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Anna Karenina

Opulent ausgestattetes Romantik-Epos nach dem Literaturklassiker von Tolstoi mit internationaler Starbesetzung.


Anna Karenina

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Erhältlich seit:
01.10.2011

Drama

Großbritannien 1996
Laufzeit: 103 Min.
FSK: ab 12

Sophie Marceau
Sean Bean
Alfred Molina

Regie: Bernard Rose
Delta Music & Entertainment

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Anna Karenina

Moskau 1874. Die schöne Anna geht eine Vernunftehe mit dem wesentlich älteren Beamten Alexej Karenin ein. Sie hat einen Sohn mit ihm, doch schon nach kurzer Zeit fühlt sie sich von dem eintönigen Familienalltag gelangweilt. Als sie den charmanten Kavallerieoffizier Wronskij kennenlernt, gibt sie deshalb dessen heftigem Liebeswerben schon bald nach. Die leidenschaftliche Liaison beginnt sich in den russischen Adelskreisen herumzusprechen und die beiden Liebenden sehen sich kurz darauf schlimmsten Anfeindungen ausgesetzt.

Sophie Marceau ("La Boum - Die Fete") erweist sich in der weltberühmten Titelrolle als würdige Nachfolgerin von Greta Garbo, die Anna Karenina 1935 verkörperte. Schauspielerisch beeindruckend und sinnlicher denn je, verleiht der frühere Teenie-Star der tragisch liebenden Romanheldin unvergeßliche Film-Präsenz. Berauschend auch die prachtvoll-luxuriöse Ausstattung dieser gelungenen Verfilmung des Tolstoi-Klassikers. Ex-Horror-Regisseur Bernard Rose beweist hiermit nach "Ludwig van B. - Meine unsterbliche Geliebte" erneut sein großes Talent für eine spritzig-frische Umsetzung historischer Stoffe.

Anna Karenina

Ein Zug wird kommen - auch für diese 25 Mio. Dollar schwere, üppig ausgestattete "Anna Karenina", die ihre beträchtlichen Schauwerte etwas unter Wert verkauft und in der zentralen Liebesgeschichte echtes Feuer vermissen läßt. Mitverantwortlich dafür ist der kantige, hier uncharismatische Sean Bean ("Goldeneye"), der als romantischer Liebhaber auf Sparflamme brennt und Partnerin Sophie Marceau in die Alleinverantwortung weist, mit ihrem gerade in Deutschland guten Namen für Zuschauer zu sorgen.

Verglichen mit ihren Vorgängerinnen ist die charmante, hier ungewohnt keusche Französin, die zuletzt in "Braveheart" gegenüber Mel Gibsons schottischen Helden nicht mit ihren Reizen geizte, fünf Jahre älter als Vivien Leigh, aber im exakt gleichen Alter wie Greta Garbo, als diese 1935 Leo N. Tolstois Klassiker drehte. Doch zwischen Spatz und Schwan klafft eine Ausstrahlungskluft, die in der Neuverfilmung des im 19.Jahrhundert schon vertrauten Bernard Rose ("Ludwig van B. - Meine unsterbliche Geliebte") Vorteile wie Nachteile aufzeigt. Marceaus Anna wirkt jünger, wodurch das Gefühl der Gefangenheit in der Ehe mit ihrem korrekten, aber verstaubten Mann (der bislang humanste Karenin: James Fox) intensiviert wird. Dafür aber fehlen ihr Garbos Melancholie und Verlorenheit, wodurch der Wirkungsgrad gerade des letzten Aktes entscheidend reduziert wird. Thematisch geht diese sich zu Beginn Zeit nehmende, aber später stark gerafft wirkende Version auch andere Wege als ihre Vorgänger. Die Beziehung der jungen Kitty (ideal: Mia Kirshner) zum Erzähler (Alfred Molina als Alter Ego Tolstois) ist stärker akzentuiert. Denn sie ist schließlich auch in der Vorlage der wichtige positive Abdruck zur negativen Folie der tragischen Affäre Annas mit dem Grafen Wronskij (Sean Bean). Zwei anfangs unmögliche Beziehungen, die pessimistisch und optimistisch aufgelöst werden. Erstmals konnte auch an Originalschauplätzen in St. Petersburg und Umgebung gedreht werden, wo die Vergangenheit mit Liebe rekonstruiert wurde. Während Regisseur Rose die Dekadenz entlarvende Pracht im Inneren der Schlösser und Residenzen in zwei spektakulären Kamerafahrten immerhin noch streift, sind wundervolle Außenaufnahmen von Bauten, aber auch Natur (der wahre Spiegel russischer Seele!) oft verschenkt, weil diese Bilder viel zu kurz stehen bleiben. Eine sichtbar ansteckende Krankheit des modernen Kinos. Während natürliche Ansichten zu wenig sprechen dürfen, wirken die nachgestellten - eine Feldszene etwa auf den Spuren Eisensteins - sehr pittoresk und folkloristisch russisch. Trotzdem bleibt gerade die plastische und farblich harmonische Optik (Kamera: Daryn Okada) die Hauptattraktion dieses handwerklich soliden Films, der aus visuellen und tonalen Gründen (Musikschwerpunkt: russische Romantik) auf große Leinwände gehört, obwohl die gezeigte Leidenschaft dieser Ur-amour fou eigentlich nach kleinen Häusern ruft. kob.

Darsteller:  Sophie Marceau   als Anna Karenina
  Sean Bean   als Graf Wronski
  Alfred Molina   als Lewin
  Mia Kirshner   als Kitty
  James Fox   als Karenin
  Fiona Shaw   als Lydia
  Danny Huston   als Stiwa
  Saskia Wickham  
  Phyllida Law  
  David Schofield  
  Jennifer Hall  
  Kseniya Rappoport  
  Anna Calder-Marshall  
  Justine Waddell  
  Stefan Gryff  
  Zoya Buryak  
  Hamish Falconer  
 
Regie:  Bernard Rose  
Buch:  Bernard Rose  
Kamera:  Daryn Okada  
Produzent:  Bruce Davey  
 

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Features

 

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Sophie Marceau

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