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Anaconda

Unterhaltsames Monster-Movie, das sich fröhlich aus Genre-Motiven von B-Produktionen bedient.


Anaconda

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Erhältlich seit:
25.08.1998

Action/ Abenteuer

USA 1997
Laufzeit: 86 Min.
FSK: ab 16

Jennifer Lopez
Ice Cube
Jon Voight

Regie: Luis Llosa
Sony Pictures Home Entertainment (SPHE)

Bild 1 von 9

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Anaconda

Mit einem 5-köpfigen TV-Team beginnt der Anthropologe Steven Cale eine Bootsreise den Amazonas hinauf. Auf der Suche nach den sagenumwobenen Shirishama-Indianern nimmt Cale unterwegs den ortskundigen Paul Sarone auf, der ihm verspricht, die Crew ans Ziel ihrer Wünsche zu führen. Doch schon bald enthüllt der geldgierige Sarone seine wahren Absichten: er will eine lebende Anaconda fangen und verkaufen. Verloren im Amazonas-Labyrinth, sind die Großstädter ihm und den tödlichen Attacken der Riesenschlange hilflos ausgeliefert.

Seinen klassischen Abenteuerfilm-Plot hat Regisseur Luis Llosa ("The Specialist") mit exzellenten Spezialeffekten und einer kräftigen Portion Ironie gewürzt. So ist das Titelmonster dieses spannenden Dschungel-Thrillers stets als künstlich hergestelltes Ungetüm zu erkennen, und "Heat"-Star Jon Voight gibt eine herrlich überdrehte Vorstellung als moderner Käpt'n Ahab ab. Jennifer Lopez ("Blood & Wine") und Rapper Ice Cube ("Boyz'N The Hood") assistieren Voight mit außergewöhnlicher Präsenz. Nicht zuletzt die atemberaubenden Naturaufnahmen machen dieses herrliche camp-movie zu einem sicheren Publikumserfolg.

Anaconda

Nach Schwärmen blutrünstiger Piranhas und Rudeln verfressener Krokodile treibt nun eine 13 Meter lange animatronische Anaconda in B-Movie-Gewässern ihr Unwesen. Als Fluß des Grauens muß einmal mehr der Amazonas herhalten, in dem ein die komplette Demographie abdeckendes Schauspielerensemble unter der Regie des früheren Roger-Corman-Protegés Luis Llosa ("The Specialist") um ihr Leben hechtet.

Der Titelstar wirkt nicht gerade allzu schreckeinflößend, denn nicht eine Sekunde hat man den Eindruck, tatsächlich ein riesiges Reptil zu beobachten. Deutlich ist das Untier entweder als rasend schnelle, cartoonartige Computergrafik oder Gummiattrappe zu erkennen. Ein bißchen macht das aber auch den betont trashigen Reiz dieser x-ten Variation des "Der weiße Hai"-Themas aus, die sich genußvoll in allen erdenklichen Filmklischees suhlt und damit für ein augenzwinkernd-blendendes Popcorn-Vergnügen sorgt. Insofern ist es auch nicht wichtig, ob "Anaconda" realitätsnah und glaubwürdig ist. Dieser quietschvergnügte Trip durch das seit Jahren auf Videopremieren beschränkte Land des Camp-Horrors sieht sich einzig als Kinoerlebnis.

Wer mit dem Titelhelden unzufrieden ist, der kann sich auf den eigentlichen Star des Monsterthrillers freuen, den nur einmal im besten Moment mit der Wimper zuckenden Jon Voight ("Mission: Impossible"), der es keinesfalls eilig hat, beim Sterben der Erste zu sein. Als der schlangenfangende Ex-Priester Paul Sarone hat er sein persönliches Kapitän-Ahab-Trauma aufzuarbeiten. Dafür zwingt er der gesamten Expeditionscrew, bestehend aus dem Anthropologen Steve Cale (Eric Stoltz, der nach einem Aufeinandertreffen mit Wespen bettlägrig von der Bildfläche verschwindet), der jungen Dokumentarfilmerin Terri (Jennifer Lopez, derzeit im Biopic "Selena"), ihrem "Kameramann aus der Hood" Danny (Rapstar Ice Cube, dessen erste Dialogzeile einer seiner Songtitel ist und der sich hier in wesentlich besserer Form als in "Dangerous Ground" präsentiert), dem Tontechniker-Pärchen Gary und Denise (Owen Wilson aus "Bottle Rocket" und MTV-Girl Kari Wuhrer) und dem golfspielenden Akademiker Westridge (Jonathan Hyde) auf der Suche nach einem legendären Indianerstamm seinen Willen auf. Sarones erklärtes Ziel ist es, die abscheuliche Anaconda lebend zu fangen. Und dabei hat er keine Skrupel, andere als lebende Köder zu benutzen. Doch er hat nicht mit dem ausgeprägten Überlebenswillen von Terri und Danny gerechnet ...

Komplett mit falschem Alarm, unheilvollen Vorzeichen, abgemurkstem Klein- und Großgetier, schwüler Regenwaldatmosphäre, beängstigender Unterwasseraufnahmen und dem obligatorischen Zehn-kleine-Negerlein-Prinzip zieht Llosa alle Register typischer Horror-Exploitation-Flicks. Dank seiner starken Darstellerriege, allen voran Voight, gelingt es dem Monster-Mischmasch trotz des sehr bewußt kein Klischee auslassendem Drehbuchs von Hans Bauer, Jim Cash und Jack Epps Jr. einen erstaunlich hohen Unterhaltungswert herauszuwinden. ara.

Darsteller:  Jennifer Lopez   als Terri Flotes
  Ice Cube   als Danny Rich
  Jon Voight   als Paul Sarone
  Eric Stoltz   als Dr. Steven Cale
  Jonathan Hyde   als Warren Westridge
  Owen Wilson   als Gary Dixon
  Kari Wuhrer   als Denise Kalber
  Vincent Castellanos   als Mateo
  Danny Trejo   als Poacher
 
Regie:  Luis Llosa  
Buch:  John Mandel  
  Mark Haskell Smith  
  Jack Epps jr.  
  Jim Cash  
Musik:  Randy Edelman  
Kamera:  Bill Butler  
Produzent:  Verna Harrah  
  Carole Little  
  Leonard Rabinowitz  
 

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Features

 

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Jennifer Lopez

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