- Service:
- Newsletter
- RSS
- kino.de mobil
- Sitemap
- Kontakt
Kaufvideo
Erhältlich seit:
16.05.2012
Originaltitel: Anonymous
Großbritannien/Deutschland 2011
Laufzeit: 125 Min.
FSK: ab 12
Rhys Ifans
Vanessa Redgrave
Joely Richardson
Regie: Roland Emmerich
Sony Pictures Home Entertainment (SPHE)
Filmbewertung
(1 Bewertungen)

Roland Emmerichs bisher bester Film spekuliert dramatisch über den Ghostwriter hinter Shakespeare und die Tragödie eines sabotierten Künstlerlebens.
Kann ein einfacher Mann aus dem Volk das virtuoseste Sprachrohr der englischen Literatur sein? Dies hinterfragt ein Regisseur, der künstlerisch selbst unterschätzt wird - zu Unrecht, wie sein aktueller und deutlich vor "Der Patriot" wohl auch bester Film beweist. Dass beide historische Dramen auf Drehbücher von respektierten Fremdautoren basieren, ist ein Qualitätskriterium im Emmerich-Universum, auch wenn John Orloffs clever verwobenes Skript zu "Anonymus" die kühnsten Spekulationen aus Forschung und Mythos wie selbstverständlich als Wahrheit präsentiert.
Shakespeare ist hier ein mittelmäßiger Schauspieler und Dreiviertelidiot, der allerdings die Gunst der Stunde erkennt, als sich ihm die Möglichkeit auf Anerkennung und bescheidenen Wohlstand eröffnet. So wird er literarischer Strohmann für einen reichen Aristokraten, darf dessen Werke unter eigenem Namen veröffentlichen. Dass sich hinter dem Phantom der Earl of Oxford verbirgt, wissen zunächst nur Shakespeares Zeitgenosse Ben Jonson und der Zuschauer, der nun eine Reise in die Biografie Oxfords antritt. Eingerahmt von Derek Jacobis in der Gegenwart in einem Theater vorgetragenem Prolog und Epilog wird auf mehreren Zeitebenen eine Geschichte über Liebe, Ambition, Mord, Eifersucht und Intrige erzählt, die Shakespeares große Tragödien spiegelt. Zu sehen ist, wie Oxford bereits als Junge Queen Elizabeth I mit Spontanpoesie begeistert, wie er sich im Haushalt ihres mächtigsten Ratgebers in dessen Sohn einen Feind fürs Leben macht, wie er sich erwachsen auf eine tabuisierte Liebe einlässt und als älterer Mann (Rhys Ifans) in einen vermeintlichen Staatsstreich verwickelt wird. Mag die seriöse Forschung diesen abenteuerlichen Mix aus politischen Intrigen, illegitimen Kindern und Inzest als Krönung einer persönlichen Tragödie auch als pure Spekulation betrachten, so erzählt Emmerich dieses Melodram so flüssig und in den Emotionen nachvollziehbar, dass man sich seiner Wirkung nicht entziehen kann.
"Anonymus" entwickelt vor allem in der zweiten Hälfte einen starken dramatischen Sog, illustriert die Macht des Wortes und die Ohnmacht eines Mannes, der sein künstlerisches Genie nie outen durfte, zeigt in Ausstattung und Effekten, was Emmerich und sein Team mit nur 30 Millionen Dollar in den Studios von Babelsberg zu leisten vermögen, und vor der Kamera eine ideale Mischung aus bekannten Namen und talentierten Newcomern. Über die "Fakten" mag hitzig und damit auch werbewirksam diskutiert werden, doch die Fiktion, der Film selbst, spricht für sich. Somit ist beim Novemberstart völlig unbegründet, was Richard III, eine Schlüsselfigur auch im Film, einst bei Shakespeare behauptete: "Nun ward der Winter unsers Mißvergnügens."
kob.
Angesiedelt in der politischen Schlangengrube des elisabethanischen Englands, spekuliert ANONYMUS über eine Frage, die schon seit vielen Jahrhunderten zahlreiche Wissenschaftler und kluge Köpfe beschäftigt hat, nämlich: Wer war der Autor der Stücke, die William Shakespeare zugeschrieben werden? Zahlreiche Experten haben darüber diskutiert, Bücher wurden geschrieben und Gelehrte haben ihr ganzes Leben der Aufgabe gewidmet, die Theorien, die die Autorenschaft der berühmtesten Werke der englischen Literatur umgeben, zu bewahren oder zu zerstreuen. ANONYMUS gibt eine mögliche Antwort und konzentriert sich dabei auf eine Zeit, als sich politische Intrigen, verbotene Romanzen am Königlichen Hof und die Machenschaften habgieriger Aristokraten, die die Macht des Throns an sich reißen wollten, an einem der ungewöhnlichsten Orte widerspiegelten: der Londoner Bühne.
Quelle: Sony Pictures
Kommentar mit Roland
Emmerich und Drehbuchautor,
Entfallene Szenen, Wer ist der wahre
William Shakespeare?
Quelle: Sony Pictures
| Darsteller: | Rhys Ifans | als Edward de Vere | |
|---|---|---|---|
| Vanessa Redgrave | als Königin Elizabeth | ||
| Joely Richardson | als junge Elisabeth | ||
| David Thewlis | als William Cecil | ||
| Xavier Samuel | als Southhampton | ||
| Sebastian Armesto | als Ben Jonson | ||
| Rafe Spall | als William Shakespeare | ||
| Edward Hogg | als Robert Cecil | ||
| Jamie Campbell Bower | als junger Oxford | ||
| Derek Jacobi | als Prologue | ||
| Julian Bleach | als Sir Richard Pole | ||
| Mark Rylance | als Gloucester | ||
| Robert Emms | als Thomas Dekker | ||
| Sebastian Reid | als Essex | ||
| Tony Way | als Thomas Nashe | ||
| Regie: | Roland Emmerich | ||
| Buch: | John Orloff | ||
| Musik: | Thomas Wander | ||
| Harald Kloser | |||
| Kamera: | Anna Foerster | ||
| Produzent: | Roland Emmerich | ||
| Larry Franco | |||
| Robert Leger | |||
Anonymus in der Fotoshow
Features
Der Titel enthält folgende Features
Sprachen: Deutsch DD 5.1, Englisch DD 5.1, Französisch DD 5.1
Tonformat: Dolby Digital 5.1
Untertitel: Deutsch, Englisch, Französisch, Türkisch, Arabisch, Dänisch, Finnisch, Niederländisch, Norwegisch, Schwedisch
Bildformat: 1:2,35/16:9
Extras: Audiokommentar, Entfallene Szenen, Featurette
Kommentar mit Roland
Emmerich und Drehbuchautor,
Entfallene Szenen, Wer ist der wahre
William Shakespeare?
Star
Vanessa Redgrave
Die englische Schauspielerin Vanessa Redgrave wechselt in ihrer Arbeit regelmäßig zwischen Theater und Film und ist auch durch ihre...
Star
David Thewlis
Britischer Schauspieler, Regisseur und Schriftsteller. Seit er 1993 als am sozialen Abgrund hängender Anti-Held in Mike Leighs Drifter-Drama...
Registrieren


