebenskünstler Alex (sympathisch-natürlicher Debütant: Eugene Hutz), dessen mürrischen Großvater und einem exzentrischen Hund. Gemeinsam bereisen sie das Land und die Vergangenheit beider Großväter. Am Ende des Wegs erwartet sie ein Meer von Sonnenblumen, aber auch die Erinnerung an eine Tragödie. Der Tod ist nah - und doch keimt Leben um ihn. So einfach und trotzdem komplex kann kunstvolles Kino sein. kob.

Darsteller:  Elijah Wood   als Jonathan Safran Foer
  Eugene Hutz   als Alex
  Boris Leskin   als Alex' Großvater
  Laryssa Lauret   als Lista
  Jason Schwartzman  
  Jana Hrabetová   als Jonathans Großmutter
  Stepan Samudovsky   als Jonathans Großvater / Safran
  Gil Kazimirov   als Igor
  Zuzana Hodkova   als Alex' Mutter
 
Regie:  Liev Schreiber  
Buch:  Liev Schreiber  
Musik:  Paul Cantelon  
Kamera:  Matthew J. Libatique  
Produzent:  Marc Turtletaub  
  Peter Saraf  
 

Alles ist erleuchtet in der Fotoshow

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Elijah Wood

Die Abenteuerlust, Entdeckerfreude und Neugier, die aus den großen blauen Augen des braunlockigen Jungstars Elijah Wood strahlen, sprechen Bände...