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Kaufvideo
Erhältlich seit:
02.10.2000
Originaltitel: An American Werewolf in Paris
Großbritannien/Niederlande/Luxemburg 1997
Laufzeit: 94 Min.
FSK: ab 16
Tom Everett Scott
Julie Delpy
Vince Vieluf
Regie: Anthony Waller
Universum Film

16 Jahre nach "American Werwolf" liegt nun die Fortsetzung vor, an der John Landis, der Regisseur des Originals, nach der Ablehnung seines Drehbuchs noch gescheitert war. War der Vorgänger prinzipiell ein von tragischen Aspekten gestreifter Horrorfilm mit schwarzhumorigen Atempausen, so bietet sich der Nachfolger als Komödie mit Horrorelementen an. Obwohl diese Ton-Verlagerung emotionale Distanz zur Folge hat, wird das vorhandene kommerzielle Potential dieses Sequels davon kaum beeinträchtigt werden.
Zumal der Titel Erinnerungen an ein perfektes Kinovergnügen weckt, von dem sich Drehbuch und Regie sichtlich inspirieren ließen. Die Geschichte um drei spätpubertäre Amerikaner, die in Paris Beute einer Werwolf-Kolonie werden, zitiert viele Highlights des Vorbilds - von den angefressenen Zombies bis hin zur obligatorischen Verwandlungs-Szene. Doch der tragische Konflikt vom Kampf der animalischen Natur mit dem menschlichen Gewissen wird nicht wiederbelebt. Der erste Akt von "American Werwolf in Paris" gehört fast völlig dem romantischen Werben von Andy (Tom Everett Scott aus "That Thing You Do") um die mysteriöse Serafine (Julie Delpy), die ihre wölfische Zweitnatur mit Selbstmord austreiben wollte. Sichtbar ist das Bemühen des Regisseurs, nach dem Suspense-Szenario seines Debüts "Stumme Zeugin" (ein Großteil des Teams ist erneut dabei) nun komödiantisch Flagge zeigen zu wollen, was mitunter charmanten Ergebnissen bringt, aber auch Fehlschläge aufgrund der nicht immer ausgewogenen Dosierung. Demgegenüber gelingt es aber Waller nicht, eine echte Bedrohung zu etablieren. Serafines Freund Claude, der Rudelführer eines im Pariser Untergrund lebenden Werwolf-Clans, versagt jedenfalls als Instrument des Schreckens. Zumindest für alle, die Claudes Darsteller Pierre Cosso, Sophie Marceaus Schwarm aus "La Boum 2 - Die Fete geht weiter", nicht als Vollmondheuler akzeptieren können, der Andy zum Werwolf und seinen Freund Brad zum Zombie macht. In der Abteilung Spannung verläßt sich Waller vornehmlich auf die Wirkung spärlich beleuchteter katakombenartiger Gänge und erprobte Geisterbahn-Schocktaktik, die die Figuren mehrfach in dunkle Löcher starren läßt, aus denen behaarte Biester ins Gesicht des Zuschauers schnellen könnten. Leider sind die computeranimierten Kreaturen unterbeschäftigt, sind sie doch das größte Plus dieses Films, der sich mit Mühe durch einen recht absurden Plot hangelt, eingeführte Figuren (Serafines Zombie-Mutter, Andys Friedhofsgeliebte) einfach vergißt und in der Verbindung von Skinheads und Werwölfen (1923 gegründeter Wehrverband) eher unglückliche Bezüge zur nationalsozialistischen Vergangenheit herstellt. kob.
| Darsteller: | Tom Everett Scott | als Andy | |
|---|---|---|---|
| Julie Delpy | als Serafine | ||
| Vince Vieluf | als Brad | ||
| Phil Buckman | als Chris | ||
| Julie Bowen | als Amy | ||
| Pierre Cosso | als Claude | ||
| Tom Novembre | als Inspektor LeDuc | ||
| Thierry Lhermitte | als Dr. Pigot | ||
| Isabelle Costantini | als Serafines Mutter | ||
| Maria Machado | als Chief Bonnet | ||
| Regie: | Anthony Waller | ||
| Buch: | Tim Burns | ||
| Anthony Waller | |||
| Tom Stern | |||
| Musik: | Wilbert Hirsch | ||
| Kamera: | Egon Werdin | ||
| Produzent: | Richard Claus | ||
Features
Der Titel enthält folgende Features
Sprachen: Deutsch, Engl. nur OmU
Tonformat: Dolby Digital 5.1/dts
Untertitel: Deutsch
Bildformat: 1:1,85
Extras: Making of, Trailer, Audiokommentar
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