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Leihvideo
Erhältlich seit:
30.05.2007
Originaltitel: In My Father's Den
Neuseeland 2004
Laufzeit: 121 Min.
FSK: ab 12
Matthew Macfadyen
Emily Barclay
Miranda Otto
Regie: Brad McGann
Capelight Pictures

Leises, aber kraftvolles und in einer unfassbaren Tragödie endendes Arthouse-Drama um ein dunkles Geheimnis, das einen Heimkehrer in der Einöde Neuseelands mit verstörender Wucht erwartet.
Der renommierte, aber ausgebrannte Kriegsfotograf Paul kehrt nach 17jähriger Flucht vor der Vergangenheit zur Beerdigung seines Vaters in die neuseeländische Heimat zurück, ein kleines Nest am Ende der Welt, wo die Zeit stehen geblieben scheint. Der Empfang seines sich als Straußenfarmers verdingenden Bruders Andrew und seiner Familie ist betont kühl, ganz zu schweigen von Jugendliebe Jackies feindseliger Reaktion. Während er die abgeschiedene Hütte seines Vaters ausräumt und einen Job als Aushilfslehrer annimmt, freundet er sich mit der 16jährigen Celia an, Jackies Tochter - und eventuell auch seine eigene. Als das literarisch ambitionierte Mädchen eines Tages spurlos verschwindet, fällt der Verdacht des Kindesmissbrauchs auf ihn, was Anfeindungen und tätliche Übergriffe der Anwohner auslöst. Doch Paul schweigt zu den Vorwürfen.
Um Unausgesprochenes und Unaussprechliches, um in der Luft hängende Vorwürfe, die sich eher in Gewalt entladen, als verbalisiert zu werden, kreist Brad McGanns fabelhaftes, international vielfach ausgezeichnetes Arthouse-Angebot nach dem gleichnamigen Roman von Maurice Gee, das die Metapher einer Ebbe, nach der die Flut nie mehr wiederkehrt, schmerzhaft konkretisiert. Zunächst fordert die etwas langgestreckte Story um Träume, die an der Realität zerschellt sind, Geduld, birgt in Bildern, die sich einer Postkartenidylle verweigern, leise Andeutungen. Lange lockt McGann auf falsche Fährten, lässt bis zum schockierenden Schluss im Ungewissen, was genau vor sich geht, enthüllt dann aber eine gewaltige Familientragödie um Notzucht, Suizid und Mord, die eine zweite Katastrophe heraufbeschwört und deren Wucht dem Finale von "Chinatown" gleichkommt.
Diese Enthüllungen sind dramaturgisch meisterhaft verschachtelt und auch sonst genügt "In My Father's Den" höchsten Ansprüchen mit zurückgenommener Kunstfertigkeit, die poetische Momente wie von Jane Campion gebiert, deren Kameramann Stuart Dryburgh unauffällig für Atmosphäre sorgt. Doch der Film ist alles andere als gefällig, er bietet keine simplen Identifikationsmuster und erklärt sich zunächst nicht. Diese Verschlossenheit ist notwendig, um erwachsenes, unsentimentales Kino zu schaffen, mit Anklängen an "Lantana" und "The War Zone", musikalisch ausgestattet mit Patti Smith. tk.
| Darsteller: | Matthew Macfadyen | als Paul | |
|---|---|---|---|
| Emily Barclay | als Celia | ||
| Miranda Otto | als Penny | ||
| Colin Moy | als Andrew | ||
| Jimmy Keen | als Jonathan | ||
| Toby Alexander | als Paul als Teenager | ||
| Nicholas Hayward | als Andrew als Teenager | ||
| Vanessa Riddell | als Iris | ||
| Matthew Chamberlain | als Jeff | ||
| Peter Hishon | als Vet | ||
| Jodie Rimmer | als Jackie | ||
| Vicky Haughton | als Ms. Seagar | ||
| Regie: | Brad McGann | ||
| Buch: | Brad McGann | ||
| Musik: | Simon Boswell | ||
| Kamera: | Stuart Dryburgh | ||
| Produzent: | Trevor Haysom | ||
| Dixie Linder | |||
Als das Meer verschwand in der Fotoshow
Features
Der Titel enthält folgende Features
Sprachen: Deutsch dts, Deutsch DD 5.1, Englisch DD 5.1
Tonformat: Dolby Digital 5.1/dts
Untertitel: Deutsch
Bildformat: 1:2,35/16:9
Extras: Audiokommentar
Star
Miranda Otto
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