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America's Most Wanted Serial Killers - Akte: Monster

Schockierend intensives Psychodrama über die Umstände, die die Prostituierte Aileen Wuornos in den Achtzigern zur Serienkillerin machten.


America's Most Wanted Serial Killers - Akte: Monster

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Erhältlich seit:
02.10.2008

Originaltitel: Monster

Drama/ Thriller

USA/Deutschland 2003
Laufzeit: 104 Min.
FSK: ab 16

Charlize Theron
Christina Ricci
Bruce Dern

Regie: Patty Jenkins
e-m-s sales

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Oscar-gekrönt: Charlize Theron als Prostituierte Aileen, die eines Tages den Straßenstrich nur noch mit Pistole besuchte.

Aileen und Freundin Selby (Foto: 3L (Central)) Großansicht

Aileen und Freundin Selby (Foto: 3L (Central))

Unvergesslich an diesem erschreckend bewegenden Film ist die Hauptdarstellerin: Wie Charlize Theron am Straßenrand steht und mit den Schultern wippt, wie sie den vorbeifahrenden Männern ganz unverfroren vermittelt, was sie von ihr erwarten können, das sind Bilder, die man nicht vergisst, ein Abgesang auf das verklärte Tramperinnen-Leben der Hippie-Ära.

Erstlingsregisseurin Patty Jenkins liefert die packende Pathologie des Verbrechens und zeigt, was hinter den Schlagzeilen vom "männermordenden Monster" steckt, das die Presse zu Amerikas erster Serienkillerin stilisierte.

Aileen steht ein harter Prozess bevor (Foto: 3L (Central)) Großansicht

Aileen steht ein harter Prozess bevor (Foto: 3L (Central))

Das Leben als Außenseiter

Auf den Spuren von Aileen Wuornos, die 2002 für sechs Morde an ihren Freiern hingerichtet wurde, erfährt man von trauriger Kindheit, Straßenstrich und Biker-Bars. Und von der überwältigenden Liebe zu einer anderen Außenseiterin, der jungen Selby (Christina Ricci), die von ihren Eltern von ihrer Homosexualität "geheilt" werden soll.

Dass Charlize Theron im Film Mut zur Hässlichkeit beweist, hat sich mittlerweile herumgesprochen, aber ihren Oscar bekam sie trotz der vielzitierten 13 Kilo Übergewicht, die sie für die Rolle brauchte.

Am Ende dieser scharfen Sozialkritik und sanften Liebesgeschichte steht die Frage, ob die Monster nicht doch die anderen sind.

America's Most Wanted Serial Killers - Akte: Monster

Ja, sie ist es wirklich. Weiter als Charlize Theron mit ihrer körperlichen Transformation in Patty Jenkins Regiedebüt ist eine Hollywood-Schauspielerin vermutlich noch nicht gegangen, um einer Rolle Glaubwürdigkeit zu verleihen. Nachdem man noch vor kurzem Nicole Kidman für ihren Mut zur Hässlichkeit in "The Hours" bewunderte, sieht man nun verblüfft dabei zu, wie sich das Ex-Model aus "Italian Job" oder "Gottes Werk und Teufels Beitrag" mit ihrer unter die Haut gehenden Performance als Serienkillerin Akzeptanz als Charakterdarstellerin erkämpft.

Nur noch den Ausdruck "Monster" hatten die Medien in den 80ern für die Prostituierte Aileen Wuornos übrig, die in Florida sieben Männer tötete und 2002 nach zwölf Jahren im Todestrakt hingerichtet wurde. Patty Jenkins' beachtliches Drehbuch- und Regiedebüt blickt nun - orientiert am Vorbild des amerikanischen Antihelden-Kinos der 70er Jahre und Killer-Chronicles wie Terrence Malicks "Badlands" - auf die Umstände, die zu den Verbrechen führten. Eher als auf diese selbst konzentriert sich die Regisseurin auf das Bild einer an den Rand der Gesellschaft gedrängten Frau von sich selbst. Ohne Buhlen um Sympathien oder Minderung der Brutalität der Taten, gleichzeitig ohne Wuornos aufdringlich schlichtes Wesen bloßzustellen, gelingt Jenkins ein überaus menschliches Porträt, bei dem sie die lesbische Beziehung der Hauptfigur zur undurchschaubaren jüngeren Selby Wall (Christina Ricci) in den Mittelpunkt stellt- womit sich der Vergleich mit dem in dieser Hinsicht emotional überzeugenderen "Boys Don't Cry" aufdrängt.

Dass "Monster" vor allem zu den nachhaltigsten Kinoerlebnissen dieser von düsteren Themen dominierten US-Holiday-Season gehört, ist ohne Zweifel Charlize Theron zu verdanken, die den Zuschauer mit ihrer eindringlichen Darbietung zwingt, der Verurteilten direkt ins aufgedunsene, mit einer Zahnprothese entstellte, nackte Gesicht zu blicken. Den schwerfälligen, übergewichtigen Körper stets in angespannter Angriffshaltung und mit grimmig verzerrter, entschlossener Miene macht Theron hinter aller Härte Verletzlichkeit, Traurigkeit und ein Bedürfnis nach Nähe spürbar, das letztlich den tödlichen Stein ins Rollen bringt. Gewillt, ihrem Nuttendasein ein Ende zu setzen, um mit Selby ein "normales" Leben zu führen, gerät Aileen bei ihrem eigentlich letzten Job an einen perversen Gewalttäter, den sie in Notwehr tötet. Ihr amerikanischer Traum von einem Neubeginn zerbricht daraufhin vor den verschlossenen Türen der konservativen Arbeitswelt. Von der Sehnsucht nach der Beziehung zu der immer fordernder werdenden Selby zurück auf die Straße gezwungen, wächst Aileens Hass auf ihre Situation, wächst das Rachebedürfnis an den potentiell Gewalt ausübenden Freiern, die für sie zur Rechtfertigung der folgenden Morde werden, die unausweichlich mit ihrer Festnahme enden.

Bis zum bitteren Schluss verleiht Theron ihrer Rolle eine erschütternde Härte und Kompromisslosigkeit, für die ihr bereits die amerikanischen Kritikervereinigungen vielfach Respekt zollten. Bleibt zu hoffen, dass dieses nicht gerade leichte "Monster" dank Therons Mitwirkung, die auch als Produzentin verantwortlich zeichnet, sein Publikum findet und möglicherweise von einer Academy-Award-Nominierung für eine der beeindruckendsten schauspielerischen Leistungen des letzten Jahres profitieren kann. cm.

America's Most Wanted Serial Killers - Akte: Monster

Der Fall der Straßenprostituierten Aileen Wuornos ist in die amerikanische Kriminalgeschichte eingegangen. 1989/90 tötete sie in Florida sechs ihrer Freier, im Oktober 2002 wurde sie als Serienmörderin in Florida hingerichtet. Patty Jenkins erzählt diese authentische Geschichte aus der Perspektive des "Monsters", einer jungen Frau aus der verelendeten Unterschicht, die als Kind vergewaltigt wurde und sich schon als Teenager prostituierte.

Als sich Aileen in die junge Selby (Christina Ricci) aus scheinbar geordneten Verhältnissen verliebt, erfährt sie zum ersten Mal, dass es auch Liebe, Zärtlichkeit und Geborgenheit gibt. Sie will raus aus dem Dreck und für dieses Mädchen sorgen. Aber der letzte Freier ist der Falsche, ein perverser Gewalttäter, den sie gerade noch erschießen kann, bevor er sie umbringen will. Alle weiteren Versuche, mit einem Job den Einstieg in ein anderes Leben zu finden scheitern.

Quelle: e-m-s GmbH

Originaltrailer (deutsch), Making of

Quelle: e-m-s GmbH

Darsteller:  Charlize Theron   als Aileen Wuornos
  Christina Ricci   als Selby Wall
  Bruce Dern   als Thomas
  Scott Wilson   als Horton/letzter Freier
  Pruitt Taylor Vince   als Gene/stotternder Freier
  Lee Tergesen   als Vincent Corey
  Annie Corley   als Donna Tentler
  Marco St. John   als Evan
  Bubba Baker   als Cubby
  Marc Macaulay   als Will Grueser
  Brett Rice   als Charles
  Robb Chamberlain   als Staatsanwalt
  Chandra Leigh   als Aufseherin
  Catherine Mangan   als Justy
  Christian Strokes   als Motorradfahrer
  Tim Ware   als Chuck
 
Regie:  Patty Jenkins  
Buch:  Patty Jenkins  
Musik:  BT  
Kamera:  Steven Bernstein  
Produzent:  Charlize Theron  
  Mark Damon  
  Clark Peterson  
  Donald Kushner  
  Brad Wyman  

Charlize und der "Monster"-BH

Von manchen Kleidungsstücken kann frau sich einfach nicht trennen.

Hat ein Herz für Africa: Charlize Theron (Foto: Kurt Krieger) Großansicht

Hat ein Herz für Africa: Charlize Theron (Foto: Kurt Krieger)

Diese Erfahrung machte jetzt auch Oscar-Gewinnerin Charlize Theron: Sie wollte einen Büstenhalter, den sie in dem Drama "Monster" getragen hatte, versteigern. Bei der Auktion bot die Schauspielerin dann plötzlich selber mit.

"Ich finde mich in diesem BH einfach super sexy", gab die Blondine zu. Anlass der Versteigerung von mehreren Film-Andenken war eine Charity-Veranstaltung in Hollywood, zu der Theron eingeladen hatte. Gäste waren unter anderem ihr Lebensgefährte Stuart Townsend, "Ray"-Darsteller Jamie Foxx, It-Girl Nicole Richie und Shooting-Star Lindsay Lohan.

Im Herzen Südafrikanerin

Bei der Veranstaltung wurde Geld für ihre Wohltätigkeitsorganisation African Outreach gesammelt. Charlize fiel es daher nicht schwer, den BH an einen höher bietenden Fan abzutreten, da der Erlös vor allem Kindern in ihrer Heimat Südafrika zu Gute kommen soll. Denn die 30-Jährige fühlt sich dem Land nach wie vor sehr verbunden, obwohl sich ihr Wohnsitz seit Jahren in Los Angeles befindet.

In ihrem nächsten Filmprojekt verschlägt es die Südafrikanerin nach Brasilien. Dort dreht sie "The Brazilian Job", das Sequel zu dem erfolgreichen Action-Thriller "The Italian Job". Ebenfalls noch für dieses Jahr ist die Realisierung von "The Ice at the Bottom of the World" geplant, nachdem sich Therons Wunschkandidat Alan Parker ("Mississippi Burning") bereit erklärt hat, den Film zu inszenieren.

 

America's Most Wanted Serial Killers - Akte: Monster in der Fotoshow

 

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