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Anatomie 2

Sequel zum Mediziner-Thriller-Hit, in dem die Hauptfigur in ein gefährliches Forschungsprojekt verwickelt wird.


Anatomie 2

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Erhältlich seit:
12.08.2003

Thriller/ Horror

Deutschland 2003
Laufzeit: 97 Min.
FSK: ab 16

Barnaby Metschurat
Herbert Knaup
Heike Makatsch

Regie: Stefan Ruzowitzky
Sony Pictures Home Entertainment (SPHE)

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Mit sensationellen Spezialeffekten und einer Story, die buchstäblich unter die Haut geht, garantiert diese Fortsetzung steigenden Blutdruck!

Allmachtsphantasien: Der Computer-gesteuerte Patient

Allmachtsphantasien: Der Computer-gesteuerte Patient

Regeln sind für Schwache! Dieser Maxime ihres Obergottes in Weiß folgt am Berliner Krankenhaus eine ergebene Schar von Jungärzten, die Professor Müller-LaRousse (Herbert Knaup) um sich geschart hat. Er leitet ein hochkarätiges Forschungsprojekt, das ihm den Nobelpreis bescheren soll und seinen Schäfchen den stressigen Alltag im Klinikum versüßt. Denn wer zu seiner Elitetruppe zählt, muss keine Doppelschichten schieben, sondern darf im geheimnisvollen OP 17 waghalsige Selbstversuche durchführen.

Jo (Barnaby Metschurat), Arzt im Praktikum, verspricht sich von der Teilnahme Hilfe für seinen kranken Bruder, während die attraktive, mit Sex-Drogen experimentierende Viktoria (Heike Makatsch) den Professor bis zur Selbstaufgabe liebt. Zu spät merken die meisten, dass der mit Unterstützung der mächtigen Antihippokraten für seinen Ruhm buchstäblich über Leichen geht...

Wie schon im ersten Teil, dem Mega Erfolg des Kinojahres 2000, legt Regisseur Stefan Ruzowitzky auch mit der Fortsetzung einen Albtraum-Schocker mit erschreckend realistischen Zügen vor. Der durch Computer ferngesteuerte Patient könnte schon bald Wirklichkeit sein. Ein Szenario, das Franka Potente, Hauptakteurin von "Anatomie", hier als Sonderermittlerin zu verhindern sucht.

Anatomie 2

Die Erwartungen sind hoch nach dem ersten Teil des Horrorthrillers, der 2000 zum erfolgreichsten deutschen Spielfilm avanciert war. Angetreten ist das Team der deutschen Columbia unter Andrea Willson mit dem Anspruch, zwar an die eingeführte "Trademark" anzuknüpfen, gleichzeitig aber ein eigenständiges Werk über die Machenschaften skrupelloser Ärzte ohne Grenzen auf die Leinwand zu bringen. Dafür fand sich das frühere Produktionsteam wieder zusammen, Stefan Ruzowitzky zeichnet für Regie und Drehbuch verantwortlich, Claussen & Wöbke produzierten, und Franka Potente, "Anatomies" Leading Lady, ist in einer Gastrolle als Sonderermittlerin des BKA zu sehen.

Ruzowitzkys Drehbuch ist diesmal deutlich hintergründiger geworden - und erheblich härter. Das verleiht zwar der Hauptfigur mehr Tiefe, bewirkt aber auch den ständig zu leistenden Spagat zwischen purer Lust an Tempo und Unterhaltung und der Notwendigkeit, dem Protagonisten eine psychologische Motivation und damit ein passendes soziales Umfeld zu verpassen. Jo (Barnaby Metschurat aus "Solino" in seiner ersten Hauptrolle in einer großen Genreproduktion) tritt an als enthusiastischer Arzt im Praktikum, der sich bald in rabenschwarze Praktiken verwickeln lässt. Bis über die Ohren voll Drogen gepumpt, verliert er fast vollends den Durchblick - und sein Ziel aus den Augen: dem jüngeren, schwer erkrankten Bruder zu helfen. Nur die Liebe der couragierten und klugen philippinischen Krankenschwester Lee (Rosie Alvarez) kann ihn retten.

Ein Held, der fällt, sich aber knapp vor dem Aufprall wieder hochrappelt und trotzdem moralisch integer bleibt - das ist eine große Herausforderung für Metschurat, der er sich couragiert stellt. Die übrigen Charaktere sind ausreichend entwickelt und gut besetzt, vor allem Heike Makatsch besticht als mit Sexdrogen experimentierende Jungärztin, die ihren spröden Chef bis zur Selbstaufgabe liebt. Herbert Knaup ist dieser Professor Müller-LaRousse, der die Forschungsarbeit seiner elitären Medizinergruppe aus reinem Selbstzweck skrupellos voranprügelt, und einzig und allein für seinen Ruhm und den Nobelpreis arbeitet. Als teuflisch-kalter Wissenschaftler kann der gemütliche Knaup allerdings nicht immer ganz überzeugen. Doch auch er ist nur ein Rädchen im Getriebe der Antihippokraten, und eine der eigentlichen Drahtzieherinnen, die immer hinreißende Rosel Zech als Krankenhauschefin Dr. Bamberg, kann am Ende ungehindert weiter herumdoktern - einer Fortsetzung steht also nichts im Wege.

Spezialeffekte und Makeup sind naturgemäß aufwändig, geht es doch um synthetische Muskeln und per implantiertem Mikrochip ferngesteuerte Patienten. Der Horror allerdings, den dieser Gedanke erzeugen kann und sollte, springt nicht so recht von der Leinwand auf den Zuschauer über. Das Setting ist betont retro im Sechziger-Jahre-Look gehalten, mit fast dokumentarischen Bildern aus einem Berliner Krankenhaus mit einem futuristisch ausgestatteten Operationssaal OP 17, dem Schauplatz erschreckender Selbstversuche.

Der Film beginnt mit einem großen Versprechen: Wenn August Diehl in einer Gastrolle als verstümmelter Benny am Rande des Wahnsinns inmitten einer illustren Medizinergesellschaft und vor den Augen des Professors, der sich feiern lässt, Selbstmord begeht - dann werden in dieser packenden Szene einer Kreuzigung bereits alle Fragen um die ethischen Grenzen der Forschung aufgeworfen, erreicht der Thriller um die Götter in Weiß einen Höhepunkt schon am Anfang. Auch wenn "Anatomie 2" nicht ganz an die gnadenlose Spannung des früheren Horrors anknüpfen kann und seinen Schwerpunkt diesmal auf Psychothrill legt, darf man davon ausgehen, dass die Operation Sequel noch rechtzeitig durchgeführt wurde und das Publikum sich auch knapp drei Jahre später noch von der Thematik begeistern lässt. boe.

Darsteller:  Barnaby Metschurat   als Jo Hauser
  Herbert Knaup   als Professor Müller-LaRousse
  Heike Makatsch   als Viktoria
  Roman Knizka   als Hagen
  Wotan Wilke Möhring   als Gregor
  Frank Giering   als Sven
  Hanno Koffler   als Willi Hauser
  Felix Kramer   als Kurt
  Sebastian Nakajew   als Wulf
  Rosie Alvarez   als Lee
  Joachim Bißmeier   als Dr. Schinder
  Boris Pietsch   als Manni/Fred
  Franka Potente   als Paula Henning
  Rosel Zech   als Dr. Bamberg
  August Diehl   als Benny
 
Regie:  Stefan Ruzowitzky  
Buch:  Stefan Ruzowitzky  
Musik:  Marius Ruhland  
Kamera:  Andreas Berger  
Produzent:  Andrea Willson  
  Jakob Claussen  
  Thomas Wöbke  

Messerscharfer Thriller wird fortgesetzt

Der erfolgreichste deutsche Kinofilm des Jahres 2000 - "Anatomie" - wird fortgesetzt. Bereits in diesem Monat beginnen die Dreharbeiten zu "Anatomie 2". Hinter der Kamera wird wieder Regisseur und Autor Stefan Ruzowitzky stehen

Franka Potente ist wieder mit von der Partie.

Franka Potente ist wieder mit von der Partie.

Bei der Besetzung hat sich hingegen einiges getan. So wurden außer Franka Potente keine Darsteller aus dem Vorgänger übernommen. Die "neuen" können sich aber auch sehen lassen: Barnaby Metschurat ("Julietta"), der die Hauptrolle übernimmt, Heike Makatsch ("Männerpension"), Herbert Knaup ("Lola rennt") und viele andere. Dies hat auch zur Folge, dass die Story wenig mit Teil 1 zu tun hat. Das Sequel wird aber an den bewährten Elementen des ersten Films anknüpfen.

Der Action-Thriller erzählt die Geschichte des jungen Arztes Jo, der nach seinem erfolgreichen Studium enthusiastisch seine AIP-Stelle in einem Großklinikum antritt. Seine Ambitionen verlieren sich im stressigen Krankenhausalltag. Als Jo die Möglichkeit erhält, an einem elitären Forschungsprojekt teilzunehmen, weiss er zunächst nicht, dass er sich dem Geheimbund der Antihippokraten anschließt. Der talentierte Mediziner gerät immer tiefer in den Strudel gefährlicher Experimente und ehrgeizigen Forscherwahns, dem er am Ende nur knapp entkommt. Kinostart ist vorrausichtlich Winter 2002/2003, es produziert, wie beim ersten Teil, die Deutsche Columbia Pictures zusammen mit Claussen + Wöbke Filmproduktion.

Foto: Columbia TriStar Pictures

 

Anatomie 2 in der Fotoshow

 

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Barnaby Metschurat

Als er im Januar 2003 den Bayerischen Filmpreis als Bester Nachwuchsdarsteller für "Solino" und "Anatomie 2" entgegennahm, bedankte...

 

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Herbert Knaup

Zur imposanten Erscheinung passen die imposanten Rollen des hoch gewachsenen schlanken Mimen, der allein durch sein Auftreten Autorität...