
Die etwa 60-jährige Witwe Emmi, die als Putzfrau arbeitet, lernt den 20 Jahre jüngeren marokkanischen Gastarbeiter Ali kennen. Sie verliebt sich in ihn. Als beide heiraten, tritt die ablehnende Haltung von Emmis Kindern und ihren Nachbarn offen zutage. Die Ehe gerät in eine Krise, als Ali ein Verhältnis mit einer Kellnerin beginnt.
In Anlehnung an Douglas Sirk und dessen 1956 gedrehten Film "Was der Himmel erlaubt" übertrug Rainer Werner Fassbinder die dort im Mittelpunkt stehende Liebesbeziehung zwischen einer Witwe und einem jüngeren Gärtner auf bundesrepublikanische Verhältnisse. Sein erdrückendes Melodram zeigt mit nüchterner Brillanz, daß eine Liebe, die gegen die ungeschriebenen Konventionen der Gesellschaft verstößt, es sehr schwer hat, auf Dauer in ihr zu überleben. Ein eindringlicher Film, der darauf anlegt ist, daß die Zuschauer ihre eigenen Moralvorstellungen hinterfragen.