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Almost Heaven

Roadmovie, in dem Heike Makatsch als unheilbar kranke Countrysängerin versehentlich auf Jamaika landet und ein neues Leben beginnt.


Almost Heaven

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Erhältlich seit:
16.07.2009

Komödie

Deutschland 2005
Laufzeit: 98 Min.
FSK: ab 6

Heike Makatsch
Nikki Amuka-Bird
Wotan Wilke Möhring

Regie: Ed Herzog
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Roadmovie, in dem Heike Makatsch als unheilbar kranke Countrysängerin auf Jamaika landet und ein neues Leben beginnt.

In Rosie findet Helen eine Freundin (Foto: timebandits films) Großansicht

In Rosie findet Helen eine Freundin (Foto: timebandits films)

Da Countrysängerin Helen (Heike Makatsch) davon träumt, einmal im legendären Bluebird Café in Nashville aufzutreten, soll es also dorthin gehen. Ihr Mann Carlo (Wotan Wilke Möhring) rät aus Sorge ab, aber Helen reißt aus dem Krankenhaus aus.

Durch eine Verwechslung am Flughafen landet sie statt im Mekka der Countrymusik in Reggaetown Kingston, Jamaika. Durch eine weitere Verkettung widriger Umstände kommt sie von dort einfach nicht mehr weg und strandet ohne Geld bei der Tage- und Kleingelddiebin Rosie (Nikki Amuka-Bird).

In Jamaika stößt Helen schnell auf Gleichgesinnte (Foto: timebandits films) Großansicht

In Jamaika stößt Helen schnell auf Gleichgesinnte (Foto: timebandits films)

Lieber leben

Ed Herzog ("Happy Weekend") inszenierte dieses lebensbejahende, durch seine unmittelbaren Aufnahmen Jamaikas bestechende Roadmovie mit Heike Makatsch in der Hauptrolle.

Makatsch nahm für den Film eine Reihe melancholischer Countrysongs auf, die die Handlung untermalen. Ein atmosphärisch überzeugendes, berührendes und mitreißendes Abenteuer.

Almost Heaven

Heike Makatsch klopft in diesem sommerlichen, multikulturellen Feel-Good-Roadmovie des deutschen Filmemachers Ed Herzog sozusagen an "Heaven's Door": Wie Jan Josef Liefers und Til Schweiger in Thomas Jahns Hitkomödie spielt sie eine Todgeweihte mit unheilbarer Krankheit, die sich auf ihre (vor)letzte Reise begibt.

Da Makatschs Countrysängerin Helen davon träumt, einmal im legendären Bluebird Café in Nashville aufzutreten, soll es also dorthin gehen. Ihr Mann Carlo (Wotan Wilke Möhring) rät aus Sorge ab, aber Helen reißt aus dem Krankenhaus aus, und durch eine Verwechslung am Flughafen landet sie statt im Mekka der Countrymusik in Reggaetown: Kingston, Jamaika. Durch eine weitere Verkettung widriger Umstände kommt sie von dort einfach nicht mehr weg und strandet ohne Geld bei der Tage- und Kleingelddiebin Rosie (Nikki Amuka-Bird).

"Almost Heaven" ist eine berührende Geschichte über die Freundschaft zwischen zwei unterschiedlichen Frauen, der zielstrebigen und sehr ernsthaften Helen, die für ihre zum Sterben schöne Umgebung kein Auge übrig hat, und Rosie, die im Moment lebt, ihre Träume längst aufgegeben hat, aus jeder Situation versucht, das Beste zu machen. Eine Geschichte über die Freundschaft zwischen Country und Reggae, zwei gegensätzlichen Lebensauffassungen, Melancholie und Freude, und irgendwann stellt der Film heraus, dass es doch beiden gleichermaßen um Heimat geht. Regisseur Ed Herzog lässt Legenden des Reggae in Person (z. B. Dancehall-Legende Carl Bradshaw in einer Nebenrolle) und John Denver und Loretta Lynn in den Songs, die Makatsch zum Besten gibt, auftreten, schenkt ihren Texten ausführlich Gehör und macht sein Roadmovie, natürlich, letztlich zu einem Film über die Suche nach der Heimat des Herzens.

Heike Makatsch lag sichtlich viel an ihrer Rolle, sie stand für Herzog als Wunschbesetzung fest, nicht erst seit sie in Detlev Bucks "Männerpension" "Stand By Your Man" sang, sie hat sich für die Finanzierung des Projekts eingesetzt und spielt ihre Figur mit einer Wärme und Ernsthaftigkeit, die vom ersten Moment an rührt. Man muss sich schon an ihre kratzige Stimme gewöhnen, und gleichzeitig vor ihrem Mut den Cowboyhut ziehen. Sie trägt den Film auf etwas wackligen Beinen, was dem Wagnis des Unternehmens noch authentischere Züge verleiht, als der Film sie ohnehin schon trägt - mit seinen fast dokumentarischen Bildern, die den Umständen der Dreharbeiten auf Jamaika entsprechend mit viel Improvisationstalent umgesetzt wurden, unterstrichen durch sepiagetönte, impressionistische Bilder der Insel, von Land und Leuten, die alle großartig besetzt sind. In der finalen Straßenfestszene, in der Helens und Rosies Welten eins werden, scheinen alle - von den Schauspielern bis zum Kameramann Sebastian Edschmid - die Waffen vor dem Südseefeeling zu strecken.

Dank Makatschs Präsenz und der Ernsthaftigkeit ihrer Figur überwiegen hier die tragischen Töne. Dies bedeutete für Herzog eben nicht ständiges Bacardi-Feeling, sondern vielmehr eine Verbeugung vor dem hier Pate gestandenen "The Harder They Come", dem ersten jamaikanischen Kinofilm über Reggae-Superstar Jimmy Cliff, der für alle Facetten des Landes und der Kultur ein Auge hat. Nach "Almost Heaven" möchte man jedenfalls annehmen, dass sich Cliff prima mit John Denver verstanden hätte, dessen Klassiker "Country Roads" der Titel des Films entliehen ist. deg.

Almost Heaven

Helens (Heike Makatsch) größter Traum ist es, einmal im legendären Bluebird Café in Nashville zu singen.
Als die Country-Sängerin erfährt, dass ihr nur noch wenig Zeit zum Leben bleibt, lässt sie in Deutschland Krankenhaus und Ehemann (Wotan Wilke Möhring) zurück und begibt sich auf die Reise. Durch eine Verwechslung am Flughafen landet sie allerdings auf Jamaika - und steht mit Gitarre, Cowboyhut und Westernstiefeln jetzt ausgerechnet im Zentrum des Reggae!
Hier trifft sie auf die einheimische Trickbetrügerin und Dealerin Rosie (Nikki Amuka-Bird), die ebenfalls in Schwierigkeiten steckt. Aus unterschiedlichen Beweggründen fahren die beiden Frauen schließlich gemeinsam ans andere Ende der Insel. Doch unterwegs ereignet sich viel Unvorhergesehenes ...

Ein ebenso anrührender wie witziger Film über die Ironie des Schicksals und die Kraft der Musik - nicht zuletzt dank des groovigen Country-Reggae-Crossover-Soundtracks.

Heike Makatsch, die bereits in "Männerpension" mit ihrer legendären "Stand by your Man"-Interpretation für Furore gesorgt hatte, begeistert in "Almost Heaven" nicht nur als Schauspielerin sondern auch als Sängerin, wie sie gemeinsam mit Reggae-Musikern Country-Songs zum Besten gibt.

Quelle: EuroVideo

Interview mit Heike Makatsch (Hauptrolle)
Interview mit Ed Herzog (Regie)

Quelle: EuroVideo

Darsteller:  Heike Makatsch   als Helen
  Nikki Amuka-Bird   als Rosie
  Wotan Wilke Möhring   als Carlo
  Michael Gwisdek   als Botschafter
  Ivan Shvedoff   als Strike
  Carl Bradshaw  
 
Regie:  Ed Herzog  
Buch:  Ed Herzog  
  Paul Herzberg  
Musik:  Bill Frisell  
  Charlie Gillett  
Kamera:  Sebastian Edschmid  
Produzent:  Judy Tossell  
 

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