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Leihvideo
Erhältlich seit:
29.10.1998
Originaltitel: The End of Violence
USA/Frankreich 1997
Laufzeit: 117 Min.
FSK: ab 12
Bill Pullman
Andie MacDowell
Gabriel Byrne
Regie: Wim Wenders
Walt Disney Studios Home Entertainment

Cannes-Veteran Wim Wenders, der 1984 die Goldene Palme für "Paris, Texas" erhielt und 1993 den Großen Preis der Jury für "In weiter Ferne, so nah", kam in diesem Jahr zu großen Ehren: Sein neuester Film "The End of Violence", eine Reflektion über das Gewalt-Phänomen ohne gewalttätige Bilder, wurde im Rahmen der Gala zum 50-jährigen Jubiläum uraufgeführt.
Da sich die Planung zu Wenders Sci-Fi-Projekt "The Billion Dollar Hotel" verzögerte, wollte der 51-jährige nicht "tatenlos herumsitzen". Das Drehbuch von Nicholas Klein war in sechs Wochen fertig, einen Monat später begannen schon die 27-tägigen Dreharbeiten. Und mit nur fünf Millionen Dollar gelang ein Low-Budget Hollywood-Movie mit Stars wie Bill Pullman und Andie MacDowell.
In L.A. ist diese verschachtelte Geschichte über die Wechselwirkung von realer Gewalt und Kinogewalt angesiedelt, an der Nahtstelle zwischen Arm und Reich, dort wo sich die Berühmtheiten in ihren noblen Häusern verbarrikadieren, während auf der Straße kriegerische Banden den Ton angeben. Im Mittelpunkt stehen Mike Max (Bill Pullmann), der es als Produzent von Gewaltfilmen zu einer Villa in Malibu und einer schönen, aber gelangweilten Ehefrau (Andie MacDowell) gebracht hat, und der Wissenschaftler Ray Bering (Gabriel Byrne), der von einem geheimen FBI-Observatorium aus die ganze Stadt mit der Videokamera kontrolliert. Max übersteht einen Mordanschlag zweier gedungener Killer und taucht bei einer mexikanischen Familie unter, um den Auftraggeber herauszufinden. Bering konnte zufällig die Aktion auf seinem Monitor verfolgen und gerät selbst ins Fadenkreuz der Drahtzieher. Das ganze Puzzle auflösen will Detective Doc Block (Loren Dean).
Zwischen Thriller und theoretischem Konstrukt bewegt sicht dieses Film-Essay über die Entstehung von Aggressionsbereitschaft. Wenders arbeitet auf verschiedenen Ebenen, verknüpft - wie Altman in "Short Cuts" - verschiedene Handlungsstränge und Personen, die alle nur durch eins verbunden sind: durch die ganz alltägliche Gewalt. Wenders wollte "einen Film über Gewalt machen, aber keinen gewalttätigen Film". So verzichtet er auf brutale Bilder, aber dennoch ist Gewalt immer präsent, auch wenn man sie nicht direkt sieht. Sie funktioniert wie in einem Videospiel auf Monitoren und in den Köpfen der Zuschauer. Mit manchmal spitzfindigen Dialogen und unterschwelligem Humor bricht Wenders immer wieder die etwas pädagogisch formulierte Kritik an der schönen neuen Medienwelt und dem "Big Brother". Seine einfache Botschaft lautet: Gewalt läßt sich nicht mit Gewalt bekämpfen, die Bilderlieferanten, sprich Regisseure, tragen Verantwortung, der Teufelskreis muß unterbrochen werden. Das intelligente Vexierspiel weckt Irritationen, wirft mehr Fragen auf, als es beantwortet. Vielleicht auch deshalb, weil die Autoren erst die Biografien der Figuren entwickelten und dann die Geschichte. Wem einiges kryptisch bleibt, der sollte zumindest die eindrucksvollen Bilder genießen. Für die Wenders-Gemeinde und neugierige Cineasten ist "The End of Violence" ein Muß, ein moderater Erfolg an der Kinokasse wäre durchaus möglich. mk.
| Darsteller: | Bill Pullman | als Mike Max | |
|---|---|---|---|
| Andie MacDowell | als Paige Stockard | ||
| Gabriel Byrne | als Ray Bering | ||
| Loren Dean | als Doc Block | ||
| Traci Lind | als Cat | ||
| Daniel Benzali | als Brice Phelps | ||
| K. Todd Freeman | |||
| John Diehl | |||
| Pruitt Taylor Vince | |||
| Peter Horton | |||
| Udo Kier | |||
| Eric D. Castillo | |||
| Nicole Parker | |||
| Rosalind Chao | |||
| Marisol Padilla Sanchez | |||
| Marshall Bell | |||
| Frederic Forrest | |||
| Henry Silva | |||
| Samuel Fuller | |||
| Regie: | Wim Wenders | ||
| Buch: | Nicholas Klein | ||
| Musik: | Ry Cooder | ||
| Kamera: | Pascal Rabaud | ||
| Produzent: | Deepak Nayar | ||
| Wim Wenders | |||
| Nicholas Klein | |||
Features
Der Titel enthält folgende Features
Sprachen: Deutsch
Tonformat: HiFi Stereo
Bildformat: 1:2,35
Star
Bill Pullman
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Star
Andie MacDowell
Als Partnerin von Gérard Depardieu in der Erfolgskomödie "Green Card" konnte sich Andie MacDowell, die langbeinige Südstaatenschönheit...
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