
Der 40-jährige Ander führt ein abgeschiedenes und eintöniges Leben als Landwirt im Baskenland. Wenn er nicht gerade arbeitet, kümmert er sich um seine dickköpfige Mutter. Als Ander sich eines Tages das Bein bricht, beschließt er sich gegen seine Mutter durchzusetzen und den peruanischen Immigranten José als Unterstützung auf dem Hof anzuheuern. Dieser verändert den Alltag der Familie schlagartig: Während seine Mutter ihn fortwährend ablehnt, entwickelt Ander Gefühle für José. Schon bald entwickelt sich zwischen den Beiden eine leidenschaftliche Beziehung.
Regisseur Roberto Castón will mit "Ander" einen Gegenentwurf liefern zu der weit verbreiteten Ansicht, das homosexuelle Leben finde in Spanien lediglich in den liberal eingestellten Großstädten statt, während es in ländlichen Regionen durchweg tabuisiert werde. So gelingt es ihm, mit seinen Figuren vielschichtige und wandlungsfähige Charaktere zu zeichnen und damit das stereotype Schwarz-Weiß-Denken auf dem Lande zu widerlegen. Gleichzeitig spiegelt er durch die Zweisprachigkeit des Films in spanisch und euskera (baskisch) das Lokalkolorit der Region wider.