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Almanya - Willkommen in Deutschland

Fröhlich-herzliche Multikultikomödie um einen türkisch- deutschen Familienverband, der auf die Probe gestellt wird, als der Patriarch in die Türkei zurück will.


Almanya - Willkommen in Deutschland

Leihvideo

Erhältlich seit:
06.10.2011

Komödie/ Drama

Deutschland 2010
Laufzeit: 101 Min.
FSK: ab 6

Vedat Erincin
Fahri Yardim
Lilay Huser

Regie: Yasemin Samdereli
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Almanya - Willkommen in Deutschland

Mitte der Sechzigerjahre kamen Hüseyin Yilmaz und seine Familie aus der Türkei nach Deutschland: Zur ersten Welle der Gastarbeiter zählend, wird es ihnen nicht immer leicht gemacht. 40 Jahre später ist das einstmals fremde Land jedenfalls für die Kinder und Enkel zur Heimat geworden. Nachdem der Patriarch bei einem Essen seine Lieben mit der Nachricht überrascht, ein Haus in der Türkei gekauft zu haben, muss die Sippe mit zum Umbau in die Pampa fahren. Die Reise voller Streitereien und Versöhnung nimmt eine tragische Wendung.

Die fröhlich-herzliche Multikultikomödie über 40 Jahre Deutschland aus der Sicht türkischer Gastarbeiter beruht teilweise auf eigenen Erfahrungen der Schwestern Yasemin und Nesrin Samdereli, die in dieser Generationen übergreifenden Familiengeschichte gewitzt und gekonnt sämtliche Vorurteile durch den Kakao ziehen. Während die erste Hälfte die Zuschauer zum Lachen bringt, dürfen in der zweiten die Tränen fließen. Einer der großen Kinopublikumserfolge des ersten Halbjahrs 2011.

Almanya - Willkommen in Deutschland

Heitere kultur- und generationenübergreifende Familiengeschichte, die lustvoll mit Klischees spielt und Türken und Deutschen den Spiegel vorhält.

Wenn's um Multi-Kulti geht, verstehen die Deutschen selten Spaß, fuchteln lieber mit dem pädagogischen Zeigefinger herum und bei Filmen um Türken mit Migrationshintergrund darf sich zwar Fatih Akin Humor erlauben, aber seine Dramen wie "Kurz und schmerzlos" und "Gegen die Wand" wie auch Feo Aladags "Die Fremde" sind dem Feuilleton in ihrer Drastik lieber. Weit weg von gewalttätigen Männern und geknechteten Frauen bewegt sich Yasemin Samderelis manchmal erfrischend politisch unkorrekte Komödie, die sie gemeinsam mit ihrer jüngeren Schwester Nesrin schrieb. Beide sind in Dortmund geboren und aufgewachsen und erzählen subjektiv und ohne Larmoyanz vom Migrantendasein und sagen: Wir sind hier und das ist auch gut so! Dabei spielen sie mit Klischees, Sitten und Gebräuchen, wobei Türken wie Deutsche ihr Fett abkriegen, vor allem die Alemannen, die mit hängenden Mundwinkeln durchs Leben schleichen, in der U-Bahn über Migranten mosern und mit großem Genuss Stempel auf Formulare knallen, während der Südländer meistens variantenreich speist, sich augenzwinkernd selbst auf die Schippe nimmt und fröhlich tanzt. Nicht immer, aber sehr oft sind die Überspitzungen einfach witzig, wenn die Kids Weihnachten feiern wollen und die Mama von Tannenbaum und Bescherung Null Ahnung hat oder die fruchtbare Beziehung der Enkelin mit einem Engländer den trockenen Kommentar hervorruft, "hätte es nicht wenigstens ein Deutscher sein können?". Verdienter Lohn der Mühen für Regisseurin Yasemin Samderelis und ihr Team: Der Deutsche Filmpreis 2011 in Silber.

Am Anfang der Geschichte von Hüseyin Yilmaz, der Ende der 1960er Jahre als 1.000.001 Gastarbeiter nach Deutschland kam, die Familie nachholte und nach über vierzig Jahren mit seiner Frau einen deutschen Pass erhält, steht die Frage des sechsjährigen Enkels, "Wer oder was bin ich eigentlich - Deutscher oder Türke?", weil den Sohn eines Türken und einer Deutschen weder die türkischen noch die deutschen Mitschüler in ihre Fußballmannschaft wählen. Eine Identitätsfrage, um die sich die Kinder des Patriarchen aufgrund ihrer gelungenen Integration keine großen Gedanken machen. Als der beim üppigen Mahl den Seinen eröffnet, er habe ein Haus in Anatolien gekauft und die widerstrebende Sippe auffordert, gemeinsam dorthin zu fahren, beginnt eine Reise voller Streitereien und Versöhnung, die mit einer tragischen Wendung endet. Während die erste Hälfte vor Frohsinn strotzt, gibt es in der Mitte einen etwas plötzlichen Bruch zu ungewohnter Ernsthaftigkeit, die sich nach einem kurzen Holpern in das Ganze einfügt. Und wenn der Enkel in einer bewegenden Rede den toten Großvater bei einem politischen Festakt vertritt, darf ein Tränchen kullern. mk.

Darsteller:  Vedat Erincin   als Hüseyin, alt
  Fahri Yardim   als Hüseyin, jung
  Lilay Huser   als Fatma, alt
  Demet Gül   als Fatma, jung
  Rafael Koussouris   als Cenk
  Aylin Tezel   als Canan
  Denis Moschitto   als Ali
  Petra Schmidt-Schaller   als Gabi
  Aykut Kayacik   als Veli, alt
  Aycan Vardar   als Veli, jung
  Ercan Karacayli   als Muhamed, alt
  Kaan Aydogdu   als Muhamed, jung
  Siir Eloglu   als Leyla, alt
  Aliya Artuc   als Leyla, jung
  Arnd Schimkat   als Polizist
  Antoine Monot, Jr.   als Nachbar
  Axel Milberg   als deutscher Beamter
  Oliver Nägele   als Politiker
  Jule Ronstedt   als Lehrerin
  Tim Seyfi   als Gemüsehändler
  Walter Sittler   als Mann im Krämerladen
  Aglaia Szyszkowitz   als Ärztin
  Katharina Thalbach   als Frau im Bus
  Saskia Vester   als Nachbarin
 
Regie:  Yasemin Samdereli  
Buch:  Nesrin Samdereli  
  Yasemin Samdereli  
Musik:  Gerd Baumann  
Kamera:  Ngo The Chau  
Produzent:  Dr. Andreas Richter  
  Annie Brunner  
  Ursula Woerner  
 

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