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Anacondas - Die Jagd nach der Blut-Orchidee

B-Movie-Mix aus Dschungelabenteuer, Creature-Feature und Teen-Horrorfilm als Nachfolger des Überraschungshits "Anacaonda" aus dem Jahr 1997.


Anacondas - Die Jagd nach der Blut-Orchidee

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Erhältlich seit:
05.04.2005

Originaltitel: Anacondas - The Hunt for the Blood Orchid

Horror/ Thriller

USA 2004
Laufzeit: 93 Min.
FSK: ab 12

Johnny Messner
KaDee Strickland
Matthew Marsden

Regie: Dwight H. Little
Sony Pictures Home Entertainment (SPHE)

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Eine wagemutige Expedition dringt vor exotischer Dschungelkulisse ins Revier der XXL-Würger ein: Im Kampf Mensch gegen Natur kann nur einer gewinnen.

Noch sind die jungen Wissenschaftler guter Dinge (Foto: Columbia TriStar) Großansicht

Noch sind die jungen Wissenschaftler guter Dinge (Foto: Columbia TriStar)

Wer sich in den Dschungel begibt, betritt unbekanntes Terrain, ein Niemandsland voller Gefahren, in dem überall der Tod lauert. Ein Team von Wissenschaftlern erfährt das am eigenen Leib, als sie im Urwald von Borneo nach einer seltenen Orchideenart suchen.

Die wertvolle Pflanze soll ihnen Geld und Ruhm bescheren, denn ihr Serum verspricht ewige Jugend. Doch das Schiff ist brüchig, das Wetter schlecht, die Vegetation unwegsam, und schon bald werden die Jäger zu Gejagten.

Sie machen die schreckliche Bekanntschaft mit dem wahren Herrscher des Dschungels, einem todbringenden, glitschigen Gegner, der Dank der Wirkstoffe der gesuchten Orchidee schneller, größer und cleverer ist, als sich jeder in seinen geheimsten Alpträumen vorzustellen wagte: eine zehn Meter lange Riesenanakonda.

Kapitän Bill kämpft um sein Leben (Foto: Columbia TriStar) Großansicht

Kapitän Bill kämpft um sein Leben (Foto: Columbia TriStar)

Der Würger schlägt zu

Das ist der Stoff, aus dem wahre, adrenalintreibende Dschungelabenteuer sind: die malerische Natur, gruseliges Getier, das mit einem Biss lähmt oder einem Schnapper verschlingt, Menschen zwischen Eitelkeit, Habgier, Todesangst und Heldenmut. Und gigantische Würger.

Dumm für uns Menschen, dass wir die wertvollen Blüten noch suchen müssen, die die Anacondas schon gefunden haben...

Anacondas - Die Jagd nach der Blut-Orchidee

Welcome to the Jungle! Eine Schlange kommt selten allein, weshalb sieben Jahre nach dem Überraschungserfolg von 1997 eine Art Sequel zu "Anaconda" losgelassen wird. Hatte die amazonische Riesenschlange damals Appetit auf das Menschenfleisch von Ice Cube, Jennifer Lopez, Owen Wilson und Jon Voight, muss sich die gefräßige Schlangenbrut in dem sich selbst nicht sonderlich ernst nehmenden B-Movie diesmal mit dem Verschlingen von weitgehend unbekannten Schauspielern zufrieden geben.

"Free Willy 2"-Regisseur Dwight Little, dessen vielseitige Credits auch das Horrorsequel "Halloween 4" und den Steven-Seagal-Actionthriller "Zum Töten freigegeben" umfassen, inszeniert hier ein Drehbuch, das von immerhin vier Autoren verfasst wurde. Dabei handelt es sich um eine fröhlich-unbeschwerte Aneinanderreihung von Storyklischees aus Dschungelabenteuer, Creature-Feature und Teen-Horrorfilm. Obwohl die Protagonisten allesamt dem Jugendlichenalter längst entwachsen, entspricht die aufgewühlte sexuelle Spannung zwischen ihnen bestem Highschool-Standard. Ebenfalls guten Genrekonventionen folgt das gewaltsame Ableben von einem (jeweils mehr oder weniger) enervierenden Expeditionsmitglied nach dem anderen. Doch zunächst wird ein Grund für die Reise ins Verderben angeführt.

So wird das Abenteuer diesmal nach Borneo verlegt, wo es für ein Team von Wissenschaftlern und helfender Crew gilt, eine seltene Orchidee zu finden. Diese ist das "pharmazeutische Äquivalent des Jungbrunnens" und hat somit das Potential, "profitabler als Viagra" zu sein. Da vor Ort die Regensaison eingesetzt hat, ist das Team gezwungen, den etwas fragwürdigen Kapitän Bill Johnson (Johnny Messner als Naturbusche die Stimme der Vernunft) anzuheuern, dessen heruntergekommener Kutter Erinnerungen an Humphrey Bogarts "African Queen" anschwemmen lässt. Den ersten Tag an Bord verbringen die Passagiere mit Streitereien und Sticheleien, die von einem Frau-über-Bord-Szenario und anschließendem Krokodilringen und -killen von Captain Bill unterbrochen werden. Am nächsten Tag erleiden sie Schiffbruch, als sie einen tosenden Wasserfall hinunterpurzeln und machen mit fatalen Folgen erste Bekanntschaft mit einer Riesenanakonda. Ein gefährlicher Trek durch den Dschungel ist die einzige Überlebenschance.

Dort machen sie Bekanntschaft mit giftigen Spinnen, Blutegeln und nicht zuletzt einer ganzen Grube voll mit hungrigen Schuppentieren. Erstaunlicherweise wird den Titelmonstern (animatronisch und einen Hauch zu offensichtlich CGI-realisiert) nur verhältnismäßig kurze Leinwandzeit eingeräumt. Fast schon möchte man sie als Nebensächlichkeit im kunterbunten Dschungeltreiben bezeichnen. Ohnehin stiehlt ein gut dressiertes Äffchen die Show, um dessen Wohlergehen man sich allemal mehr sorgt als das seiner menschlichen Ko-Stars. Dennoch hat das auf Fidschi schön gefilmte B-Picture durchaus seinen Unterhaltungswert, was ihn zum Kult-Camp-Film der Mitternachtsschiene prädestiniert. ara.

Darsteller:  Johnny Messner   als Bill Johnson
  KaDee Strickland   als Sam Rogers
  Matthew Marsden   als Dr. Jack Byron
  Eugene Byrd   als Cole Burris
  Salli Richardson   als Gail Stern
  Nicholas Gonzalez   als Dr. Ben Douglas
  Karl Yune   als Tran
  Morris Chestnut   als Gordon Mitchell
 
Regie:  Dwight H. Little  
Buch:  John Claflin  
  Daniel Zelman  
  Michael Miner  
  Edward Neumeier  
Musik:  Nerida Tyson-Chew  
Kamera:  Stephen F. Windon  
Produzent:  Verna Harrah  
 

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