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American Dreamz - Alles nur Show

Satire über eine populäre US-Talentshow, in der Träumer, Karrieristen, Kriegshelden und Terroristen zusammentreffen.


American Dreamz - Alles nur Show

Leihvideo

Erhältlich seit:
12.10.2006

Originaltitel: American Dreamz

Komödie/ Satire

USA 2006
Laufzeit: 103 Min.
FSK: ab 6

Hugh Grant
Dennis Quaid
Mandy Moore

Regie: Chris Weitz, ...
Universal Pictures Germany

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Satire über eine populäre US-Talentshow, in der Träumer, Karrieristen, Kriegshelden und Terroristen zusammentreffen.

Martin Tweed ist der Mann, vor dem sich Amerika gerne blamiert (Foto: UIP) Großansicht

Martin Tweed ist der Mann, vor dem sich Amerika gerne blamiert (Foto: UIP)

"American Dreamz" ist Amerikas Top-Talentshow. Für die neue Staffel sucht der Moderator Martin Tweed (Hugh Grant) gewohnt rücksichtslos selbst ernannte Gesangswunder, die sich im Fernsehen vor einem Millionenpublikum duellieren und blamieren.

Hoffnungen auf den Sieg darf sich Sally (Mandy Moore) machen, die hinter dem Image des guten amerikanischen Mädchens eine eiskalte Karrieristin verbirgt. Trittbrett für ihren Aufstieg wird Ex-Freund William (Chris Klein). Nachdem sie ihn sprichwörtlich in die Wüste geschickt hat, und er auf dem Weg zum ersten Irakeinsatz verwundet wird, holt sie den Helden medienwirksam an ihre Seite zurück.

Wer wird wohl Sieger der Show? (Foto: UIP) Großansicht

Wer wird wohl Sieger der Show? (Foto: UIP)

Die Konkurrenz schläft

Schärfster Rivale im Kampf um den Show-Thron wird jedoch ein terroristischer Schläfer, der sich im arabischen Trainingscamp nicht nur durch sein Faible für "Chorus Line" disqualifiziert hat. Jetzt wird er aber für seine Ausbilder wieder interessant, denn der US-Präsident (Dennis Quaid) soll im Finale der Show als Juror auftreten und dabei mit Hilfe einer Bombe zur Hölle fahren.

Nach "Reine Chefsache" wagt sich Autor-Regisseur Paul Weitz ("American Pie") an eine Satire über Reality-TV, Celebrity-Wahn und Politik. Die scheinbar unvereinbaren Themen führt Weitz nach etwas schleppendem Beginn zu einer amüsanten, mit Dennis Quaid und Hugh Grant perfekt besetzten Komödie zusammen, die man sich jedoch durchaus noch gemeiner und giftiger vorstellen könnte.

American Dreamz - Alles nur Show

Weder Weitz- noch reizlos ist diese sanfte Satire über Celebrity-Wahn und Parallelen zwischen Showbiz und Politik, mit der Paul Weitz seine zweite Soloinszenierung vorlegt.

Als Autor und Koautor hat Weitz mit "American Pie" den Sexklamauk reanimiert, mit der Nick-Hornby-Adaption "About a Boy" und der Business-Komödie "Reine Chefsache" zumindest zwei Studien in Charme absolviert. Jetzt fühlt er sich berufen, den Traum vom Ruhm, die Manipulationsmechanismen von Politik und Fernsehen und Nahost-Terrorismus in einer Satire kollidieren zu lassen. Auch wenn er sich damit leicht übernommen hat, seine Ziele zu offensichtlich sind und seine Munition nicht scharf genug ist, legt Weitz auch hier eine Komödie vor, die mit einigen guten Momenten aufwarten kann. Schwerer als in der überzeugenderen zweiten Häfte tut sich sein Film zu Beginn, wenn die verschiedenen Plot-Stränge angelegt werden, die schließlich im Finale zusammenlaufen. Zunächst wird Hugh Grant, bereits in "About a Boy" mit giftigen Spurenelementen, als selbstverliebter, rücksichtsloser Moderator der Hit-Show "American Dreamz" eingeführt. Wie in "Deutschland sucht den Superstar" tummeln sich in diesem Wettbewerb talentfreie Zonen und überschaubare Vokalbegabungen, wird vor allem durch peinliche Auftritte Quote gemacht. Hoffnungen auf den Sieg darf sich Sally (Mandy Moore) machen, die hinter dem Image des guten amerikanischen Mädchens eine kalte Karrieristin verbirgt. Trittbrett für ihren Aufstieg wird Ex-Freund William. Nachdem sie ihn sprichwörtlich in die Wüste geschickt hat, er auf dem Weg zum ersten Irakeinsatz verwundet wird, holt sie den Instanthelden medienwirksam an ihre Seite zurück. Schärfster Rivale im Kampf um den Show-Thron wird ein terroristischer Schläfer, der sich im arabischen Trainingscamp nicht nur durch sein Faible für "Chorus Line" disqualifiziert hat, jetzt aber für seine Ausbilder interessant wird. Denn der US-Präsident soll im Finale der Show als Juror auftreten und dabei mit Hilfe einer Bombe zur Hölle fahren. Dennis Quaid genießt seinen Auftritt als einfältiger Staatschef auf den Spuren von Lloyd Bridges ("Hot Shots 2"), der eine Angstneurose pflegt und Placebos für illegale Drogen hält. Auch Grant steht seine berechnende Figur gut, die sein ungeliebtes Image als romantischer Hush Puppy demontiert. In Analogien zeigt die Regie, wie sehr sich Politik und Showbiz ähneln. Dominant ist dabei das Bild der Fremdsteuerung, denn hinter dem Präsidenten steht sein Stabschef, hinter Sally ihr Agent und hinter dem Schläfer die Terroristen. Dass auch sie dem American Way of Life verfallen, ist für einige harmlose Gags gut und spiegelt das zentrale Missverständnis der US-Außenpolitik, die selbst anderen Kulturkreisen immer diese Sehnsucht unterstellt. kob.

Darsteller:  Hugh Grant   als Martin Tweed
  Dennis Quaid   als Präsident Staton
  Mandy Moore   als Sally Kendoo
  Willem Dafoe   als Wally Brown
  Chris Klein   als William Williams
  Jennifer Coolidge   als Martha Kendoo
  Sam Golzari   als Omer
  Marcia Gay Harden   als First Lady
  Seth Meyers   als Chet Krogl
  John Cho   als Ittles
  Judy Greer   als Accordo
  Bernard White   als Agha Babur
 
Regie:  Chris Weitz  
  Paul Weitz  
Buch:  Paul Weitz  
Kamera:  Robert Elswit  
Produzent:  Paul Weitz  
  Rodney Liber  
  Andrew Miano  
 

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