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Kaufvideo
Erhältlich seit:
01.04.2011
Originaltitel: The Upside of Anger
USA/Deutschland/Großbritannien 2004
Laufzeit: 112 Min.
FSK: ab 12
Joan Allen
Kevin Costner
Erika Christensen
Regie: Mike Binder
Tobis Home Entertainment GmbH & Co. KG

"Was uns auseinander reißt, kann uns auch wieder zusammen führen." Damit wird der Titel der charmant-eigenwilligen Dramedy erklärt, in der Joan Allen eine von Wut zerfressene verlassene Ehefrau mimt, die von einem abgehalfterten Baseball-Star in Gestalt von Kevin Costner getröstet wird. Darüber hinaus lässt die Protagonistin ihren aufgestauten Ärger an ihren vier Töchtern aus, die jeweils mit ihren eigenen Problemen zu kämpfen haben. Gewisse Vergleiche mit "Zeit der Zärtlichkeit" sind unvermeidbar, wobei hier allerdings insgesamt weniger Melodram, dafür mehr entspannter Humor geboten wird.
Apropos entspannt: Schon lange hat man Costner (hier als emotionaler Rettungsanker) nicht mehr in so sympathischer Höchstform gesehen. In seiner Rolle als ehemaliger Baseball-Star Denny (dieser Sport liegt ihm seit "Annies Männer" im Blut) ist er witzig und verletzlich zugleich. Dabei gibt er sich angenehm zurückhaltend und überlässt Power-Schauspielerin Allen den Vortritt. Der Begräbnis-Prolog stellt sie im Off-Kommentar ihrer jüngsten Tochter Popeye (Evan Rachel Wood aus "Thirteen") als die "ehemals liebenswerte" Terry vor, was sich inzwischen gründlich geändert hätte. Angeknüpft wird drei Jahre zuvor, als Terry ihren vier Töchtern mitteilt, ihr Vater sei mit seiner Sekretärin nach Schweden durchgebrannt. Fortan ertränkt die zutiefst verbitterte Terry ihren Kummer und ihre Selbstverachtung in Alkohol. Zu diesen alltäglichen Zechgelagen gesellt sich bald ihr harmloser Nachbar Denny, der nebenher als Radio-DJ tätig ist. Stets dackelt er ihr brav mit einem Budweiser in der Hand hinterher und leiht ihren Tiraden ein offenes Ohr. Nach einiger Zeit fühlt Terry sich auch in seinen offenen Armen ganz wohl, wobei sie ihr Verhältnis zunächst als nicht so recht ernst zu nehmende Zweckbeziehung sieht.
Nebenher werden etwas episodenhaft die oftmals giftigen Mutter/Töchter-Konflikte (das attraktive Quartett wird von Alicia Witt, Keri Russell und Erika Christensen abgerundet) und deren persönliche Schwierigkeiten ausgerollt. Diese bestehen unter anderem aus ungeplanter Schwangerschaft, unerwiderter Liebe, einer Amour fou mit einem älteren Mann (Regisseur und Drehbuchautor Mike Binder als schleimiger Radioproduzent) und schwerer Krankheit. Dabei schwankt der Erzählton zwischen ernsthaft, heiter und dramatisch bei der überraschenden Schlussoffenbarung. Musikalisch unterlegt wird die Schicksalskomödie vom verspielten Klavierscore von Alexandre Desplat, womit die Stimmung allerdings nicht immer genau getroffen wird. Überraschend ist auch eine Fantasiesequenz in bester Gore-Manier, in der sich Terry den blutig explodierenden Kopf von Binders Figur vorstellt. Insgesamt empfiehlt sich "The Upside of Anger" aber als amüsante Mischung aus unaufdringlicher Romanze zwischen zwei verwundeten Seelen und gefühlvoller Familiendramedy, die vermutlich vor allem das etwas ältere weibliche Publikum ansprechen wird. ara.
Über Nacht wird Terry aus ihrer mittelständischen Familienidylle gerissen: Ihr Mann ist offensichtlich mit seiner Sekretärin nach Schweden durchgebrannt. Nun versucht die verlassene Hausfrau und Mutter ihren Schmerz im Alkohol zu ertränken. Der Verlust wirft sie völlig aus der Bahn. Schlimmer noch: Sie lässt den ganzen Schmerz an ihren vier Töchtern aus, die allesamt ihre eigenen Probleme mit dem anderen Geschlecht haben - vom ersten Liebeskummer bis zur ungewollten Schwangerschaft. Auch Nachbar Denny hat schon bessere Zeiten erlebt. Heute steckt er mitten in der Midlifecrisis. Einst als Baseball-Star gefeiert, spült er den Kummer über sein verpfuschtes Leben nach der ruhmreichen Karriere mit Büchsenbier herunter. Als der gutmütige Verlierer eines Tages mit der Bierdose in der Hand bei Terry vorbeischaut, schickt sie ihn in die Wüste. Aber Denny lässt nicht locker, obwohl Terry seine engelhafte Geduld mit ihrer biestigen Launenhaftigkeit immer wieder auf eine harte Probe stellt. Doch allmählich findet die ruppige Endvierzigerin Gefallen daran, dass sich Denny im Haushalt nützlich macht und ihre Töchter bei Laune hält. Außerdem trinkt es sich zu zweit viel besser als allein. So unterschiedlich der lethargische Denny und die wutschäumende Terry auch sein mögen, so sehr scheinen sie sich anzuziehen ...
Quelle: Tobis
| Darsteller: | Joan Allen | als Terry Wolfmeyer | |
|---|---|---|---|
| Kevin Costner | als Denny Davies | ||
| Erika Christensen | als Andy Wolfmeyer | ||
| Evan Rachel Wood | als Popeye Wolfmeyer | ||
| Keri Russell | als Emily Wolfmeyer | ||
| Alicia Witt | als Hadley Wolfmeyer | ||
| Mike Binder | als Adam "Shep" Goodman | ||
| Dane Christensen | als Gordon Reiner | ||
| Tom Harper | als David Junior | ||
| Regie: | Mike Binder | ||
| Buch: | Mike Binder | ||
| Musik: | Alexandre Desplat | ||
| Kamera: | Richard Greatrex | ||
| Produzent: | Alex Gartner | ||
| Jack Binder | |||
| Sammy Lee | |||
An deiner Schulter (Alles Liebe) in der Fotoshow
Features
Der Titel enthält folgende Features
Sprachen: Deutsch DD 5.1, Englisch DD 5.1
Tonformat: Dolby Digital 5.1
Bildformat: 1:2,35/16:9
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