DVD Kaufvideo

Anna und der König

Siam 1862 und die konfliktreiche, unerfüllte Liebe zwischen dem König und einer englischen Gouvernante.


Anna und der König

Kaufvideo

Erhältlich seit:
07.12.2000

Originaltitel: Anna and the King

Drama/ Abenteuer

USA 1999
Laufzeit: 142 Min.
FSK: ab 6

Jodie Foster
Chow Yun-Fat
Bai Ling

Regie: Andy Tennant
Twentieth Century Fox Home Entertainment Germany

Bild 1 von 12

Filmbewertung


(0 Bewertungen)
Die Ausstattung

Die Technik

Haben Sie den Film schon gesehen?

Jetzt bewerten!


 
Anna und der König

Im Jahre 1862 wird Anna Leonowens, eine verwitwete britsche Gouvernante, von König Mongkut von Siam damit beauftragt, dessen gut 50-köpfige Kinderschar zu unterrichten. Nach dem anfängliche Vorurteile zwischen dem östlichen Herrscher und seiner westlichen Angestellten abgebaut sind, wachsen aus erstem Misstrauen Respekt und Zuneigung. Als umstürzlerische Generäle und britische Kolonialherren den Herrscher von Siam und sein Land bedrohen, wird beiden sehr bald klar, dass ihre Liebe keine Zukunft haben kann.

Andy Tennant ("Auf immer und ewig - A Cinderella Story") hat aus Margaret Landons Romanbiographie "Der König und ich" sowie den Tagebüchern von Anna Leonowens ein aufwendiges Historien-Epos und zugleich die Geschichte einer unmöglichen Liebe destilliert. Dabei überzeugen nicht nur Ausstattung, Kostümdesign und die sorgfältig rekonstruierten Schauplätze, sondern auch ein Star-Duo wie es nicht unterschiedlicher sein könnte: die zweifache Oscar-Preisträgerin Jodie Foster und Hongkongs Action-Held Chow Yun-Fat. Ein breit angelegtes Abenteuer im Stile von "Lawrence von Arabien".

Anna und der König

In der letzten Version von Margaret Landons Roman über die Abenteuer einer englischen Gouvernante 1862 am Hof des Königs von Siam (heute Thailand) trug Deborah Kerr Röcke vom Umfang aufgegangener Fallschirme, Yul Brynner eine Glatze und Charles Walters' Musical (1956) fünf Oscars in die Annalen der Filmgeschichte. Getanzt und gesungen wird in Andy Tennants Adaption nicht, wohl aber gestritten, politisiert, gemordet und in der Kernbeziehung auch platonisch und unerfüllt geliebt. Kindersegen gibt es dennoch, Dollarsegen vermutlich auch, weil in diesem Prestigeprojekt der Fox die Koalition von großem Aufwand, großen Stars und großen Gefühlen das Hindernis einer etwas verstaubten Geschichte hinwegfegen dürfte.

Sicherste Attraktion, als Mimin und Promotionzugpferd, ist die zweifache Oscarpreisträgerin Jodie Foster, deren Mitwirkung wohl maßgeblich dafür verantwortlich ist, daß die präfeministischen Züge ihrer viktorianischen Figur deutlicher als zuvor herausgearbeitet wurden. Denn sie hilft nicht nur pädagogisch, in der auf die Herausforderungen der Zukunft vorbereitenden Erziehung der 58 Königskinder, sondern auch als aktiv in Kriegskonflikte eingreifende explosive Reserve die Unabhängigkeit Siams vor französischen und englischen Kolonisatoren zu bewahren. Strenger wirkend als Deborah Kerr und die Noblesse ihrer Vorgängerin durch Entschlossenheit ersetzend, füllt Foster die im Titel angedeutete Akzentverlagerung von "Der König und ich" zu "Anna und der König" mit ihrer bewährten emotionalen Präzision aus. Die Sympathie des Königs erobert sie mit Starrsinn und Stärke, nicht unbedingt mit Charme, was die verhalten angedeutete Liebesgeschichte romantisch etwas entzaubert. Hongkong-Emigrant Chow Yun-Fat, der seine beste Leistung in einem US-Film zeigt, ist der erste Asiate in der Rolle des Königs, die reifer angelegt ist als zuvor. Aber das Opfer für die gewonnene Seriösität ist ein Verlust an Fun und Farbe, die seine Karikatur-ähnlichen Vorgänger Rex Harrison und vor allem Yul Brynner garantiert haben. Der ernstere Ton ist aber genau die Absicht des Films, der die politische Dimension, die Einkreisung Siams durch europäische Imperialisten deutlicher betont, einen Putschversuch in die Handlung integriert, der Actionmomente mit Anleihen bei "Wem die Stunde schlägt" ermöglicht und im Unterschied zu Richard Rodgers' Musical die Lovestory zwischen der Königskonkubine Tuptim (Bai Ling) und ihrem heimlichen Geliebten mit dem Henker enden läßt. Dieser Akt von Staatsräson und verletztem Stolz macht den König zu einer widersprüchlicheren, realistischeren, kaum aber sympathischeren Figur, auch wenn das Drehbuch die Hinrichtung als eine Art philosophische Erhöhung der Liebe hinzubiegen versucht. Im Unterschied zu den Vorgängern dominiert also das Drama Humor und Romanze, auch wenn gerade im ersten Drittel die Reibereien der beiden, östlich-westliche Vorurteile abbauenden Trotzköpfe für Amüsement sorgen. Daß der von Oscarpreisträgerin Luciana Arrighi aufwendig ausgestattete, von Caleb Deschanel malerisch fotografierte, aber von Regisseur Andy Tennant ("Auf immer und ewig"), verglichen mit seinen genannten Vorbildern (etwa "Doktor Schiwago"), recht bieder inszenierte Film ein großes Publikum finden wird, steht kaum zur Debatte, ermöglichen doch der Starttermin (27. Januar) für einen solchen Stoff ein offenes, wochenlang konkurrenzloses Feld, und die Stars Jodie Foster und Chow Yun-Fat ideale Anreize für gesteigertes Interesse von Zuschauer und Presse. kob.

Darsteller:  Jodie Foster   als Anna Leonowens
  Chow Yun-Fat   als König Mongkut
  Bai Ling   als Tuptim
  Randall Duk Kim   als General Alak
  Tom Felton   als Louis
 
Regie:  Andy Tennant  
Buch:  Steve Meerson  
  Peter Krikes  
  Andy Tennant  
  Rick Parks  
Produzent:  Lawrence Bender  
  Ed Elbert  

Foster und Gibson: Rein ins Leben

Star sein ist schon was verdammt langweiliges.

Keine Panik, Jodie Foster, ein Deal mit Starbucks ist schon in Sicht.

Keine Panik, Jodie Foster, ein Deal mit Starbucks ist schon in Sicht.

Wer will denn schon in Hollywood Schauspielerin, Regisseurin und Produzentin sein und sich Oscars ("Angeklagt", "Das Schweigen der Lämmer") abholen, wenn er statt dessen kellnern könnte? Jodie Foster ("Panic Room"), zweifache alleinerziehende Mama, die die Identität der Väter bzw. des Vaters ihrer Söhne geheim halten will, bis die beiden selbst damit rausrücken, ist gerade dabei, sich nach einem anderen Beruf umzusehen. In der engeren Auswahl stehen Postbotin und Serviererin. Der Ex-Kinderstar ("Taxi Driver") stellt es sich wahnsinnig interessant vor, oft an der frischen Luft zu sein und viele verschiedene Leute kennen zu lernen. Sehr angetan von den neuen Interessen der schönen 39jährigen zeigt sich nun die Kaffeehaus-Kette Starbucks. Die würde Jodie sofort und ohne Abgabe von Bewerbungsunterlagen einstellen. Sämtliche hart arbeitende Kellnerinnen werden die neuen Ambitionen der "Anna und der König"-Darstellerin bestimmt nachvollziehen können...

Kein Held mehr sein, das ist auch der größte Wunsch des Mannes, der weiß, "Was Frauen wollen". Mel Gibson("The Million Dollar Hotel") hat es gründlich satt, ständig bei Dreharbeiten zu sein, weit weg von Frau Robyn und der Familie. Sein neuester Film "Wir waren Helden", der in Amerika derzeit die Kinocharts anführt, könnte vielleicht sein letzter sein. Gibson sagte: "Jetzt, mit 46, ist es nicht mehr das selbe wie damals mit 20. Ich nutzte es aus, lange bei Außendrehs zu sein, jetzt will ich nicht mehr weit weg von zu Hause arbeiten." In Zukunft will sich "Der Patriot" eher aufs Produzieren konzentrieren. Er wolle nicht mehr der Star vor der Kamera sein, sagte er weiter. Außerdem habe er vor, sich mehr um seine sieben Kinder zu kümmern. Mel muss schließlich aufpassen, dass Hannah, Edward, Christian, William, Louis, Milo und Tommy keine verwöhnten Bälger werden, bei dem vielen Geld, das der Herr Papa besitzt. "Ich verschwende meine Millionen nicht an meine Kinder, aber ich lasse sie auch nicht verhungern", so der "Kopfgeld - Einer muß bezahlen"-Darsteller weiter. "Du musst sicher sein, dass deine Kinder gesund sind, und dass sie ein Dach über dem Kopf haben, das ist es." Na, dann trauern wir eben jetzt etwas um den möglichen Leinwandverlust und wünschen Mel Gibson ein schönes Rentner-Leben.

Foto: Columbia TriStar

 

Fassungen

 

facebook

 

Features

 

Star

Jodie Foster

Jodie Foster, geboren in Los Angeles, Kalifornien, machte bereits in sehr jungen Jahren auf sich aufmerksam: Als Dreijährige zeigte sie in...