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American Beauty

Höchst originelle Tragikomödie, in der der allamerikanischen Traum von mittelständischer Normalität virtuos demontiert wird.


American Beauty

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Erhältlich seit:
08.08.2006

Drama

USA 1999
Laufzeit: 117 Min.
FSK: ab 16

Kevin Spacey
Annette Bening
Thora Birch

Regie: Sam Mendes
Paramount Home Entertainment

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Höchst originelle Tragikomödie, in der der amerikanischen Traum von mittelständischer Normalität virtuos demontiert wird.

Lester Burnham hat sein Normalo-Leben ziemlich satt (Foto: UIP) Großansicht

Lester Burnham hat sein Normalo-Leben ziemlich satt (Foto: UIP)

Gattin Carolyn (Annette Bening) geht fremd und Tochter Jane (Thora Birch) übt sich in Unnahbarkeit. So besteht der einzige Höhepunkt des Tages für Familienvater Lester (Kevin Spacey) darin, allmorgendlich unter der Dusche zu onanieren. Da verguckt sich der Mittvierziger in Janes Freundin Angela (Mena Suvari) und beschließt, sein Leben umzukrempeln.

Der Job wird gekündigt, der Van gegen einen Sportwagen eingetauscht, mit Hanteln gegen den Bierbauch vorgegangen. Und damit sich auch im Gehirn ein entspanntes Gefühl einstellt, lässt sich Lester vom skurrilen Nachbarsjungen mit Marihuana versorgen.

Beim Anblick der jungen Angela kommen Lester unanständige Gedanken (Foto: UIP) Großansicht

Beim Anblick der jungen Angela kommen Lester unanständige Gedanken (Foto: UIP)

Rabenschwarzer Abräumer

Mit seiner rabenschwarzen Tragikomödie avancierte Regie-Debütant Sam Mendes zum strahlenden Sieger der Oscar-Verleihung 2000. Fünf Trophäen, darunter die für die beste Regie, den besten Film und den besten Hauptdarsteller, gingen an diese schonungslose Abrechnung mit dem amerikanischen Traum.

Obwohl Pessimismus statt des üblichen US-Optimismus und Frust statt Freude dieses blendend beobachtete Meisterwerk bestimmen, zeigte sich das Kino-Publikum begeistert und machte "American Beauty" zu seinem Liebling.

American Beauty

Wie zuletzt in "Die Truman Show" und "Happiness" wird in dem Filmdebüt von Theaterregisseur Sam Mendes ("Cabaret", "The Blue Room") der allamerikanische Traum von suburbaner mittelständischer Normalität provokativ pessimistisch und gleichzeitig ätzend amüsant demontiert. Eine hervorragende Besetzung, allen voran Oscar-Gewinner Kevin Spacey ("Die üblichen Verdächtigen"), macht die einfallsreich-originelle Tragikomödie zum hinreißenden Hochgenuß und ersten klaren Oscar-Anwärter des Filmjahres.

Hauptdarsteller Spacey mimt den ausgebrannten Normalbürger Lester Burnham, der von seiner ebenso ehrgeizigen wie hysterischen Frau Carolyn (Annette Bening) und seiner mißmutigen Teentochter Jane (Thora Birch, ambitioniert den Fußstapfen Christina Riccis folgend) als Verlierer abgestempelt und kaum noch toleriert wird. Ihre Gefühle sind längst erkaltet und ihre Kommunikation beschränkt sich auf leere Worthülsen. Als Erzähler informiert Brunham im Voiceover, daß sein Tag nach der morgendlichen Masturbation in der Dusche grundsätzlich bergab gehe und er in weniger als einem Jahr tot sein wird. Als er Angela (Mena Suvari aus "Heiße Apfelkuchen" als verführerisch-lolitahaftes Biest), die beste Freundin seiner Tochter, kennenlernt, brennt ihm regelrecht die Sicherung durch. Sexuell ausgehungert, da im Bett mit seiner Frau schon lange tote Hose ist, setzt sich Lester eine Affäre mit dem wunderschönen Teentraum in den Kopf. Er kündigt seinen langweiligen Routinejob und beginnt sich rebellisch wie ein Jugendlicher zu benehmen. Er raucht Marihuana, trinkt jederzeit Bier, stemmt Hanteln, kauft sich eine aufgemotzte Rennsemmel und sagt ohne jegliche Rücksicht auf Konventionen oder Verluste, was ihm am Herzen liegt. Gleichzeitig freundet er sich mit dem skurrilen Nachbarsjungen Ricky (absolut fantastisch: Wes Bentley) an, der trotz strenger Überwachung seines tyrannisch-gewalttätigen Colonel-Vaters (Chris Cooper, der bereits in "October Sky" einen furchterregenden Patriachen abgab) ein florierendes Geschäft als Dealer betreibt. Ständig auf der Suche nach Schönheit und einer verloren geglaubten Realität, filmt Ricky ständig alles und jeden um sich herum mit seiner Videokamera. Trotz seiner voyeuristischen Tendenzen, die nie anzüglich motiviert sind, sondern eher röntgengleich den Dingen auf den Grund gehen, bandelt Burnhams Tochter mit ihm an.

Mendes und Drehbuch-Neuling Alan Ball werfen mit subtilen Sarkasmus einen vielsagenden Blick auf gesellschaftliche und soziale Konventionen, deren erstickende Fassade um jeden Preis aufrecht erhalten werden soll. Sie ergehen sich dabei nicht in typischen Klischees, sondern benutzen diese als Fundament für facettenreiche Charakterzeichnungen, um sie dann gewitzt und unerwartet zu verdrehen. Was generell als pervers und unmoralisch gilt, wird hier nonchalant und wertfrei toleriert, während die Maske sogenannter Normalität als abartig und krank bloßgestellt wird. Die Themen kreisen um Untreue, Mißtrauen, Homosexualität, Kontrollkomplex, Abhängigkeit, Frustration und Hilflosigkeit in verschiedenen Variationen. Der abgehobene Erzählton, der sich perfide ins Surreale steigert, wird durch die ausgefallen-ästhetische Kameraarbeit von Conrad Hall noch zusätzlich hervorgehoben. Ein wiederkehrendes Motiv sind unzählige Blätter der Rosensorte American Beauty, die blutig rot in Carolyns Garten wachsen und ihren Weg in Lesters nach Schönheit und Liebe ausgebluteten Unterbewußtsein und seine lustvollen Visionen von Angela gefunden haben. Wer ein amerikanisches Meisterwerk in diesem Jahr bislang vermißt hat, könnte bei der fabelhaften Dreamworks-Produktion fündig werden. ara.

American Beauty

... sehen Sie genau hin beim meistdiskutierten Film des Jahres. Intelligent, provozierend und unverschämt witzig hat 'American Beauty' beim Publikum auf der ganzen Welt einen Nerv getroffen und wird bereits als Meilenstein der Filmgeschichte gehandelt!

... sehen Sie genau hin bei dem mit den meisten Auszeichnungen bedachten Film des Jahres. 'American Beauty' konnte 5 Oscars verbuchen, taucht in über 275 Top 10-Listen auf und wurde von über 65 Kritikern zum besten Film des Jahres erkoren. Das außergewöhnliche Regiedebut von Sam Mendes (ausgezeichnet von der Directors Guild of America) in Zusammenarbeit mit Drehbuchautor Alan Ball (ausgezeichnet von der Writers Guild of America) wurde von Kritikern und Publikum gleichermaßen mit beispiellosem Lob bedacht!

... sehen Sie genau hin bei der meistgelobten Besetzung des Jahres, angeführt von Kevin Spacey und Annette Bening als die unvergesslichen Lester und Carolyn Burnham, ein scheinbar ganz normales Paar in einem anonymen Vorort, dessen Ehe - und Leben - langsam auseinanderzufallen droht. Von der ersten Minute bis zum haarsträubenden Ende ist American Beauty' ein "absolutes Meisterwerk' (Rod Dreher, New York Post), das sein Publikum unterhält und dazu herausfordert ... in den nächsten Jahren genau hinzusehen!

Quelle: Paramount

Hinter den Kulissen - Kurzfeature, Audiokommentar mit Regisseur Sam Mendes und Drehbuchautor Alan Ball, Storyboard Präsentation mit Sam Mendes und Kameramann Conrad L. Hall, 2 Original-Kinotrailer

Quelle: Paramount

Darsteller:  Kevin Spacey   als Lester Burnham
  Annette Bening   als Carolyn Burnham
  Thora Birch   als Jane Burnham
  Wes Bentley   als Ricky Fitts
  Mena Suvari   als Angela Hayes
  Peter Gallagher   als Buddy Kane
  Allison Janney   als Barbara Fitts
  Scott Bakula   als Jim Olmeyer
  Sam Robards   als Jim Berkely
  Chris Cooper   als Colonel Fitts
 
Regie:  Sam Mendes  
Buch:  Alan Ball  
Musik:  Thomas Newman  
Kamera:  Conrad Hall  
Produzent:  Bruce Cohen  
  Dan Jinks  

Law ekelt sich vor sich selbst

Will unter keinen Umständen eine Ratte sein: Jude Law

Will unter keinen Umständen eine Ratte sein: Jude Law

Jude Law fand sein rattenmäßiges Aussehen in seinem neuen Film "Road to Perdition" so eklig, dass er sich ständig unter einer großen Mütze zu verstecken versuchte, wenn gerade nicht gedreht wurde.

Für seine Rolle eines schmierigen Ex-Reporters, der zum Attentäter wurde, wurden die Zähne des britischen Schauspielers geschwärzt und sein Haar sehr ausgedünnt. Regisseur Sam Mendes ("American Beauty") sorgte auch dafür, dass Law in jeder Szene wesentlich bleicher aussah als seine Co-Stars Tom Hanks und Paul Newman. Law erzählt: "Ich dachte, ich würde großartig in dem Film aussehen, aber ich konnte es nicht ertragen, mir nach Drehschluss die fertigen Szenen anzusehen. Ich habe ständig eine Mütze getragen."

Laws schwangere Frau Sadie Frost gibt zu, sich Sorgen darüber gemacht zu haben, wie grässlich ihr Mann wohl aussehen würde und erzählt: "Als er mir von dem Film erzählte, habe ich damit gerechnet, dass er wirklich abscheulich aussieht, aber als ich ihn dann sah, fand ich Jude immer noch schön. Seine wundervollen Lippen blieben nämlich unverändert!"

 

American Beauty in der Fotoshow

 

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Kevin Spacey

Er ist einer der großen Charakterdarsteller des US-Kinos, der seine Vielseitigkeit durch hintergründig subversive Komik unterstreicht. Er hat...

 

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Annette Bening

Unruhig, neurotisch, frustriert und am Rande des Nervenzusammenbruchs, dabei kühl sondierend und als abgefeimte Intrigantin auf der Höhe...