In den späten 60er und frühen 70er Jahren trat eine neue Generation amerikanischer Horrorfilmer auf den Plan und betrieb mit filmhistorisch einmalig intensiven Gewaltschockern eine bis heute nachwirkende Stilwende im Genre. Der Dokumentarfilmer Adam Simon, eingefleischter Cineast auch mit praktischer Erfahrung, stellt diese Filme in einen gesellschaftspolitischen Kontext, benennt Beispiele für Ursache wie Wirkung und lässt die Schöpfer der Werke ausführlich Stellung nehmen und beziehen.
Wer mit den Zombiefilmen von George Romero groß geworden ist, wem Titel wie "Texas Chainsaw Massacre", "Last House on the Left" und "Parasitenmörder" etwas sagen, der sitzt hier in der ersten Reihe und dürfte mit Interesse zur Kenntnis nehmen, in welch beachtlichem Ausmaß diese als Splattermovies verrufenen Filme gesellschaftlichen Umbruch und die allgemeine US-Identitätskrise jener Tage (Stichworte: Vietnam, Altamont, Manson, Watts, Watergate) reflektieren. Zeitgeschichtliches Bildungsfernsehen von hohem Unterhaltungswert.