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Am Ende die Hoffnung

Produktionstechnisch überzeugendes Historiendrama mit dramaturgischen Schwächen.


Am Ende die Hoffnung

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Erhältlich seit:
19.10.2011

Drama

Deutschland/Österreich 2011
Laufzeit: 109 Min.
FSK: ab 12

Yvonne Catterfeld
Max von Pufendorf
Stephan Luca

Regie: Thorsten Näter
polyband Medien GmbH

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Am Ende die Hoffnung

Die Wirren des Zweiten Weltkriegs, eine schöne Frau hin- und hergerissen zwischen zwei Männern, dazu das spürbare Bemühen um eine Authentizität vermittelnde Ästhetik: Die Parallelen nicht nur der Dramaturgie dieses "Event"-Films von Sat.1 zu vergleichbaren Produktionen sind offenkundig.

Doch wo beispielsweise "Dresden" bei der Darstellung des Krieges bis an die Grenzen des Zumutbaren ging, wirkt "Am Ende die Hoffnung" wie eine Hochglanzrekonstruktion: Obwohl in vielen Einstellungen feiner Rauch in der Luft liegt, kaum eine Außenaufnahme ohne dekorative Trümmer auskommt (Szenenbild: Matthias Klemme) und die Bilder ohnehin in einem Blaugrau gehalten sind, das Historie nahe legen soll (Kamera: Achim Hasse), vermittelt fühlt sich alles inszeniert an.

Dabei hat die Handlung großes emotionales Potenzial: Die Kieler Näherin Ellen (Yvonne Catterfeld) klebt 1944 heimlich Plakate, die zum Widerstand gegen die Nazi-Diktatur aufrufen. Eines Nachts wird sie beinahe verhaftet. Robert (Stephan Luca), ihr Retter in letzter Sekunde, ist Engländer, Sohn einer deutschen Jüdin und Spion: Er kümmert sich als Arzt um deutsche Offiziere, entlockt ihnen Informationen und gibt diese umgehend ans englische Militär weiter. Robert verliebt sich in Ellen und setzt sie auf Hans Mertens (Max von Pufendorf) an, einen Ingenieur und Marineoffizier auf dem U-Boot U-864. Sie findet raus, dass U-864 streng geheime Pläne für neuartige Düsentriebwerke nach Japan bringen soll; das würde die Vorzeichen im pazifischen Krieg auf den Kopf stellen. Die junge Frau händigt Robert zwar die Kamera aus, mit der sie die Unterlagen und auch die geplante Route fotografiert hat, doch ihre Spionage stürzt sie in einen tiefen Gewissenskonflikt: Sie mag den Engländer zwar, doch ihr Herz hat sie an Hans verloren. Verzweifelt schlägt sie sich nach Norwegen durch, wo das U-Boot nach einem Bombenangriff repariert wird, um Hans an der Weiterfahrt zu hindern.

Die Geschichte wird allerdings immer wieder unterbrochen, weil Autorin Annette Hess Ellens Erlebnisse in eine Rahmenhandlung bettet: Die zickige Berliner Taxifahrerin Kati (Marie Zielcke) soll eine alte Frau (Rosemarie Fendel) nach Norwegen bringen. Dass es sich bei der Dame um Ellen handelt, liegt auf der Hand; dass Kati ihre Enkelin ist, verrät der Film erst später. Vermutlich soll die viel zu ausführlich erzählte Gegenwart verdeutlichen, wie sehr die Kriegsereignisse auch die Generation der Enkel noch beeinflussen: Kati mag ihre angeblich gefühlskalte Großmutter nicht. Im Verlauf der Reise versteht sie, was Ellen einst das Herz gebrochen hat.

Handwerklich hingegen ist "Am Ende die Hoffnung" immer wieder eindrucksvoll. Das gilt sowohl für die Übergänge zwischen der Taxifahrt und den Rückblenden wie auch für die Herausforderung, die Hauptfiguren im norwegischen Schnee zu zeigen, obwohl die Aufnahmen in einem Studio in Hannover entstanden sind. Die widrigen Umstände haben naturgemäß zur Folge, dass Yvonne Catterfeld noch schöner aussieht. Aber dass der Film jene naive und längst widerlegte Legende nährt, man müsse zwischen bösen Nazis und guten Soldaten unterscheiden, ist mehr als bloß ärgerlich. tpg.

Am Ende die Hoffnung

Deutschland im Jahr 1944: Die junge Elisabeth (Yvonne Catterfeld), von allen nur Ellen genannt, engagiert sich nach dem Tod ihrer Eltern durch die Nazis mit voller Überzeugung für die Widerstandsbewegung. In ihrem Kampf gegen das Regime Hitlers lässt sich Ellen von Robert Elbing (Stephan Luca) als Spionin für den britischen Geheimdienst anwerben. Ihr Auftrag: Sie soll den Marineoffizier Hans Mertens (Max von Pufendorf) ausspionieren, der in Kürze mit der U-864 und hochgefährlicher Ladung an Bord in See stechen wird. Obwohl Ellen längst mit Robert liiert ist, verliebt sie sich in den feinfühligen Leutnant Hans, der ausgerechnet für das Regime arbeitet, das ihr Familie und Freunde genommen hat. In bester Überzeugung handelnd, gibt Ellen ihre brisanten Informationen über Hans an den britischen Geheimdienst weiter. Als sie jedoch erfährt, dass sie damit Hans' Todesurteil unterschrieben hat, nimmt sie alle Strapazen auf sich, um das Leben ihres Geliebten zu retten ...

Quelle: polyband

Darsteller:  Yvonne Catterfeld   als Ellen
  Max von Pufendorf   als Hans Mertens
  Stephan Luca   als Robert Elbing
  Marie Zielcke   als Kati
  Rosemarie Fendel   als Elisabeth Lenz
  Dirk Borchardt   als Kapitän Wolfram
  Jytte-Merle Böhrnsen   als Gertrud
  Hildegard Schroedter   als Helga Beier
  Dirc Simpson   als Kassberg
  Eva-Maria Kurz   als Frau Kleintje
  Marc Bischoff   als Norweger
 
Regie:  Thorsten Näter  
Buch:  Annette Hess  
Musik:  Ingo Ludwig Frenzel  
Kamera:  Achim Hasse  
Produzent:  Doris Zander  
 

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