DVD Kaufvideo

Angel - Ein Leben wie im Traum

Kostümfilm von Francois Ozon über Aufstieg und Fall einer Schriftstellerin aus einfachen Verhältnissen in Großbritannien zu Beginn des 20. Jahrhunderts.


Angel - Ein Leben wie im Traum

Kaufvideo

Erhältlich seit:
30.01.2008

Originaltitel: Angel

Drama

Frankreich/Großbritannien/Belgien 2007
Laufzeit: 114 Min.
FSK: ab 6

Romola Garai
Lucy Russell
Michael Fassbender

Regie: François Ozon
Concorde Home Entertainment

Videoplayer wird geladen ...

Filmbewertung


(0 Bewertungen)
Die Ausstattung

Die Technik

Haben Sie den Film schon gesehen?

Jetzt bewerten!


 
Kostümfilm von Francois Ozon über Aufstieg und Fall einer Schriftstellerin aus einfachen Verhältnissen in Großbritannien.

Angel hat Erfolg als Schriftstellerin (Foto: Concorde) Großansicht

Angel hat Erfolg als Schriftstellerin (Foto: Concorde)

Zu Beginn des 20. Jahrhunderts gelingt es der aus einfachsten Verhältnissen stammenden Angel Deverell (Romola Garai), als Schriftstellerin Fuß zu fassen. Dank ihrer außergewöhnlichen Vorstellungskraft werden ihre Bücher zu Ereignissen, die auch in der Oberschicht der britischen Gesellschaft auf Begeisterung stoßen. Mit einem Mal stehen Angel Tür und Tor offen. Doch das Glück währt nicht lange.

Nachdem er zuletzt zweimal in Cannes ("Swimming Pool" im Wettbewerb, "Die Zeit, die bleibt" in Un Certain Régard) und einmal in Venedig ("5x2") vertreten war, kehrte Francois Ozon mit seinem zweiten englischsprachigen Film nach Berlin zurück, wo er zum dritten Mal (nach "Tropfen auf heiße Steine" und "8 Frauen") im Wettbewerb vertreten war.

Theo bringt Angel nach ganz oben (Foto: Concorde) Großansicht

Theo bringt Angel nach ganz oben (Foto: Concorde)

Sein erster Kostümfilm

Der Abschlussfilm der Berlinale ist ein prächtiger Kostümfilm - Ozons erster - aber sein Gespür für feine Psychologisierung ist auch hier allgegenwärtig.

Angel - Ein Leben wie im Traum

Ein Melodram, wie es kitschiger und schöner nicht sein kann: Francois Ozon erzählt in bester Douglas-Sirk-Tradition von Liebe, Lust und Leidenschaft einer jungen Schriftstellerin Anfang des vergangenen Jahrhunderts.

Wer gerne in Bildern und Gefühlen badet, schwebt in diesem aufregend altmodischen englischen Kostümfilm auf Wolke Sieben, wer analytische Filmkunst liebt, wird den Kopf schütteln. Francois Ozon polarisiert mit seiner Reise in die kapriziöse Herz-Schmerz-Welt einer Frau, die sich dem Schein hingibt und dennoch das Sein genießen will. Angel Deverell kommt aus kleinen Verhältnissen - die Mutter werkelt im Dorfladen - und will nach oben, schafft ihren ersten schwülstigen Liebesroman und kauft schon bald das Landhaus ihrer Träume. "Paradise House" erinnert an eine überladene Pralinenschachtel, eine einzige Geschmacksverirrung, noch dicker aufgetragen als im Reich von Rosamunde Pilcher. Die Figur aus Elizabeth Taylors Roman von 1957 wurde inspiriert von Marie Corelli, eine Zeitgenossin Oscar Wildes und Queen Victorias bevorzugte Romanautorin. Im Original wirkt Angel grotesk und nicht besonders liebenswürdig, Ozon dagegen lässt sie in ihrer Naivität und Berechnung sympathisch erscheinen, gibt sie nicht der Lächerlichkeit preis, fast könnte man Parallelen zu Scarlett O'Hara ziehen. Die Neureiche weiß um ihre Verführungskraft und setzt sie bewusst ein - beim verunsicherten Verleger, beim verarmten Maler, dem sie ganz unkonventionell einen Heiratsantrag macht, bei dessen Schwester, die ihr devot zu Diensten steht. Wie ein kleines unartiges Kind beharrt sie auf ihrem Willen und der von Hausfrauen verschlungenen Trivial-Literatur, toppt in ihrer Hysterie sogar Ozons "8 Frauen". Neben der leinwandpräsenten Romola Garai in knalligem Rot oder sanftem Rosa behauptet sich Michael Fassbender als tragisches Objekt der Begierde in leiseren Tönen. Gut besetzt auch die Nebenrollen mit Sam Neill als in Angel verliebter Verleger, Charlotte Rampling als die Konkurrentin verachtende Verlegersgattin und Lucy Russell als die Launische verehrende Sekretärin. Der Verlockung visueller Bezüge zu Regisseuren wie Vincente Minnelli, Michael Powell oder Douglas Sirk kann man kaum widerstehen, für das Auge schwelgt Kostümdesignerin Pascaline Chavanne, zum achten Mal an Ozons Seite, in Samt, Seide und Chiffon, und ein perfekter Filmkuss im strömenden Regen ist das Pünktchen auf dem melodramatischen I. Alles ist unecht an Angels Welt, die realitätsblind an ihre falschen Gefühle glaubt und selbst beim Tod der Mutter und des Ehemannes Pathos pflegt und in Schwarz ihren Auftritt zelebriert. Wer sich auf diesen fein drapierten Fantasiebogen einlässt, sollte sich von Herzen amüsieren. mk.

Angel - Ein Leben wie im Traum

Frankreichs Regie-Star François Ozon erzählt die ergreifende Geschichte der jungen und talentierten Schriftstellerin Angel Deverell, deren Traum von Liebe, Erfolg und Ruhm in Erfüllung geht - bis ihr Leben eine tragische Wendung nimmt. Ein einzigartiger Bilderrausch mit prachtvoller Ausstattung, international gefeiert und von der Filmbewertungsstelle in Wiesbaden (FBW) mit dem Prädikat besonders wertvoll ausgezeichnet.

England Ende des 19. Jahrhunderts. Angel ist ein junges Mädchen, das in der Provinzstadt Norley in ärmlichen Verhältnissen lebt. Ihre Mutter führt einen kleinen Gemischtwarenladen und verdient so den bescheidenen Lebensunterhalt für sich und ihre Tochter. Angel verabscheut Norley, die Tristesse der Häuser und Gassen, ihre Klassenkameradinnen, ihre Lehrerin. Für Angel sind die Einfachheit, die Bescheidenheit, die Mühsal der kleinen Leute eine einzige Zumutung. Ihrer Mutter macht sie den niederen Stand, in den sie hinein geboren wurde, gar zum Vorwurf.

Einziger Lichtblick ist das herrschaftliche Anwesen "Paradise House". Auf dem Weg zur Schule bleibt sie - sommers wie winters - vor dem großen Portal stehen. Für Angel ist dieser Ort gleichbedeutend mit Edelmut und Luxus, er beflügelt ihre Fantasie. Sie ist überzeugt davon, zu Höherem bestimmt zu sein: Eines Tages wird sie eine berühmte Schriftstellerin sein. Unbändige Energie, absolute Naivität und eine fiebrige Fantasie lassen die schönsten, größten, auch romantischsten Worte aus der Feder fließen. So entsteht der Roman, der sie berühmt machen soll. Nicht Recherche und Lebenserfahrung, sondern allein ihre Einbildungskraft schaffen die Geschichte. Der Verleger Theo erkennt Angels Marktwert und nimmt sie, trotz der Skepsis seiner Frau Hermione, unter Vertrag - und behält recht. Mit ihrem schwülstigen Pathos trifft Angel die Sehnsüchte der Frauen jener Zeit. Von nun an kann sie sich vor leidenschaftlichen Verehrerinnen kaum noch retten. Angel hat es geschafft: Sie ist berühmt und reich.

Eine Frau, von der Angel wie keine andere verehrt wird, ist Nora. Angel lernt Nora und deren Bruder Esmé, einen erfolglosen Maler düsterer Motive, auf einem Empfang kennen. Esmé begegnet der Bestsellerautorin mit tiefer Verachtung. Angel jedoch verliebt sich - wie vom Blitz getroffen - in Esmé. Maßlos, wie in allem was sie tut, überlässt sich Angel ihrer Vorstellung von einer großen bedingungslosen Liebe, in der sie Esmés Kunst solange fördern wird, bis auch er berühmt ist. Zunächst fährt sie zu ihm nach London, um sein Atelier und seine Bilder zu sehen, dann lässt sie sich von ihm porträtieren und macht ihm bei der Präsentation dieses Gemäldes schließlich einen Heiratsantrag.

Kurz darauf erwirbt sie das Anwesen "Paradise House" und hält mit ihrer Mutter, zwei Angestellten, Nora und Esmé Einzug in der prunkvollen Villa. Der Tod ihrer Mutter nimmt Angel mit, ändert aber nichts an ihrem Leben: Sie schreibt weiter Romane und lebt wie eine Prinzessin - bis der Erste Weltkrieg ausbricht und Esmé nach London geht, um sich freiwillig zu melden. So stark Angel nach außen wirkt, so zerbrechlich ist sie in ihrem Inneren. Sie verflucht den Krieg, der in ihre perfekte Welt eindringt und versucht ihre Gefühle zu verarbeiten, indem sie gegen den Krieg anschreibt. Doch ihre Kriegsgeschichten und der flammende Pazifismus irritieren ihre Leserinnen und bleiben erfolglos.

Als Esmé frühzeitig aus dem Krieg zurückkehrt, weil er ein Bein verloren hat, möchte Angel, dass alles so wird wie früher. Doch Esmé wird immer verschlossener und ertränkt seine Kriegserinnerungen in Alkohol. Eines Tages entdeckt Nora ihren Bruder erhängt im Salon. Was hat Esmé so schrecklich bedrückt, dass er nicht mehr weiterleben wollte und warum lässt er Angel allein zurück? Als Angel nach der Trauerzeit einem Journalisten die Fantasiegeschichte über den tragischen Herztod Esmés ausschmückt, findet sie zwischen Buchseiten einen vor langer Zeit geschriebenen Brief an Esmé von einer anderen Frau. Große Vertrautheit, ja Liebe ist daraus zu lesen. Führte Esmé ein zweites Leben? Wer ist diese Frau, die diesen Brief geschrieben hat?

Großes Kino - ergreifend und bis ins letzte Detail brillant inszeniert!

Quelle: Concorde

- Deleted Scenes
- Interviews mit den Hauptdarstellern
- Deutscher und englischer Kinotrailer
- Informationen zu Cast & Crew
- Produktionsnotizen
- Fotogalerie
- Programmtipps

Quelle: Concorde

Darsteller:  Romola Garai   als Angel
  Lucy Russell   als Nora
  Michael Fassbender   als Esmé
  Sam Neill   als Theo
  Charlotte Rampling   als Hermione
  Jacqueline Tong   als Angels Mutter
  Janine Duvitski   als Tante Lottie
  Christopher Benjamin   als Lord Norley
  Jemma Powell   als Angelica
  Simon Woods   als Junger Journalist
  Alison Pargeter   als Edwina
  Seymour Matthews   als Der Doktor
  Tom Georgeson   als Marvell
  Una Stubbs   als Die Lehrerin
  Rosanna Lavelle   als Lady Irania
 
Regie:  François Ozon  
Buch:  Martin Crimp  
  François Ozon  
Musik:  Philippe Rombi  
Kamera:  Denis Lenoir  
Produzent:  Olivier Delbosc  
  Marc Missonnier  
 

Angel - Ein Leben wie im Traum in der Fotoshow

 

Fassungen

 

facebook

 

Features

 

Star

Romola Garai

Als Schwester des Titelhelden der Dickens-Adaption "Nicholas Nickleby" (2002) verzauberte sie das Publikum, doch das soll erst der Anfang einer...

 

Star

Michael Fassbender

Deutsch-irischer Schauspieler. Innerhalb weniger Jahre hat sich Michael Fassbender mit der enormen Bandbreite seiner Schauspiel-...